Lidl Aurich
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Der Großbrand eines Lidl-Marktes in Aurich (Niedersachsen) hat am Dienstag nach ersten Schätzungen einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.

Verheerender Brand

Lidl-Brand: Elf-Stunden-Feuerwehr-Einsatz unter schwierigen Bedingungen - „Ihr seid Helden“

  • Armin T. Linder
    vonArmin T. Linder
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Bei einer Lidl-Filiale in Niedersachsen ist es zu einem Großfeuer gekommen. Der Brand stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

  • In Aurich (Niedersachsen) kam es zum Großbrand einer Lidl-Filiale.
  • Der Markt ist eingestürzt, die Schadenshöhe ist nach ersten Schätzungen siebenstellig.
  • Der Einsatz dauerte elf Stunden - und war danach nicht beendet.

Aurich - Furchtbares Feuer in Aurich (Niedersachsen): In der ostfriesischen Stadt ist ein Brand in einer Lidl-Filiale ausgebrochen. Zu diesem kam es in den Morgenstunden des 9. Februar (Dienstag), wie die örtliche Polizei mitteilt. Die Einsatzkräfte wurden gegen 6 Uhr alarmiert.

Das Feuer dehnte sich zu einem Vollbrand aus und brachte das Gebäude zum Einstürzen. Fotos, die von der Freiwilligen Feuerwehr Aurich bei Facebook und Instagram* gepostet wurden, zeigen, dass nicht mehr viel von der Lidl-Filiale übrig ist. Auch ein großes Lidl-Schild ist am Boden zu sehen.

Lidl-Brand in Niedersachsen: Schaden siebenstellig laut erster Schätzung

Schon am Donnerstagmittag lautete die erste Schätzung laut Polizeimitteilung, dass der Schaden im siebenstelligen Bereich liege - also bei mehr als einer Million. „Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen“, hieß es in der ersten Mitteilung. Verletzt wurde laut ersten Erkenntnissen zum Glück niemand, wie ein Polizeisprecher laut kreiszeitung.de* sagte. Anwohner wurden über Katwarn alarmiert und angehalten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. 

Die Freiwillige Feuerwehr in Aurich gab am 10. Februar (Mittwoch) zusätzliche Details in einem Einsatzbericht auf ihrer Homepage bekannt. Auch darüber, wie kompliziert sich der Einsatz gestaltete. „Die spezielle Bauweise der Dachkonstruktion, bestehend aus sogenannten Nagelplattenbindern, begünstigte einen rasanten Brandverlauf und den schnellen Einsturz des Daches“, heißt es von Seiten der Feuerwehr. „Aus diesem Grund befand sich der Discounter bereits wenige Minuten nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in Vollbrand und machte eine Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes unmöglich.“

Schon kurz nach dem Alarm hatten die Auricher Unterstützung durch die Feuerwehren aus Wallinghausen und Haxtum sowie eine zusätzliche Drehleiter der Feuerwehr Wiesmoor angefordert. Auch eine Drohne kam zum Einsatz, um Glutnester zu entdecken und die Löscharbeiten abzustimmen.

Lidl-Brand in Niedersachsen: Nicht nur Kälte erschwert Einsatz

Nicht nur die Konstruktion des Lidl-Marktes stellte die Einsatzkräfte vor Schwierigkeiten. „Erschwert wurde der Einsatz durch die eisigen Temperaturen und das überfrierende Löschwasser. Seitens des Bauhofes der Stadt Aurich wurde umgehend Personal zur großflächigen Ausbringung von Streusalz eingesetzt“, schreibt die Feuerwehr.

Im Einsatz befanden sich Kräfte der Feuerwehren Aurich, Middels, Haxtum, Wallinghausen, Sandhorst, Tannenhausen, Wiesmoor und Wiesens. Darüber hinaus lieferte das DRK Aurich tatkräftige Unterstützung. Neben der Polizei waren außerdem auch Mitarbeiter der Stadt, des Landkreises Aurich, der Energieversorger sowie eine Spezialfirma zur Untersuchung und zum Schutz der Oberflächenentwässerung vor Ort.

Lidl-Brand in Niedersachsen: Einsatzkräfte erhalten Welle der Dankbarkeit

Bemerkenswert ist, wie die Menschen vor Ort zusammengeholfen haben: Die Feuerwehrler aus Aurich richten einen Dank an ein Unternehmen für Verpflegung, an mehrere weitere, weil diese ihre Räumlichkeiten und Sanitäranlagen zur Verfügung gestellt haben.

Den Einsatzkräften vor Ort ist die große Wertschätzung der Bevölkerung gewiss. „Ein Riesen-Dank an alle, die im Einsatz waren, ihr seid die besten“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Eine andere kommentiert: „Ihr seid unsere Helden! Mit nass gefrorenen Klamotten, freiwillig und ohne Bezahlung steht auf, wenn andere noch gemütlich in den Betten liegen, und danach, ab zur Arbeit ...“

Rund 120 Einsatzkräfte waren den offiziellen Berichten nach beteiligt - die Auricher Feuerwehrler waren am längsten dort: Etwa elf (!) Stunden nach dem Alarm konnten die örtlichen Feuerwehrkräfte nach den letzten Nachbereitungen erst die Brandstelle verlassen. Leider mussten einige mehrfach zurückkehren: Wie die Feuerwehr Aurich auf ihrer Homepage vermerkt, kam es am Donnerstag zu zwei weiteren Einsätzen beim abgebrannten Lidl-Markt, weil Glutnester abgelöscht werden mussten. Auch in Bayern kam es unlängst zu einem Brand mit großen Folgen. *tz.de und kreiszeitung.de sind Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (lin)

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