+
Erste Fotos aus dem Grenfell Tower.

79 Tote bei Brand

London-Feuer: Hunderte Hochhäuser womöglich gefährlich

Alle Autoren
    schließen
  • Melanie Paukner
    Melanie Paukner
  • Florian Naumann
    Florian Naumann
  • Tobias Lorenz
    Tobias Lorenz

Ein Hochhaus im Zentrum von London stand in Flammen. 200 Feuerwehrleute kämpften Stunden gegen das Feuer. Die Londoner Polizei hat erste Fotos vom Inneren des Gebäudes veröffentlicht. Der Stand der Dinge im News-Blog.

  • Am Mittwoch, den 14. Juni 2017 stand in London ein 24-stöckiges Hochhaus in Flammen: der Grenfell Tower (Baujahr 1974) mit 120 Wohnungen.
  • Der erste Notruf ging um 0.54 Uhr Ortszeit ein, berichtet die Feuerwehr. Sechs Minuten später waren die Einsatzkräfte vor Ort.17
  • Laut neuesten Informationen der Polizei sollen mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen sein.
  • Von den 79 Verletzten befanden sich am Freitag noch 24 im Krankenhaus. Der Zustand von 12 soll kritisch sein.
  • Nach Informationen des Senders BBC sollen am Morgen noch Menschen im Gebäude eingeschlossen gewesen sein.
  • Mehr als 24 Stunden nach Ausbruch des Brandes stellten Einsatzkräfte die Suche nach Vermissten nun wegen Einsturzgefahr ein.
  • Brandursache steht fest: defekter Kühlschrank
  • Laut der britischen Regierung weisen noch hunderte andere Hochhäuser dieselben Sicherheitsmängel auf.

>>> AKTUALISIEREN <<<


12.22 Uhr: Die Brandursache steht fest. Laut der Londoner Polizei soll das verheerende Feuer durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst worden sein.

Die News vom 22. Juni 2017 

14.15 Uhr: Eine Woche nach der Brandkatastrophe in London ist klar: Der Grenfell Tower ist kein Einzelfall. In zahlreichen Hochhäusern im Vereinigten Königreich ist der Schutz vor Feuer mangelhaft.

Die News vom 19. Juni 2017

13.39 Uhr: Rita Ora, James Blunt und Leona Lewis wollen den Opfern des Grenfell Towers helfen. Am Wochenende treffen sich diePop-Stars um gemeinsam einen Charity-Song aufzunehmen.

12.00 Uhr: Mit einer Schweigeminute um 11 Uhr (Ortszeit) gedenkt die Londoner Polizei allen Opfern und Betroffenen.

11.49 Uhr: Die Zahl der Toten und und für tot gehaltenen Vermissten ist auf 79 gestiegen. Dies teilte Stuart Cundy von Scotland Yard am Montag mit.

11.07 Uhr: Die Londoner Polizei hat erstmals Aufnahmen aus dem Inneren des ausgebrannten Hochhauses Grenfell Tower veröffentlicht. Sie sollen nach Aussagen von Stuart Cundy zeigen, was das Feuer angerichtet hat und verständlich machen, warum es noch Wochen dauert wird, bis alle Toten indentifiziert seien.

Hochhausbrand in London: So sieht es im Grenfell Tower aus

Das waren die News vom 18. Juni 2017

19.59 Uhr: Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan sieht als Ursache für die Brandkatastrophe am Londoner Grenfell Tower eine Serie von Fehlern bei den zuständigen Verantwortlichen. Das Inferno sei ein "vermeidbarer Unfall" gewesen, sagte Khan am Sonntag dem Sender BBC, nachdem er an einer Trauerzeremonie für die Opfer der Katastrophe teilgenommen hatte.

"Diese Tragödie ist die Folge von Fehlern und Nachlässigkeiten von Seiten der politischen Verantwortlichen, des Rathauses (im Bezirk) sowie der Regierung", sagte Khan.

Update vom 18. Juni13.10 Uhr: Die am Grenfell Tower benutzte brennbare Gebäudeverkleidung ist nach Auffassung des britischen Schatzkanzlers in Großbritannien verboten. Die strafrechtliche Untersuchung der Brandkatastrophe in dem Londoner Sozialbau solle nun prüfen, ob es bei der Renovierung des Hochhauses gesetzliche Verstöße gegeben habe, sagte Philip Hammond im BBC-Fernsehen am Sonntag.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan fordert den Abriss veralteter Hochhäuser aus den 60er und 70er Jahren, die heutigen Standards nicht mehr entsprächen.

