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Der US-amerikanische Schwimm-Olympiasieger Ryan Lochte hatte vorgegeben, an der Tankstelle überfallen worden zu sein. Das stellte sich aber als dreiste Lüge heraus.

Highlight bei Rio-Stadttouren

Lochtes „Randale“-Tankstelle“ wird Touristenattraktion

Rio de Janeiro - Die Tankstelle in Rio de Janeiro, wo Schwimm-Olympiasieger Ryan Lochte nach durchzechter Nacht randaliert hat, wird immer mehr zu einer Touristenattraktion.

Wie das Portal „O Globo“ am Sonntag berichtete, wurde neben Cristo, Copacabana und Zuckerhut auch ein Besuch der Tankstelle in das Programm eines auf US-Touristen spezialisierten Anbieters von Rio-Stadttouren aufgenommen.

Mitarbeiter der Tankstelle im Stadtteil Barra berichten zudem von Touristen, die auf eigene Faust vorbeischauten - sehr gefragt seien Selfies mit der Wand, von der Lochte ein Werbeschild heruntergrissen haben soll. Der Schwimmstar soll in Brasilien wegen Falschaussage angeklagt werden, es ist aber unklar, ob er zu einem Prozess erscheinen wird.

Er und drei Schwimmer-Kollegen hatten nach einer Party bei der Fahrt zurück in das Olympische Dorf mit einem Taxi an der Tankstelle gestoppt. Nach Darstellung der brasilianischen Polizei urinierten mehrere Schwimmer hinter der Tankstelle. Lochte habe zudem randaliert. Sicherheitsleute stellten danach die Sportler, die nach eigenen Angaben den Brasilianern etwas Geld als Entschädigung gaben.

Der 32-Jährige Lochte hatte behauptet, er und die Teamkollegen seien überfallen worden. Aufnahmen einer Überwachungskamera belegten jedoch, dass der Raubüberfall erfunden war. Lochte verlor nach dem Zwischenfall mehrere Sponsoren.

dpa

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