Gaddafi ruft zum Marsch auf Bengasi auf

Tripolis - Nachdem seine Panzer auf dem Weg nach Bengasi von der französischen Luftwaffe zerstört wurden, will der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi nun Tausende seiner Anhänger dort hinmarschieren lassen.

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Die staatliche Nachrichtenagentur Jana meldete in der Nacht zum Montag, Gaddafi habe sich mit Mitgliedern eines Volkskomitees getroffen, um diesen “grünen Marsch“ nach Bengasi zu organisieren. Die “Demonstranten“, zu denen Abgeordnete der verschiedenenStämme des Landes gehören sollten, würden sich “mit Olivenzweigen in der Hand“ in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen, hieß es. Sie würden jedoch von bewaffneten Bürgern begleitet, da die andere Seite ebenfalls bewaffnet sei. Ziel dieser Demonstration sei es, die Pläne der Ausländer zu durchkreuzen, die Libyen zersplittern und ausplündern wollten. Bengasi ist die größte Stadt, die von den Aufständischen kontrolliert wird.

Trittin befürchtet langen Militäreinsatz in Libyen

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin glaubt nicht an eine schnelle Beilegung des Libyen-Konfliktes. “Wir stehen am Anfang eines wahrscheinlich langwierigen militärischen Engagements. Es wird keine schnelle Lösung geben“, sagte Trittin am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. Noch nie sei in einem solchen Konflikt etwas durch Luftschläge entschieden worden. Entweder man schicke Bodentruppen oder man werde sich letztlich mit Machthaber Muammar al Gaddafi in irgendeiner Form verständigen müssen. Offenbar seien solche Diskussionen auch Hintergrund für die Differenzen innerhalb der NATO.

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

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Trittin kritisierte erneut die Enthaltung der Bundesregierung im UN-Sicherheitsrat zu Libyen. Zwar teile er mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP), dass die Pläne der militärischen Intervention nicht zu Ende gedacht seine. Man könne seine Haltung aber anders ausdrücken als durch eine Enthaltung. Die Bundesregierung hätte zustimmen und ihre Bedenken durch einen Anhang zur Resolution ausdrücken können. Letztlich würden verschärfte Sanktionen bis hin zu einem kompletten Wirtschaftsembargo und nicht Bombardements den Konflikt entscheiden, sagte Trittin.

dpa/dapd

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