Polizeikontrolle eskaliert: Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit Beamten

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Luftbild vom Kernkraftwerk Emsland (KKE), aufgenommen im März 2011 in Lingen (Landkreis Emsland).

Jetzt wird nach dem Grund gesucht

Atomkraftwerk Emsland nach Zwischenfall abgeschaltet

Lingen - Wegen einer undichten Stelle in einer Leitung musste das Atomkraftwerk Emsland am Karfreitag kurzerhand abgeschaltet werden. Nun wird nach dem Grund für den Zwischenfall gesucht.

ach einem Zwischenfall ist das Atomkraftwerk Emsland in Lingen am Karfreitag abgeschaltet worden. Grund sei eine durch Messgeräte festgestellte Kleinstleckage, teilten der Betreiber und das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mit. Radioaktivität sei dabei aber nicht ausgetreten. Zunächst hatte es nur geheißen, der Reaktor werde zur Fehlersuche vom Netz genommen. Das Atomkraftwerk Emsland ging 1988 ans Netz, es wird von den Energiekonzernen RWE und Eon betrieben.

Nach Angaben von RWE befinde sich die Leckage vermutlich an einer sogenannten Probenahmeleitung des Primärkreises. „Mit der Vorrichtung wird kontinuierlich der Borgehalt im Reaktorkühlmittel überwacht“, hieß es weiter. Die Raumüberwachung habe im betroffenen Bereich des Kraftwerks eine „leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit“ angezeigt. Eine endgültige Ursachenklärung sowie daraus resultierende Maßnahmen könnten aber nur im abgeschalteten, drucklosen Zustand erfolgen.

Bis wann der Reaktor abgeschaltet und vom Netz getrennt bleibt, konnte zunächst niemand prognostizieren. „Über das weitere Vorgehen wird in Abstimmung mit dem Umweltministerium entschieden“, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. RWE betonte, es stehe noch nicht fest, ob das Vorkommnis überhaupt meldepflichtig sei.

In Niedersachsen sind derzeit noch zwei Atomkraftwerke am Netz: die Meiler Emsland in Lingen und Grohnde in Emmerthal bei Hameln. Das Kraftwerk Emsland soll 2022 als letzter niedersächsischer Atomreaktor abgeschaltet werden.

dpa

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