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Lockdown-Ende in Österreich - Medien attestieren Öffnungschaos

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Von: Martina Lippl

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In Österreich ist der allgemeine Lockdown zu Ende. Mit den Öffnungen wird das Land jedoch zum sprichwörtlichen Flickenteppich.

Wien - Nach drei Wochen ist der Corona-Lockdown in Österreich an diesem Sonntag beendet worden. Für Geimpfte und Genesene fallen Ausgangsbeschränkungen wieder weg. Gastronomie und Handel sperren wieder auf, doch die Lockerungen fallen unterschiedlich aus. Von einem Öffnungschaos ist in österreichischen Medien zu lesen. Die Regelungen seien zu kompliziert. Es gibt nämlich sogenannte österreichweite „Mindeststandards“ - die tatsächlichen Öffnungsschritte hängen jedoch vom Bundesland ab.

Österreich: Burgenland, Tirol und Vorarlberg sperren auf

Burgenland, Tirol und Vorarlberg gehören zu den Frühstartern. Gastronomie sowie Hotels und Handel dürfen aufsperren. Cafés und Restaurants sowie Friseure dürfen wieder Kunden mit 2G-Nachweis bedienen.

Wien - Schlusslicht in Österreich

In Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich bleiben die Gastronomie und Beherbergung-Beschränkungen noch bis zum 17. Dezember in Kraft. In Wien bleiben die Lokale noch bis zum 20. Dezember geschlossen.

Corona in Österreich: Diese „Mindeststandards“ gelten landesweit

Österreich hat für die Zeit nach dem allgemeinen Lockdown Eckpfeiler bei den Regelungen vorgegeben: Handel, Hotels, Kultur, Sport und Gastronomie dürfen aufsperren. Es gibt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Die Nachtgastronomie bleibt zu. Es gibt ein generelles Verbot von Après-Ski, Barbetrieb und Stehgastronomie.

Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Weihnachtseinkäufe sind nur für Geimpfte und Genesene möglich. Ein Friseurbesuch ist nur mit 2G-Nachweis möglich. An Schulen gelten die aktuellen Maßnahmen bis Weihnachten. Danach werden die Ferien verlängert. Schulstart ist erst am 10. Januar.

Österreich: Das ist bei Hochzeitsfeiern und Skirennen erlaubt

Private Treffen sind wieder erlaubt. Allerdings sind, laut Bundesgesundheitsministerium, für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern sowie Weihnachtsfeiern, wenn diese „indoor“ ohne zugewiesene Sitzplätze stattfinden, nur maximal 25 Personen erlaubt. Es gilt eine FFP-2-Maskenpflicht und 2G. Gibt es zugewiesene Sitzplätze, dürfen maximal 2.000 Personen etwa in ein Theater. Am Sitzplatz muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Outdoor sind ohne fixe Sitzplätze eine Höchstzahl von 300, mit zugewiesenen Sitzplätzen 4.000 Personen möglich. Zutritt natürlich jeweils nur mit 2G-Nachweis. Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Generell müssen Veranstalter und Betreiber einen „COVID-19-Beauftragten zu ernennen sowie ein COVID-19 Präventionskonzept“ erstellen, heißt es auf der Webseite des österreichischen Gesundheitsministeriums. Auch Kontaktdaten müssen erhoben werden. Veranstaltungen ab 250 Teilnehmern müssen bewilligt werden.

Ab dem 1. Februar gilt in Österreich eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Seit Verkündung dieser Regel haben die Proteste gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder deutlich zugenommen. Am vergangenen Wochenende demonstrierten in Wien ebenfalls mehr als 40.000 Menschen.

Corona-Lage in Österreich: Inzidenz unter 400

In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 367,5 laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Am 1. Dezember lag die Inzidenz österreichweit noch bei 780,6. In Vorarlberg ist die Inzidenz mit 693,6 derzeit am höchsten. Am niedrigsten ist der Wert in Wien (257,3). Zum Vergleich: In Deutschland ist die 7-Tage-Inzidenz an diesem Sonntag erstmals unter 400 gesunken.

In den vergangenen 24 Stunden sind 4.460 Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet worden. Das meldete das österreichische Gesundheits- und das Innenministerium am Sonntag. Auf den Intensivstationen werden demnach derzeit 567 Covid-Patienten behandelt, 1.883 Corona-Fälle auf einer „Normalstation“. (ml/afp)

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