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Linksterrorist Weinrich freigesprochen

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- Berlin - Der bereits zu lebenslanger Haft verurteilte Terrorist Johannes Weinrich ist in einem weiteren Verfahren freigesprochen worden.

Das Landgericht Berlin hielt es am Montag für nicht erwiesen, dass Weinrich zu Beginn der achtziger Jahre an drei Sprengstoffanschlägen in Frankreich mit sechs Toten beteiligt war. Der 56-Jährige gilt als frühere rechte Hand des in Frankreich inhaftierten Terroristen «Carlos».

Richter Ralph Ehestädt sagte, die Beweise reichten zu einer Verurteilung nicht aus. Das Aktenmaterial sei unvollständig. Vermutungen oder Glauben reichten nicht für eine Verurteilung. Aus Sicht der Staatsanwalt war Weinrich verantwortlich für mehrere blutige Anschläge der «Carlos»-Bande, unter anderem ein Attentat 1982 in Paris und eines im Bahnhof von Marseille 1983. Die Anklage hatte lebenslange Haft wegen sechsfachen Mordes und 21fachen Mordversuchs gefordert.

Weinrich wurde bereits wegen des Anschlags auf das französische Kulturzentrum «Maison de France» 1983 in Berlin zu lebenslanger Haft verurteilt. Deshalb bleibt er im Gefängnis.

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