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Rund 1000 Menschen warten in Misrata auf Rettung.

Libyen: 1000 Menschen warten auf Evakuierung

Misrata - Verzweifelt warten in der Hafenstadt Misrate rund 1000 Menschen auf ihre Evakuierung. Die Nato hat den Hafen - als einzige Ausreisemöglichkeit - aber noch nicht für freigegeben.

Die Nato wolle zunächst die Hafeneinfahrt von Minen räumen, erklärte Jumbe Omari Jumbe, Sprecher der Organisation für Migration (IOM), am Dienstag in Genf.  Dies könnte bis Dienstagabend abgeschlossen sein, so dass ab Mittwoch eine Evakuierung möglich werde, sagte der Sprecher.

Ein Schiff der IOM kann nicht in den Hafen einlaufen und liegt seit dem 30. April vor der Stadt vor Anker. Unter den verzweifelten Menschen sind auch 33 Journalisten.  Zu den rund 1000 Menschen, die das Schiff erwarteten, gehörten auch 71 Frauen und Kinder sowie etliche Schwerverletzte. Zwei Menschen seien bereits gestorben, weil sie keine medizinische Hilfe mehr erhalten hätten.

Am vergangenen Wochenende sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 8000 Menschen aus den Bergregionen Westlibyens nach Tunesien geflüchtet, davon die meisten Berber. Auch unter ihnen seien viele Frauen und Kinder, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards in Genf. Ihre Lage sei besonders bedrohlich, da ein Sandsturm in der Region gewütet und Hunderte von Zelten sowie zwei Lagerhäuser zerstört habe.

dpa

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