12.12 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London sind noch 18 Verletzte im Krankenhaus. Neun davon befanden sich am Sonntag noch in kritischem Zustand, wie die britische Gesundheitsbehörde NHS mitteilte. Bei dem Feuer im Grenfell Tower im Stadtteil Kensington geht die britische Polizei derzeit von mindestens 58 Todesopfern aus. Die Zahl könne aber noch steigen, hieß es.

Das geschah am Samstag, den 17. Juni

16:39 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Toten auf vermutlich 58 gestiegen. Das teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt am Samstag auf Basis von Vermisstenmeldungen mit. 

16:33 Uhr: Nach der Brandkatastrophe von London haben Demonstranten im Regierungsviertel Westminister gegen Premierministerin Theresa May protestiert. Vor dem Eingangstor zur Downing Street Nummer 10, wo die britische Regierungschefin ihr Büro hat, hielten einige Teilnehmer Schilder mit dem Slogan hoch: „Trotzt der Tory-Herrschaft“. Sprechchöre riefen „Vorwärts, Jeremy Corbyn!“, um ihre Unterstützung für den Chef der oppositionellen Labour-Partei kundzutun. Schon am Freitagabend hatten wütende Menschen bei Protesten in der britischen Hauptstadt den Rücktritt der Premierministerin gefordert.

15.15 Uhr: Nach heftiger Kritik an der ersten Reaktion von Theresa May auf den Hochhausbrand von London empfängt die britische Premierministerin nun Überlebende der Katastrophe in ihrem Amtssitz in Downing Street. Verletzte Opfer des zerstörten Grenfell Tower, freiwillige Helfer und Vertreter der Gemeinde sollten bei dem Treffen am Samstagnachmittag dabei sein, teilte ein Sprecher Mays in der britischen Hauptstadt mit.

14.45 Uhr: Die Londoner Nahverkehrsbehörde TfL hat den Verkehr auf zwei U-Bahnstrecken im Westen der britischen Hauptstadt vorübergehend unterbrochen. Es gebe Sicherheitsbedenken in Verbindung mit dem ausgebrannten Gebäude in der Nähe, hieß es am Samstag. Die Schließungen seien auf Wunsch der Londoner Feuerwehr erfolgt. Betroffen waren demnach Abschnitte der Hammersmith and City Line sowie der Circle Line.

13.00 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May ist mit Regierungsmitgliedern zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Mit dem Treffen wolle sie dafür sorgen, dass „alles mögliche getan wird, um die Betroffenen der Tragödie von Grenfell zu unterstützen“, sagte ein Regierungssprecher. Später werde May in der Downing Street Opfer der Brandkatastrophe und freiwillige Helfer treffen.

Samstag, 17.06., 11.00 Uhr: Aktuell werden noch 19 Verletzte in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Zehn von ihnen befinden sich nach wie vor in kritischem Zustand, wie die Gesundheitsbehörde NHS mitteilte.

Freitag, 16.06., 18.40 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London haben sich wütende Demonstranten vor dem Rathaus im Bezirk Kensington und Chelsea versammelt. Hunderte Menschen kamen am späten Freitagnachmittag vor dem Gebäude zusammen und forderten Antworten von den Behörden im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe. Dutzende trommelten gegen die Scheiben und verlangten Einlass. Einige schafften es, in das Rathaus einzudringen, wo sich ihnen Polizisten und Sicherheitskräfte entgegenstellten.

Viele geben nach dem Unglück auch den Behörden eine Mitschuld. Die Organisatoren des Protests bemühten sich, die Menschen zu beruhigen. Bei dem Brand des Sozialbaus Grenfell Tower waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Es wird noch eine höhere Zahl an Todesopfern erwartet.

Als Antwort auf die Proteste veröffentlichte die Bezirksverwaltung von Kensington und Chelsea am Abend eine Stellungnahme. Darin sicherte sie den obdachlos gewordenen Bewohnern eine schnellstmögliche Umsiedlung innerhalb des Stadtteils zu. Finanzielle Hilfe für die Opfer sei bereits auf dem Weg. Die Behörde unterstütze zudem die Untersuchung der Brandursache und der erst vor kurzem vorgenommenen Renovierungsarbeiten an dem Sozialbau.

Freitag, 16.06., 16.35 Uhr: In einem ausführlichen Korrespondentenbericht der dpa schildern deren Berichterstatter die Lage vor Ort. Bei den Betroffenen der Katastrophe rückt immer mehr die Frage danach, wer Schuld an dem Brand hat in den Fokus.

