1860 trauert um „Atom-Otto“

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Das LKA Baden-Württemberg kann keine Ermittlungspanne erkennen.

LKA: Keine Panne bei Heilbronner Ermittlungen

Stuttgart - Bei den Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenmord hat es aus Sicht des baden-württembergischen Landeskriminalamts keine Panne gegeben. Doch warum wurde die Spur zu den Rechtsextremen nicht verfolgt?

“Es hat damals keine Hinweise auf ein Fluchtfahrzeug gegeben“, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag auf Anfrage. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hatte die Polizei bei der Fahndung nach den Mördern der Polizistin Michéle Kiesewetter in Heilbronn am Tattag im April 2007 ein Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus Ostdeutschland registriert . Der Mieter soll der 37-jährige Holger G. gewesen sein, der inzwischen als mutmaßlicher Unterstützer des Zwickauer Neonazi-Trios in Haft sitzt.

Details dazu bestätigte der LKA-Sprecher nicht. Auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Der LKA-Sprecher erklärte, nach dem Mord an der Polizistin habe es eine große Fahndung in Heilbronn gegeben. Dabei seien zahlreiche Fahrzeuge samt Kennzeichen registriert worden. “Das war eine polizeiliche Standardmaßnahme.“ Einen Verdacht habe es aber damals nicht gegeben. Jetzt - viereinhalb Jahre später - würden die Zusammenhänge geprüft, nachdem sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vom Neonazi-Trio vor knapp zwei Wochen in einem Wohnmobil bei Eisenach in Thüringen erschossen hatten.

dpa

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