Auch zwei Bergsteigerinnen ums Leben gekommen

Lawinenunglück im Montblanc-Massiv: Allgäuer Bergführer tot

Chamonix - Bei einem Lawinenunglück im Montblanc-Massiv sind ein deutscher Bergführer und zwei Bergsteigerinnen ums Leben gekommen.

Der 50-Jährige und die 32 und 33 Jahre alten Frauen verunglückten bei der Besteigung des 4465 Meter hohen Mont Maudit, wie die französischen Behörden am Donnerstag mitteilten. Die drei waren am frühen Dienstagmorgen von einer Berghütte aus gestartet. Sie wollten über den Mont Maudit den Gipfel des Montblanc erreichen.

An dem Berg waren plötzlich Eisblöcke abgebrochen. Die so ausgelöste Lawine riss die Dreier-Seilschaft 150 Meter mit sich in die Tiefe.

Das Unglück ereignete sich bereits am frühen Dienstagmorgen, wie die Bergwacht von Chamonix mitteilte. Zwar wurde die Bergwacht schnell über die Lawine in 4100 Metern Höhe informiert; sie ging aber zunächst davon aus, dass niemand verschüttet wurde. Erst am Mittwochnachmittag alarmierte ein besorgter Freund des deutschen Bergführers die Bergwacht.

Rettungskräfte mit Lawinenhunden fanden schließlich am Mittwochabend die im Schnee verschütteten Leichen der beiden Frauen, einer Slowakin und einer Frau mit britischer und polnischer Staatsbürgerschaft. Der leblose Körper des deutschen Bergführers wurde erst am Donnerstagmorgen entdeckt.

Der Mann habe einen Großteil des Jahres in Chamonix in der Nähe des Montblanc gelebt und stamme gebürtig aus dem Allgäu, sagte Stéphane Bozon von der Gendarmerie.

afp/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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