+
KVB-Fahrer Manfred Fenger ist genervt von leichtsinnigen Passanten.

Leichtsinn an den Gleisen

U-Bahn-Fahrer platzt auf Facebook der Kragen

  • schließen

Köln/München - In einem Facebook-Post hat ein Kölner U-Bahnfahrer seiner Wut über unvorsichtige Passanten Luft gemacht. Auch in München passieren so immer wieder Unfälle.

Gerade während des Oktoberfestes stoppt die Münchner U-, S- oder Tram-Bahn oft, weil Passanten auf den Gleisen gelandet sind. Durch leichtsinniges Verhalten passieren immer wieder teils tödliche Unfälle. In weniger schlimmen Fällen muss die Bahn halten, und es kommt zu Verzögerungen. Das nervt nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Bahn-Fahrer.

U-Bahnfahrer in Köln haben selbes Problem

Dieses Problem kennen wohl auch die Kölner Verkehrs-Betriebe, denn ein U-Bahnfahrer aus Köln hat seiner Wut jetzt Luft gemacht. Auf der Facebook-Seite der KVB postete der Fahrer Manfred Fenger ein Foto von einem Krankenwagen-Einsatz an einer Verkehrsschranke.

Passanten beachten Signale nicht

"Diese Bilder will keiner sehen", beginnt der zugehörige Kommentar. Manfred Fenger richtet sich darin an alle "Fahrgäste, Fußgänger, Jogger, Radfahrer, Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer im öffentlichen Raum." Er fragt, warum so viele Passanten nicht auf die Warnsignale der Züge achten würden oder sie sogar bewusst ignorieren. Dabei seien die Signale doch zum Schutz der Passanten da.

Mit viel Ironie gegen den Leichtsinn

Der Post von Manfred Fenger ist gespickt mit ironischen Vergleichen. So weist er darauf hin, dass eine rote Ampel mitnichten einen Pokemon-Go-Spielpunkt markiere. Dass rote Leuchtsignale im Gehweg nicht dazu da sind, um die Bahn-Fahrer wachzuhalten. Oder dass die kleinen Bahn-Symbole auf den Fußgängerwegen keine "Streetart- Künstlerdesign-Werbung oder Paniniklebeaktion" seien. Die Bahnfahrer würden auch niemanden belästigen wollen "mit Hupen, Bimmeln und rotem Bling Bling." Alle diese Symbole seien dazu da, die Passanten vor Gefahr zu warnen. Dass viele so genervt auf die Warnsignale reagierten, ärgere Manfred Fenger, und er bittet mit seinem Post um mehr Vorsicht und Verständnis für die Bahn-Fahrer.

MVG zeigt Videos zu richtigem Verhalten

Auch die Münchner Bahn-Fahrer würden sich sicher freuen, wenn Passanten vorsichtiger auf Warnsignale reagieren würden - nicht wegen Kleingeld auf die Schienen steigen würden - nicht vor anfahrende Busse laufen würden - bei dem Signal "Bitte zurückbleiben" nicht mehr in die Bahn springen würden. Erst vor knapp einer Woche hat die MVG deshalb Videos in den Münchner Stationen geschaltet, die die Fahrgäste darüber aufklären sollen, wie solche Vorfälle vermieden werden können. 

Bleibt zu hoffen, dass die Videos der MVG oder der Facebook-Post aus Köln so viele Menschen erreichen, dass in Zukunft weniger Unfälle durch leichtsinniges Verhalten einzelner Passanten verursacht werden.

rs

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Verspätungen, Flugausfälle und wenig Information: Gravierende Computer-Probleme haben Kunden von British Airways am Wochenende die Reisepläne durchkreuzt. Wut und …
Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Privatjet von Elvis versteigert
Das Höchstgebot für das fluguntaugliche Liebhaberstück mit ramponiertem Cockpit und ohne Triebwerke lag nach Angaben des Auktionshauses GWS Auctions im kalifornischen …
Privatjet von Elvis versteigert
Nach Hitze-Wochenende: Wetterdienst warnt vor heftigen Gewittern
Nach dem sonnigen Wochenende mit traumhaftem Sommer-Feeling wird das Wetter in den kommenden Tagen unbeständig mit Schauern und Gewittern.
Nach Hitze-Wochenende: Wetterdienst warnt vor heftigen Gewittern
Bericht: Polizei hielt Vergewaltigungs-Notruf für Scherz
Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Eine Frau wird beim Campen mit ihrem Freund überfallen, der Täter hat eine Säge und vergewaltigt die Frau. Er wird …
Bericht: Polizei hielt Vergewaltigungs-Notruf für Scherz

Kommentare