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Eine Tierärztin schoss mit einem Betäubungsgewehr auf die Löwin und entschärfte so die Situation.

Vorsorglich wird Park geräumt

Löwen brechen aus Gehege aus - Tierärztin greift ein

Baruth - Löwenjagd in der Mark Brandenburg: Zwei Raubtiere brechen aus ihrem Gehege aus. Von menschlichem Versagen ist die Rede. Vorsorglich wird der Park sofort geräumt.

Zwei ausgebrochene Löwen sind in einem Tierpark in Baruth südlich von Berlin von einem zweiten Sicherheitszaun und einer Tierärztin mit Betäubungsgewehr gestoppt worden. Der „Wildpark Johannismühle“ wurde vorsorglich geräumt, etwa 100 Besucher mussten das Gelände verlassen.

Der Löwe „Massai“ und die Löwin „Gretchen“ verließen ihr Gehege nach ersten Erkenntnissen durch eine Tür, wie die Polizei mitteilte. Die Geschäftsführung des Parks sprach von „menschlichem Versagen“. Der Ausbruch sei für den Park im ersten Moment ein „Schock“ gewesen, jedoch habe für Besucher zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Dieser Einschätzung schloss sich die Polizei an.

Die Polizei hatte bis zu zehn Streifenwagen im Einsatz. Knapp zwei Stunden nach dem Ausbruch, der die Tiere in ein nochmals stabil eingezäuntes Außengehege geführt hatte, betäubte eine Tierärztin die Löwin. „Kurz darauf ließ sich der Löwe durch Mitarbeiter des Wildparks dazu bewegen, selber auch in sein Gehege zurückzukehren.“

Die Löwin wurde in ihren Käfig getragen. Park-Geschäftsführer Julian Dorsch sagte, die beiden Tiere seien mit ihrer Situation „auch etwas überfordert“ gewesen. „Die haben zu keinem Zeitpunkt Aggressionen gezeigt. Sie wollten eigentlich nur zurück nach Hause.“

Im „Wildpark Johannismühle“ leben rund 500 Tiere, darunter Wölfe, Löwen, Braunbären, Auerochsen und Wildpferde. Jährlich kommen bis zu 70.000 Besucher in das rund 100 Hektar große Areal. Der Landkreis Teltow-Fläming erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Anlage regelmäßig vom Veterinäramt kontrolliert werde. „Die Veterinäre stellten bei allen Überprüfungen eine tierschutzgerechte Haltung fest“, erläuterte eine Sprecherin des Landkreises. Auch mit Blick auf die Sicherheit habe das Gehege bislang keinen Grund zur Beanstandung gegeben.

dpa

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