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"Du sollst nicht stehlen" lautet die Botschaft der Lichtprojektion am Limburger Dom.

"Du sollst nicht stehlen"

Lichtprojektion gegen Limburger Protz-Bischof

Limburg - Mit einer Lichtprojektion auf den Limburger Dom hat der Lichtkünstler Oliver Bienkowski gegen die explodierenden Baukosten für den neuen Amtssitz des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst protestiert.

In Anspielung auf die zehn Gebote projizierte Bienkowski am Dienstagabend die Worte „Du sollst nicht stehlen“ und eine Karikatur des Bischofs auf das Domportal. Er habe in der Zeitung von den hohen Mehrkosten für den neuen Bischofssitz gelesen und angesichts der Ungerechtigkeit ein Zeichen setzen wollen, sagte Bienkowski. In Afrika hungerten die Menschen - in Limburg hingegen würden 31 Millionen Euro für einen Privatbau ausgegeben.

Bischof ist "krank oder ein raffinierter Betrüger"

Jochen Riebel vom Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls in Limburg hat den Umgang des Bischofs mit den Baukosten für seinen neuen Dienst- und Wohnsitz scharf kritisiert. „Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist“, sagte der frühere Leiter der hessischen Staatskanzlei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch).

Obwohl der Vermögensverwaltungsrat den Bischof mehrfach dazu aufgefordert habe, habe Tebartz-van Elst weder Haushalte für 2012 und 2013 noch Einzelprojekte zur Genehmigung vorgelegt, wie es seine Pflicht gewesen wäre, sagte Riebel. Das umstrittene Bauprojekt auf dem Limburger Domberg sei daher bis auf eine Anfinanzierung von 600 000 oder allenfalls 800 000 Euro nicht genehmigt gewesen.

Frage nach den Konsequenzen

Riebel zeigte kein Verständnis für die Ausführung der Bauten, die sich nach einer jüngsten Kostenrechnung auf rund 31 Millionen Euro summieren. „Ein normal denkender Mensch veranlasst solche Ausgaben, wie wir sie vorgelegt bekommen haben, nicht.“ Auf die Frage, welche Konsequenzen Tebartz-van Elst ziehen sollte, antwortete er: „Wenn der Bischof ein Ehrenmann wäre, wäre die Entscheidung klar.“

dpa

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