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Drosten sicher: Lebend-Impfung wird „nächster Meilenstein“ im Kampf gegen Corona

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Von: Richard Strobl

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Lothar Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), und Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin, sprechen nach einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie miteinander. (Archiv)
Lothar Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), und Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin, sprechen nach einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie miteinander. (Archiv) © Michael Kappeler/dpa

Christian Drosten sieht die Omikron-Welle als Chance. Auf lange Sicht sieht er in der Lebend-Impfung den „nächsten Meilenstein“ gegen die Corona-Pandemie.

Berlin - Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen aktuell rasant. Dennoch sieht Charité-Virologe Christian Drosten die neue Omikron-Variante langfristig als Chance und gibt eine hoffnungsvolle Pandemie-Prognose ab. Dabei spricht er auch über den aus seiner Sicht „nächsten Meilenstein“ in der Forschung und im Kampf gegen das Virus.

Drosten sieht Omikron als Chance

Drosten zeigte sich im Interview mit dem Tagesspiegel „komplett sicher“, dass das Leben auf absehbare Zeit wieder wie vor der Pandemie werde. Dies würde auch gar nicht mehr so lange dauern, gab er zu Protokoll.

Die neue Omikron-Variante sei nun als echte „Chance“ zu begreifen. Schließlich handele es sich hier nicht mehr, wie bei den Vorgänger-Mutationen Delta oder Alpha, um „Fitness-Sprünge“, sondern um eine Immunflucht-Variante. Delta sei noch wesentlich besser an den Menschen angepasst gewesen als seine Vorgänger. Omikron dagegen sei nun eine Reaktion auf die gestiegene Immunität in der Bevölkerung.

Drosten sicher: Lebendimpfung wird „nächster Meilenstein“

In seiner überraschend optimistischen Prognose geriet Drosten dann auch noch fast ins Schwärmen, als er vom Tagesspiegel gefragt wurde, was als nächstes wichtig wäre in Sachen Forschung. „Da ist die Antwort klar: Wir brauchen eine Lebendimpfung“, so Drosten. Dabei könne es sich klassisch um eine Impfung mit einem abgeschwächten Virus oder eine moderne Variante davon handeln. „Die müsste man in die Nase geben und so dann Schleimhaut-Immunität auslösen. Das wäre ein viel besserer Übertragungsschutz, es wäre der nächste Meilenstein“, erklärt Drosten weiter.

Es werde auch schon fleißig in diese Richtung geforscht, erläutert Drosten. Es gebe schon Studien der Phase 1 und 2 hierzu. Allerdings sei es zunehmend schwer ungeimpfte, aber impfwillige Testpersonen für die Studien zu finden, die auch noch nicht an dem Virus erkrankt waren. (rjs)

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