Die britische Premierministerin Theresa May verlässt am Freitag in London das Chelsea and Westminster-Krankenhaus. Nach dem Hochhausbrand in London hat May Opfer des Unglücks besucht.

Freitag, 16.06., 15.25 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London hat die britische Premierministerin Theresa May Opfer des Unglücks im Krankenhaus besucht. May wollte später am Freitag ein Treffen mit Regierungsvertretern zu Hilfsmaßnahmen für die Opfer leiten. Die Premierministerin war zuvor heftig in die Kritik geraten, weil sie bei ihrem Besuch am Grenfell Tower am Donnerstag nicht mit Opfern des Unglücks gesprochen hatte. Der Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte derweil Betroffene getröstet. 

Freitag, 16.06., 15.15 Uhr:  Nach dem Feuer in einem 24 Stockwerke hohen Sozialbau in London geht die Polizei derzeit nicht von Brandstiftung aus. „Es gibt zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise darauf, dass das Feuer mit Absicht gelegt wurde“, sagte Stuart Cundy von Scotland Yard Reportern am Freitag. 

Freitag, 16.06., 14.10 Uhr: Die dpa hat den aktuellen Stand der Dinge in London zusammengefasst.

Freitag, 16.06., 13.45 Uhr: Die Trauer in London und dem ganzen Land ist nach der Katastrophe groß. In der Nähe des Hochhauses wurde eine Wand mit Nachrichten an die Vermissten und Toten eingerichtet, an der auch zahlreiche Fotos hängen. Zahlreiche Trauernde begeben sich dorthin. Unterdessen hat die Queen ein Sammellager für Überlebende des Unglücks besucht und mit Betroffenen gesprochen.

Bilder: Trauer in Großbritannien nach Hochhausbrand in London

Freitag, 16.06., 13.30 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Toten auf mindestens 30 gestiegen. Das teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt am Freitag mit.

Freitag, 16.06., 12.45 Uhr: Wie britische Medien berichten, sollen muslimische Bewohner des Hochhauses unter den ersten gewesen sein, die das Feuer bemerkten und halfen. „Wenn die jungen Muslime nicht gewesen wären, die aus den Moscheen kamen und sofort halfen, hätte es noch viel mehr Tote gegeben“, zitiert der Independent eine Betroffene. Weiterhin kritisierte die Frau, es würde nie berichtet, wenn Muslime einmal etwas Gutes täten. Laut dem Daily Mirror weckten einige junge Muslime die wegen des Ramadan noch wach waren ihre Nachbarn, indem sie an deren Fenster klopften. 

Eine Fotomontage der Nachrichtenagentur dpa zeigt die Entwicklung des Brandes im Grenfell Tower in London in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.

Freitag, 16.06., 12.20 Uhr:  Eine Fotomontage der dpa zeigt die Entwicklung des Brandes im Grenfell Tower in London in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.

Freitag, 16.06., 11.25 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London werden noch 24 Menschen in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Die Lage von 12 Patienten sei derzeit kritisch, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit.

Bei dem Feuer im Grenfell Tower im Stadtteil Kensington waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 17 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere werden noch vermisst.

Freitag, 16.06., 10.15 Uhr: Nach der Brandkatastrophe in London sollen alle Bewohner des Hochhauses bis zum Wochenende eine neue Wohnung erhalten. Das sagte Megan Hession von der Stadtverwaltung in Kensington und Chelsea am Freitag. Zahlreiche Menschen hatten auch die vergangene Nacht noch in Turnhallen und Hotels verbracht. Bei dem Feuer im Grenfell Tower waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere werden noch vermisst.

Freitag, 16.06., 9.30 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London haben Aktivisten zu einer Solidaritätskundgebung im Regierungsbezirk Westminster aufgerufen. Die Demonstration soll am frühen Abend vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist. Nach dem Unglück geben viele Bürger der britischen Regierung eine Mitschuld an dem Feuer im Grenfell Tower im Stadtteil Kensington, bei dem in der Nacht zum Mittwoch mindestens 17 Menschen ums Leben kamen. Auf Facebook hatten am Freitagmorgen schon 1800 Demonstranten ihre Teilnahme an der Kundgebung unter dem Motto „Justice for Grenfell!“ (Gerechtigkeit für Grenfell) angekündigt.

