Mehr Aufmerksamkeit im Unterricht

Lehrer installiert Störsender in Klassenzimmer - Chaos in ganzer Stadt

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USA - Ein außergewöhnlicher Lehrer aus Paso County (Florida, USA) ergreift ungewöhnliche Maßnahmen um seine Schüler zu mehr Aufmerksamkeit im Unterricht zu zwingen. Das löst Chaos in der ganzen Stadt aus.

Zwei zehnte Klassen von Schulen aus Braunschweig unternahmen im April 2013 den Selbstversuch eine Woche auf ihre Handys zu verzichten. Die Schülerinnen und Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass so mehr Freizeit, mehr Zeit zum Lernen und für Hausaufgaben blieb.

Diese Absicht hatte auch Dean Liptak. Den Biologie- und Chemielehrer kennen alle der rund 1800 Schüler der Fivay High School bei Tampa in Florida (USA). Liptak ist ein ehemaliger Wrestler der erst nach Ende seiner Wrestling-Karriere seine Leidenschaft zum Unterrichten entdeckt hat. Seine kompromisslose Art und Weise hat sich das Muskelpaket allerdings beibehalten. Genervt von der zunehmenden Ablenkung seiner Schüler durch Handyaktivitäten, wollte Liptak diese Disziplinlosigkeit nicht mehr hinnehmen. Er kaufte sich kurzerhand einen Störsender und installierte ihn in seinem Klassenzimmer. Eine Absprache mit der Schulleitung erachtete der Lehrer als unnötig. Mit der Aktivierung des Senders konnten die Schüler kein Signal mehr an ihren mobilen Geräten wie Handy und Laptop empfangen. Durch den Abschnitt zur Außenwelt zwang Liptak seine Schüler förmlich zu erhöhter Aufmerksamkeit am Unterricht.

Liptak hat sein "Projekt" mit den besten Absichten begonnen. Allerdings hat der Pädagoge weder von der Reichweite des Senders, noch von dem Telekommunikationsmasten, der sich vor der Schule befindet, gewusst. Somit legte der Lehrer nicht nur mehrere Tage die gesamte Kommunikation der Schule lahm, sondern gleich die des ganzen Bezirks. Techniker eines Netzanbieters benötigten drei Tage, um den Fehler und den Sender im Unterrichtsraum von Liptak zu entdecken. Da Störsender in den USA generell verboten sind und mit Geldstrafen bis zu 1000 Dollar sowie im schlimmen Fällen sogar mit Gefängnis bestraft werden, droht ihm noch ein übles Nachspiel. Die Schule hat bereits reagiert und Lipstak für fünf Tage suspendiert. Auf sein Gehalt muss er während dieser Zeit ebenfalls verzichten.

Bleibt nur zu hoffen, dass bei seiner nächsten Aktion die Schüler, wie in Braunschweig, freiwillig daran teilnehmen.

deu

Rubriklistenbild: © picture alliance / dp a

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