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Spaziergänger hatten die Leichenteile in einer Plastiktüte entdeckt.

Polizei hat Theorie

Leichenteile in Plastiktüte: Spur führt zu ungelöstem Mord

Hannover - Grausiger Fund: Ein Paar stößt bei einem Spazigergang am See auf eine Tüte mit Leichenteilen. Jetzt prüfen die Ermittler mögliche Verbindungen zu einem ungelösten Mord.

Die am Montag von Spaziergängern entdeckten sterblichen Überreste eines Manns könnten mit dem Fall des im August vergangenen Jahres getöteten Bernd M. in Zusammenhang stehen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit.

Bis heute unbekannte Täter hatten den 70-Jährigen Mann aus Hannover in seiner Wohnung getötet und dessen zerstückelte Leiche in Plastiksäcken in Gewässer geworfen. Anfang August 2015 wurden solche Säcke im Mittellandkanal entdeckt - einige Kilometer vom Wietzesee entfernt, in dem der nun gefundene Sack schwamm.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge starb der 70-Jährige am 28. Juli 2015 in seiner Wohnung durch stumpfe Gewalt. Eine anonyme Zeugin hatte zuvor laut Polizei einen Streit zwischen dem am Fenster seiner Wohnung sitzenden M. und zwei Unbekannten beobachtet.

"Wir müssen derzeit mit einer Bewertung zwar noch vorsichtig sein", sagte Staatsanwalt Klinge. "Es ist aber auffällig, dass genau die wesentlichen Teile, die damals fehlten, jetzt gefunden wurden."

Klarheit sollen nach Angaben der Ermittler weitere rechtsmedizinische Untersuchungen bringen, insbesondere ein DNA-Test. Diese würden in den kommenden Tagen vorgenommen, erklärten sie. Bereits am Montag hatten sie nach einer ersten Untersuchung des Funds mitgeteilt, die Leichenteile hätten anscheinend bereits seit längerer Zeit im Wasser gelegen.

Ein Paar im Alter von 30 und 32 Jahren hatte den Plastiksack beim Spazierengehen mit seinen Hunden entdeckt. Die beiden alarmierten die Polizei. Beamte sperrten den Fundort ab und suchten nach weiteren Leichenteilen. Was für Körperteile genau entdeckt wurden, wollte der Polizeisprecher nicht sagen.   

dpa/afp

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