Durch Wasserwalze gespült: Junger Mann stirbt in der Isar

Durch Wasserwalze gespült: Junger Mann stirbt in der Isar
+
Die Kölner Uni

„Leichen-Skandal“: Uni Köln entschuldigt sich

Köln - Verschimmelte Leichen oder Leichenteile, die nicht mehr zuzuordnen waren - die Universität Köln hat sich jetzt für die chaotischen Zustände an ihrem anatomischen Institut entschuldigt.

Eine Untersuchung habe „nicht hinnehmbare Missstände im Umgang mit den Körperspenden“ ergeben, sagte Universitätsrektor Axel Freimuth am Donnerstag. Es geht dabei um Leichen, die zum Beispiel in der Ausbildung von Medizinstudenten eingesetzt werden.

Die chaotischen Zustände waren einige Monate nach der Pensionierung des Institutsleiters bekannt geworden. Nachdem bundesweit darüber berichtet worden war, nahm sich der 66-jährige Professor im Februar dieses Jahres das Leben. Freimuth sagte nun, die Verantwortung liege auf vielen Schultern und könne nicht eindeutig zugeordnet werden, weshalb es auch keine personellen Konsequenzen geben werde. Es sei ein „Systemversagen“ festzustellen, und dies über viele Jahre hinweg.

Freimuth berichtete, dass unter anderem zehn Särge Leichenteile enthielten, die nicht mehr zugeordnet werden konnten. Drei Särge trugen Nummern von Leichen, die nach Aktenlage bereits bestattet worden waren. Viele Leichen befanden sich durch Austrocknung und Schimmelbefall in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht mehr verwendbar waren. „Dies ist damit zu erklären, dass die Leichen in ungeeigneter Weise, insbesondere ohne Tiefkühlung, gelagert worden waren.“ Auch seien menschliche Präparate in unwürdiger Weise gelagert worden. Um wie viele Leichen es insgesamt gehe, könne nicht mehr ermittelt werden. Freimuth versicherte: „Die beschriebenen Missstände sind mittlerweile vollständig beseitigt.“

Der externe Gutachter, Prof. Reinhard Putz aus München, warb am Donnerstag auch um Verständnis für die Probleme eines so großen Ausbildungsbetriebs, der ständig Leichen nutzen müsse. Er beschrieb den ehemaligen Institutsleiter als großartigen Wissenschaftler und ebenso charismatischen wie beliebten Lehrer. Die Missstände seien wohl auch dadurch zu erklären, dass sich jahrelang niemand richtig zuständig gefühlt habe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fliegende Händler verkaufen Ekel-Snacks an Urlauber
Da wird einem richtig schlecht. In Barcelona haben fliegende Händler Snacks verkauft, die sich jetzt als ziemlich ekelig herausgestellt haben. 
Fliegende Händler verkaufen Ekel-Snacks an Urlauber
Big Ben verstummt vielleicht doch nicht jahrelang
Zukünftige Londonreisende werden diese Nachricht noch verdauen: Die weltberühmten Glocken von Big Ben sollen eine Zeit lang wegen Bauarbeiten nicht läuten. Vielleicht …
Big Ben verstummt vielleicht doch nicht jahrelang
Lotto am Mittwoch vom 16.08.2017: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen
Lotto vom 16.08.2017: Hier erfahren Sie, welche Gewinnzahlen am Mittwoch gezogen worden sind. Im Jackpot ist eine Million Euro.
Lotto am Mittwoch vom 16.08.2017: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen
Tödliche Selfies: Baby-Delfin stirbt am Strand in Spanien
Ein Baby-Delfin verirrt sich am Strand von Almería ins flache Wasser und bezahlt dafür mit seinem Leben. Nicht, weil das Junge an Land gespült wurde. Sondern weil …
Tödliche Selfies: Baby-Delfin stirbt am Strand in Spanien

Kommentare