In der Gipfelregion des Clochers d‘Arpettes im Schweizer Kanton Wallis ist eine Lawine abgegangen (Archivbild)
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In der Gipfelregion des Clochers d‘Arpettes im Schweizer Kanton Wallis ist eine Lawine abgegangen (Archivbild)

Auf knapp 3100 Metern Höhe

Lawinen-Unglücke in den Alpen: Schnee-Massen fordern fünf Tote und mehrere Verletzte

In den französischen Alpen haben Lawinen-Unglücke fünf Menschen das Leben gekostet. Nach starkem Schnee-Fall gingen mehrere Lawinen ab.

Villar-d‘Arêne - Gleich mehrere Lawinen sind in den französischen Alpen abgegangen und kosteten fünf Menschenleben. Darüber hinaus wurden einige verletzt.

Lawinen-Abgänge in den Alpen: Mehrere Tote und Verletzte

Am Montag bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft in GAP ein Lawinen-Unglück mit drei Todesopfern im Bereich des Berges Grande Ruine im Ecrins-Massiv südöstlich von Grenoble. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um drei Ski-Touren-Geher. Der Bergführer und seine beiden Kunden, ein Mann und eine Frau, stürzten demnach rund 400 Meter in die Tiefe, als sich auf 3700 Metern Höhe die Schneemassen lösten.

Das Unglück ereignete sich nach einem Bericht der regionalen Zeitung „Le Dauphiné“ gegen 10.30 Uhr in der Nähe der Gemeinde Villar-d‘Arêne auf ungefähr 3100 Metern Höhe. Nach Berichten örtlicher Medien galt in dem Gebiet eine erhöhte Lawinen-Warnstufe nach starken Schneefällen in den vergangenen Wochen. Regionalpräsident Renaud Muselier sprach auf Twitter von einer „Tragödie“ und drückte den Angehörigen sein Beileid aus.

Weitere Lawine in französischen Alpen reißt vier Menschen mit

Doch diese Lawine soll nicht die einzige gewesen sein. Im Département Isère am Gebirgsstock der Ailefroide wurde eine vierköpfige Gruppe von Skitourengehern ebenfalls von einer Lawine erfasst, als oberhalb zwei Skifahrer ein Schneebrett ins Rutschen brachten. Ein 55 Jahre alter Mann und eine 50-jährige Frau wurden getötet, ein weiteres Gruppenmitglied brach sich den Arm, das vierte Mitglied blieb unverletzt.

Eine dritte Lawine ging laut einem örtlichen Medienbericht nahe dem Ort Valjouffrey ab und erfasste drei Menschen, von denen einer schwer verletzt wurde.

Starker Schneefall in den vergangenen Wochen sorgt aktuell in Teilen der Alpen für erhöhte Lawinen-Gefahr.

Wegen der Corona-Pandemie sind Skilifte in Frankreich derzeit nicht geöffnet. Deshalb sind nach afp-Angaben andere Wintersportarten sehr beliebt. Auch viele Unerfahrene machen sich demnach etwa auf zu Skitouren. (aft/dpa/rjs)

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