Suche geht weiter

Inzwischen 17 Todesopfer bei Lawinen-Unglück in Italien 

Rom - Die Einsatzkräfte haben in den Trümmern des verschütteten Hotels am Gran-Sasso-Massiv weitere Todesopfer geborgen. Damit steigt die Opferzahl auf 17 Tote.

Update, 22.00 Uhr: Sechs Tage nach dem Lawinenunglück in Mittelitalien haben die Rettungskräfte nur noch Leichen aus dem verschütteten Hotel geborgen. Wie die Behörden mitteilten, stieg die Zahl der Todesopfer am Dienstag auf 17.

Update, 11:55 Uhr: Rettungsteams haben in der Nacht zum Dienstag aus dem von einer Lawine verschütteten Berghotel in Mittelitalien inzwischen acht weitere Leichen geborgen. Das berichteten die Medien des Landes unter Berufung auf die Präfektur der Provinz Pescara sechs Tage nach dem Unglück. Damit stieg die Zahl der geborgenen Leichen auf 14. 15 Menschen werden noch vermisst. Die Rettungshelfer hoffen immer noch, zumindest einige der Vermissten lebend bergen zu können.

Die Suche geht äußerst langsam voran. Die Helfer bahnen sich teilweise mit bloßen Händen einen Weg, um den Einsturz von Gebäudeteilen im Inneren des Hotels zu vermeiden. Unterdessen gingen die von der Staatsanwaltschaft der nahe gelegenen Stadt Pescara am vergangenen Donnerstag eingeleiteten Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung weiter.

Das Hotel "Rigopiano" in den Abruzzen war bei dem durch Erdbeben ausgelösten Lawinenabgang am vergangenen Mittwoch vollkommen zerstört worden. Es wurde 1972 an der Stelle einer einfachen Schutzhütte im Naturschutzgebiet des Gran-Sasso-Massivs eröffnet und vor zehn Jahren zu einem Vier-Sterne-Haus mit beheiztem Außenpool und Sauna ausgebaut. Ermittler waren längere Zeit dem Verdacht nachgegangen, dass Gemeindevertreter bestochen wurden, um den Ausbau des Hotels zu ermöglichen. Im vergangenen November wurden die Ermittlungen eingestellt.

Die Retter suchten in der Nacht zum Dienstag weiter nach möglichen Überlebenden. Hoffnung war am Montag aufgekommen, nachdem die Einsatzkräfte drei Hundewelpen lebend gerettet hatten.

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

bt/ogo/snacktv

Rubriklistenbild: © AFP

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