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Nach dem Skandal um Baby Gammy ist die Leihmutterschaft in Thailand verboten.

Für drei Babys

Leihmutter-Skandal: Japaner erhält Sorgerecht

Bangkok - Einem jungen Japaner, der in Thailand zwölf Babys von Leihmüttern austragen ließ, ist das Sorgerecht für drei der Kinder zugesprochen worden.

Der sonderbare Fall eines wohlhabenden Japaners, der von Leihmüttern in Thailand zwölf Babys zur Welt bringen ließ, ist um eine Wendung reicher. Der 24-Jährige habe die Behörden des südostasiatischen Landes darauf verklagt, ihm die Kinder zu übergeben, berichtete die Zeitung Bangkok Post am Mittwoch. Die Jungen und Mädchen befinden sich derzeit in der Obhut eines Heimes.

Der junge Japaner werde nun als Erziehungsberechtigter dreier Babys anerkannt, bestätigte ein Sprecher des Zentralen Familiengerichts am Freitag. Im Fall der anderen neun Kinder gibt es demnach keine laufenden Verfahren.

Japaner wollte 100 bis 1000 Babys zeugen

Der Leihmutter-Skandal hatte im Sommer 2014 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. In einer Wohnung in Bangkok entdeckte die Polizei damals mehrere Babys mit Kindermädchen. DNA-Tests ergaben, dass der Japaner der Vater ist. Den Ermittlungen zufolge hatte er die Kinder mit Hilfe von Eizellenspenderinnen künstlich gezeugt und Leihmütter dafür bezahlt, sie auszutragen. Nach dem Fund war er nach Japan geflohen.

Die thailändische Polizei leitete Ermittlungen wegen Menschenhandels ein. Nach Angaben einer Leihmutter-Agentur wollte der Japaner 100 bis 1000 Babys zeugen. Thailand hatte nach diesem Fall sowie dem Skandal um Baby Gammy kommerzielle Leihmuttergeschäfte verboten. Der Junge mit Down-Syndrom und Herzfehler war von seinen australischen Eltern bei der Leihmutter in Thailand zurückgelassen worden.

dpa

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