+
Nach heftigem Schneefall geht eine Lawine bei Gurtnellen im Kanton Uri ab. Foto: Urs Flueeler

Zermatt per Zug erreichbar

Lawinengefahr in den Alpen gesunken

Vier Tage hat es gedauert, jetzt ist Zermatt wieder erreichbar. Das Gedränge am Bahnhof ist groß, aber auch in anderer Richtung: Obwohl der Ort nun schon zweimal wegen Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten war, drängen Wintergäste in den Skiurlaub.

Davos/Zermatt/St. Anton (dpa) - Der vier Tage eingeschneite Schweizer Wintersportort Zermatt ist wieder per Bahn zu erreichen.

Ab 17.00 Uhr fuhren am Mittwoch Züge im Pendeltakt, um möglichst viele Urlauber aus dem Ort hinaus und anreisende Gäste hineinzubringen, wie die Matterhorn-Gotthard-Bahn mitteilte. Die Züge, die jeweils 250 Menschen transportieren können, sollten bis 01.00 Uhr in der Nacht verkehren. Die Lawinengefahr war mit der Wetterbesserung am Mittwoch um Zermatt und in anderen Alpenregionen weiter gesunken.

Während der Sperrung der Bahnstrecke ließen sich 812 Menschen mit dem Hubschrauber aus Zermatt ausfliegen, 500 neue Gäste und Bewohner erreichten den Ort auf dem Luftweg. Gleichzeitig wurden an den Hängen künstlich zahlreiche Lawinen ausgelöst, die die Trasse teilweise meterhoch verschütteten. Die Räumung war am Mittwoch abgeschlossen. Der Zug verkehrt auf etwa fünf Kilometern zwischen dem autofreien Zermatt und Täsch. Von dort aus geht es bis auf weiteres mit dem Bus ins Tal nach Visp weiter. Wer mit dem Auto bis nach Täsch gereist war, konnte die Straße benutzen.

Für die Schweiz galt am Mittwoch Lawinenwarnstufe 3 von 5, wie das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos angab. Zwei Tage zuvor war die Lage mit Stufe 5 und anhaltenden massivem Schneefall deutlich prekärer gewesen. Völlige Entwarnung gab es nicht: "Lawinen können durch Personen in oberflächennahen Schichten ausgelöst werden. Dies vor allem an eher schneearmen Stellen", hieß es beim SLF.

Auch in Tirol (Österreich) wurde die Lawinengefahr von "groß" auf "erheblich" herabgestuft. Die Schneedecke verfestige sich weiter, so dass kaum mehr mit größeren Abgängen zu rechnen sei, hieß es. Allerdings ereigneten sich bei dieser Warnstufe erfahrungsgemäß besonders viele Unglücke, weil Skifahrer unvorsichtig würden und trotz aller Warnungen die Piste verließen. In dem zeitweise eingeschneiten St. Anton war die Lage normalisiert.

Karte des SLF

Lawinenlagebericht Bozen Südtirol

Lage St. Anton

Lage Zermatt

Lage Andermatt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mädchen verliebt sich in Animateur - kurze Zeit später erfährt sie seine wahren Absichten
Eine 17-Jährige verliebt sich im Urlaub mit ihrer Mutter in einen Animateur. Der zeigt Interesse - jedoch nicht an ihr, sondern an etwas ganz anderem.
Mädchen verliebt sich in Animateur - kurze Zeit später erfährt sie seine wahren Absichten
Gemütliche Ausfahrt endet böse: Fahrgäste aus Kutsche „katapultiert“ - 16 Verletzte
Ein harmloses Freizeitvergnügen geriet für eine französische Reisegruppe zum Schreckens-Trip: Bei einem Unfall mit einer Kutsche wurden 16 Menschen verletzt - eine Frau …
Gemütliche Ausfahrt endet böse: Fahrgäste aus Kutsche „katapultiert“ - 16 Verletzte
Tansania: Mindestens 131 Menschen bei Fährunglück ertrunken
Eine brechend volle Fähre auf dem Victoriasee in Ostafrika kentert - nur wenige Meter von der Anlegestelle entfernt. Für Dutzende Menschen kommt jede Hilfe zu spät.
Tansania: Mindestens 131 Menschen bei Fährunglück ertrunken
Eurojackpot am 21.09.2018: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen
Eurojackpot am 21.09.2018: Hier finden Sie die aktuellen Gewinnzahlen der europäischen Lotterie vom Freitag. 28 Millionen Euro sind im Jackpot.
Eurojackpot am 21.09.2018: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen

Kommentare