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Der Lokführer des vor wenigen Tagen in Spanien verunglückten Schnellzuges ist vorläufig wieder auf freiem Fuß.

Spanien

Lokführer nach Zugunglück wieder freigelassen

Santiago de Compostela - Der spanische Lokführer des Unglückszuges von Santiago de Compostela ist unter Auflagen freigelassen worden. Es bestehe keine Fluchtgefahr, entschied der Richter.

Gegen den Fahrer des entgleisten Zuges im Norden Spaniens wird nun offiziell wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Der Ermittlungsrichter Luis Alaez entließ den 52-jährigen Francisco José Garzón jedoch am späten Sonntagabend aus der Untersuchungshaft, ohne eine Kaution zu verlangen. In einer Mitteilung hieß es zur Begründung, es bestehe keine Fluchtgefahr und auch kein Risiko, dass der Verdächtige Beweismittel vernichten könnte.

Bei dem Unglück am Mittwochabend waren 79 Menschen ums Leben gekommen. Am (heutigen) Montag war ein Gedenkgottesdienst in Santiago de Compostela geplant, an dem neben Spitzenpolitikern auch die königliche Familie teilnehmen wollte.

Garzón muss den Angaben zufolge einmal pro Woche vor Gericht erscheinen und darf Spanien nicht ohne Erlaubnis verlassen. Seine Zugführerlizenz musste er nach der etwa zweistündigen Gerichtsanhörung vorläufig abgeben.

Der Lokführer war zuvor in einer Klinik behandelt worden. Den Ermittlungen zufolge fuhr der Schnellzug mit 223 Menschen an Bord doppelt so schnell wie erlaubt in die Kurve, wo er entgleiste und umstürzte.

Die Opferzahl war am Sonntag auf 79 gestiegen, nachdem ein US-Bürger seinen Verletzungen erlegen war. 70 Verletzte wurden am Wochenende noch immer in Krankenhäusern behandelt, 22 von ihnen befanden sich in einem ernsten Zustand.

AFP/AP

Schnellzug entgleist in Kurve - viele Tote

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