Ermittlungen in Niedersachsen

Schockierende Chat-Protokolle: Lehrer will Küsse für gute Noten

Salzgitter - Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Lehrer aus Niedersachsen. Er soll mit seinen Schülerinnen gechattet und ihnen gegen „Küsschen“ gute Noten angeboten haben.

Der Lehrer aus Niedersachsen genoss das Vertrauen vieler Schülerinnen und Schüler an seiner Schule in Niedersachsen. Besonders den Mädchen hatte er es angetan - kein Wunder: Er ist schlank, sportlich und hatte nach Angaben der Bild-Zeitung immer ein offenes Ohr für Probleme.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt jetzt gegen den angeblichen Mädchenschwarm: Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen wird ihm vorgeworfen. Woher kommen die Anschuldigungen?

Belastende Chat-Protokolle mit unglaublichem Inhalt

Der Bild liegen Chat-Protokolle von Gesprächen zwischen dem Lehrer und einer seiner Schülerinnen vor. Das Mädchen sei zum Zeitpunkt der Unterhaltung zwölf Jahre alt gewesen, so die Zeitung. 

Die Schülerin vertraut ihrem Lehrer darin laut der Zeitung ihre Ängste vor einer bevorstehenden Klausur an. Ihr Lehrer geht auf sie ein und verspricht ihr, dass er schon eine gute Note für sie herausholen werde. Welche Note sie denn wolle, will er wissen. Daraufhin die begeisterte Reaktion des Mädchens: „Jeahii! 2 oder am besten wäre eine 1!“ - „Klappt bestimmt,“ antwortet der Lehrer, „Und wenn nicht, dann schummeln wir etwas - für ein Küsschen.“ Die Schülerin schickt ihm einen Kuss-Smiley, was der Mann mit „Hihi, spannend“ kommentiert.

In einem anderen Chat erzählt eine Schülerin dem Bericht zufolge davon, dass sie verliebt sei. Der Lehrer meint, man könne ja trotzdem flirten - so zum Spaß. Das sei ja nichts Schlimmes. Und wenn man dafür sogar ne besser Zensur bekomme ... „Das war gerade ein heimlicher Vorschlag - psssst“, wird der Mann konkreter. „Aber erzähl mal. Ich bin neugierig. In wen bist du denn verliebt? Und wie läuft es? (Oder darf ich es nicht wissen?)“

Staatsanwaltschaft ermittelt - Lehrer erstmal weg vom Fenster

Offensichtlich rückte dieser Lehrbeauftragte - wie unlängst wohl ein anderer in Unterfranken - deutlich zu nah an seine Schüler heran. Die Bild berichtet gar von Unterhosen-Fotos, die der Mann an die Mädchen versendet haben soll - selbstverständlich mit der Bitte um eine Gegenleistung. Die Staatsanwaltschaft kümmert sich um den Fall, das hat eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig nach Angaben der Bild bestätigt. Demnach wurde bereits der Computer des Lehrers ausgewertet. Dieser hat wohl erstmal Urlaub genommen.

lg

Rubriklistenbild: © dpa

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