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Libanon-Geberkonferenz soll 500 Millionen Dollar bringen

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- Stockholm/Beirut - In Stockholm beraten heute Vertreter von 60 Regierungen und internationalen Organisationen über Hilfsmaßnahmen für den vom Nahost-Krieg im Sommer stark zerstörten Libanon. Nach Angaben der schwedischen Regierung werden Hilfszusagen über etwa 500 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) erwartet.

Die EU-Kommission kündigte unmittelbar vor der Konferenz die Bereitstellung von 42 Millionen Euro an. Wie aus Stockholm verlautete, geht es nun vor allem um die schnelle Bereitstellung von Geldern für erste Instandsetzungen von Schulen und Notunterkünften. Umstritten ist bei der Konferenz die Beteiligung der radikalislamischen Hisbollah. Israel wurde von den schwedischen Veranstaltern nicht zu der Konferenz eingeladen.

Die libanesische Regierung verspricht jeder Familie, deren Haus im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz zerstört wurde, je 33 000 Dollar (23 400 Euro) Entschädigung. Insgesamt seien 130 000 Wohnungen beschädigt oder zerstört worden, davon 50 000 in den südlichen Vororten Beiruts, sagte Ministerpräsident Fuad Siniora am Mittwoch vor seiner Abreise der Hilfskonferenz.

Er werde die Konferenzteilnehmer bitten, den Wiederaufbau von 38 Dörfern im Südlibanon zu unterstützen. Zudem werde er dazu aufrufen, den obdachlos gewordenen Libanesen Wohnwagen als vorübergehende Unterkunft zur Verfügung zu stellen, kündigte Siniora an. Der Ministerpräsident wies Kritik zurück, die Regierung sei den Bürgern zu langsam zu Hilfe gekommen. «Die Regierung nimmt ihre Verantwortung wahr (...) und wird das Äußerste tun, die öffentliche Dienste zu verbessern», sagte Siniora in Beirut.

Die Kriegsschäden werden von der libanesischen Regierung auf insgesamt 3,6 Milliarden Dollar (2,8 Mrd. Euro) geschätzt.

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