Nach vier Jahren

Lebenszeichen von verschwundenem US-Soldat

Boise - Nach vier Jahren hat sich ein verschollener US-Soldat mit einem Brief bei seinen Eltern gemeldet. Offenbar wird er in Afghanistan als Kriegsgefangener festgehalten.

Vor vier Jahren verschwand der junge US-Soldat Bowe Bergdahl von einer Militärbasis in Afghanistan, nun ist offenbar ein Lebenszeichen von ihm aufgetaucht. Seine Eltern erklärten am Donnerstag in Idaho, sie hätten einen Brief erhalten und seien sich sicher, dass ihr Sohn ihn geschrieben habe. „Unsere Familie ist nach diesem Brief sehr erleichtert und ermutigt“, erklärten sie.

Es wird angenommen, dass der inzwischen 27-jährige Bergdahl in Pakistan festgehalten wird. Er gilt als Kriegsgefangener. Der Brief erreichte die Eltern Bob und Jani Bergdahl nach eigenen Angaben über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Was in dem Schreiben steht, wurde nicht bekannt.

Die Eltern appellierten erneut an jene, die ihren Sohn gefangen halten. „Wir hoffen, dass Bowes Fänger die Bitte seiner Eltern hören und ihn freilassen“, schrieben sie. „Aber in der Zwischenzeit bitten wir Sie, ihn weiter bei guter Gesundheit zu halten und ihm Korrespondenz mit uns zu erlauben.“

"Wir stellen sicher, dass Gefangene unter guten Bedingungen leben"

Seit Bergdahls Verschwinden hatte es nur vereinzelte Informationen und Videos über seinen Aufenthaltsort gegeben. Die US-Regierung nimmt an, dass er vom Hakkani-Netzwerk festgehalten wird. Die in Pakistan ansässige Gruppe wurde von der US-Regierung als Terrororganisation eingestuft. Anführer des Netzwerks erklärten allerdings im Dezember, dass der junge Soldat von einer anderen Taliban-Gruppe gefangen gehalten werde.

Das Internationale Komitee vom Rote Kreuz in Genf tritt offenbar als Vermittler zwischen Bergdahl und seiner Familie auf. „Wir reden mit allen Konfliktparteien, um sicherzustellen, dass alle Gefangenen unter guten Bedingungen leben, dass sie genug zu Essen bekommen und dass ihr medizinischer Bedarf gedeckt wird“, sagte Sprecher Alexis Heeb in Genf. Auch der Kontakt zu Familien sei eine Priorität.

AP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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