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Michael Adebolajo - hier bei einer Pro-Islam-Demo im Jahr 2007 - ist der Hauptverdächtige im Londonder Attentat.

Freund des Hauptverdächtigen verhaftet

Wollte MI5 den London-Attentäter anwerben?

London - Der britische Geheimdienst hat in der Vergangenheit versucht, einen der Terrorverdächtigen von London anzuwerben, behauptet ein Freund des Mannes. Er wurde festgenommen.

Gleich nach der Aufzeichnung des Gesprächs von Abu Nusaybah mit der BBC nahm die Polizei den Mann fest, der sich als Freund eines der beiden Hauptverdächtigen bezeichnete. Er verfüge über wichtige Hintergrundinformationen zu der Beil-Attacke auf den britischen Soldaten am Mittwoch, teilte die Polizei mit.

Nusaybahs Angaben zufolge hatte einer der beiden mutmaßlichen Täter, Michael Adebolajo, ihm von einer versuchten Anwerbung durch den MI5 erzählt, die dieser jedoch abgelehnt habe. Der Geheimdienst habe herausfinden wollen, ob er bestimmte Leute kenne, nachdem er von einem Aufenthalt in Kenia nach Großbritannien zurückgekehrt sei, erklärte er.

In Kenia sei Adebolajo von Sicherheitskräften festgehalten und gefoltert worden. Danach sei er mit radikal-islamischen Ideen zurück nach London gekommen. Für die Behauptungen gab es keine offizielle Bestätigung.

Wohnungen im Osten Londons würden durchsucht.

Attentat in London: Soldat auf offener Straße ermordet

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Der Mann hatte in dem Interview über den 28 Jahre alten Verdächtigen gesprochen, der nach der Tat am Mittwoch mit blutverschmierten Händen und einem Fleischerbeil in der Hand am Tatort in eine Handykamera gesprochen hatte. Dabei hatte er islamistische Parolen gerufen.

Der 28-Jährige und ein weiterer, 22 Jahre alter Hauptverdächtiger waren von der Polizei angeschossen worden und liegen weiter im Krankenhaus. Der 25 Jahre alte getötete Soldat war unter anderem in Afghanistan im Einsatz.

dpa/ap

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