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Der Unfall ereignete sich auf der Autobahn 115 (A 115) zwischen Saarmund und dem Dreieck Nuthetal (Potsdam-Mittelmark).

Viele Verletzte

Laster kracht in Reisebus

Potsdam - Schon wieder ist es auf einer Autobahn in Brandenburg zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Kleinlaster fuhr in einen Reisebus aus Thüringen, mehrere Insassen wurden dabei verletzt.

Ein Lastwagen ist auf der Autobahn zwischen Berlin und Potsdam auf einen Reisebus aus Thüringen aufgefahren - von den 47 Businsassen wurden nach Polizeiangaben 21 leicht verletzt. Der 42 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt und nach seiner Befreiung durch die Feuerwehr mit einem Rettungshubschrauber in eine Berliner Klinik geflogen. Der Reisebus sei von Berlin aus auf dem Heimweg gewesen, sagte ein Polizeisprecher, als der Lkw in einem Stauende auffuhr.

Unfall auf der A 115: Lastwagen fährt in Reisebus

Unfall auf der A 115: Lastwagen fährt in Reisebus

Als Ursache für den Zusammenstoß um kurz nach 10.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Drewitz und Saarmund wird Unachtsamkeit des Lastwagenfahrers vermutet. Bei seinem Fahrzeug handelt es sich den Angaben zufolge um einen 7,5 Tonnen schweren Kleinlaster. Wenige Minuten vor dem Unfall war ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt. Der 48 Jahre alte Fahrer wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Autobahn wurde nach der Kollision zunächst gesperrt, zur Mittagszeit gaben die Ordnungskräfte die linke Fahrspur wieder frei.

Schon mehrfach ist es in der Vergangenheit auf den Autobahnen nahe Berlin zu schweren Busunfällen gekommen. Erst Ende September waren Schüler aus Polen verunglückt. Der mit 61 Menschen besetzte Reisebus aus Poznan war am 27. September auf dem Weg nach London gewesen. Auf der A10 zwischen Michendorf und Ferch hatte er anhalten müssen. Ein Lastwagenfahrer hatte dies zu spät bemerkt und war aufgefahren. Der polnische Lastwagenfahrer und sein mitfahrender Landsmann wurden bei dem Aufprall getötet, mehrere Menschen schwer verletzt.

Der Unfall weckte Erinnerungen an das tragische Busunglück am 26. September 2010. Damals hatte sich ebenfalls in der Nähe von Berlin ein schweres Unglück mit einem polnischen Reisebus ereignet, das 14 Todesopfer forderte. Auslöser war der Fahrfehler einer Autofahrerin. Sie wurde im Juni von Landgericht Potsdam wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

dpa

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