Freitag, 16.06.2017, 6.42 Uhr: Die Ermittler in London prüfen am Freitag, ob der Brand in dem Hochhaus möglicherweise absichtlich gelegt wurde. Alles dazu lesen Sie in diesem Artikel

21.25 Uhr: Ein Londoner Feuerwehrmann hat sich mit mehreren Tweets im Netz einen Namen gemacht. Der Mann, der seinem Account zufolge Mick heißt, veröffentlichte ein Bild seines Helmes, bevor er das brennende Hochhaus betrat. Der Beitrag machte schnell die Runde, zahlreiche Nutzer dankten ihm und seinen Kollegen für ihren Einsatz unter Lebensgefahr. Außerdem meldete sich das britische Boulevardblatt „The Sun“ und fragte Mick nach seiner Erlaubnis. Der erteilte dem Blatt aber eine deutliche Abfuhr. Mittlerweile wurde der Account allerdings gelöscht. 

12.57 Uhr: Nach dem Brand in einem Wohnhochhaus in London werden noch 37 Menschen in Krankenhäusern behandelt. 17 von ihnen seien in einem kritischen Zustand, teilte die britische Gesundheitsbehörde NHS am Donnerstag mit. Der ärztliche Direktor der Gesundheitsbehörde in London, Vinod Diwakar, sagte, die Kliniken hätten deutlich mehr zu tun als an normalen Tagen. Er rief die Londoner dazu auf, die Krankenhäuser nur im Ernstfall aufzusuchen.

12.21 Uhr: Der britische Prinz William, seine Frau Kate und sein Bruder Prinz Harry haben einem Zeitungsbericht zufolge für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe in London gespendet. Als Anwohner aus der Umgebung wollten sie unmittelbar ihre Unterstützung anbieten, sagte ein Sprecher des Kensington Palasts der Zeitung Evening Standard, die die Spenden sammelt. Der Kensington Palast liegt im gleichen Stadtteil wie der ausgebrannte Grenfell Tower. Beide Gebäude sind lediglich rund drei Kilometer voneinander entfernt. Auch die Queen hatte den Opfern am Donnerstag ihre Anteilnahme ausgedrückt.

12.15 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Wie die Londoner Polizei am Donnerstag weiter sagte, wird mit noch höheren Opferzahlen gerechnet. Bisher waren 12 Opfer bestätigt.

11.14 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May hat den ausgebrannten Grenfell Tower in West-London besucht. Auf Fotos war May zusammen mit Feuerwehrleuten zu sehen. Sie habe auch mit Bewohnern des Hochhauses gesprochen, die das Feuer überlebten, hieß es in britischen Medienberichten. Das Treffen sei privat gewesen, Journalisten durften sie nicht begleiten. Bereits am Mittwoch hatte May den Opfern der Brandkatastrophe ihre Anteilnahme ausgedrückt. Sie kündigte eine „sorgfältige Untersuchung“ an.

Die britische Premierministerin Theresa May (M) besichtigt am 15.06.2017 in London (Großbritannien) den ausgebrannten Grenfell Tower. Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London wird noch eine Reihe von Bewohnern des 24-stöckigen Grenfell Tower vermisst

10.54 Uhr: Die britische Königin Elizabeth II. hat den Opfern des verheerenden Hochhausbrands in London ihre Anteilnahme ausgedrückt. Ihre Gedanken und Gebete seien bei den Familien, die bei dem Feuer im Grenfell Tower Angehörige verloren hätten, und bei den vielen Menschen, die schwer verletzt im Krankenhaus lägen, teilte der Buckingham-Palast am Donnerstag mit. Es sei ermutigend, zu sehen, wie viele Freiwillige nun zur Hilfe kämen.

10.46 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May wird an diesem Donnerstag an dem ausgebrannten Grenfell Tower in West-London erwartet. Sie werde mit Rettungskräften sprechen und sicherstellen, dass diese alle Ressourcen hätten, um mit der Situation umzugehen, hieß es. Wann sie am Ort der Tragödie eintreffen sollte, war zunächst unbekannt. Am Nachmittag trifft sich May mit Vertretern der nordirischen Parteien in der Downing Street.

10.30 Uhr: Die Londoner Feuerwehr hat die Suche nach weiteren Opfern im ausgebrannten Hochhaus vorerst abgebrochen. Die Ränder des Gebäudes seien strukturell nicht sicher, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton am Donnerstag. „Ich schicke keine Feuerwehrleute da rein.“

Immer noch Brandnester im Gebäude

Am Morgen, mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers, kam noch immer Rauch aus dem Haus. Es gebe noch Brandnester, sagte Cotton. Die Feuerwehr habe alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Für eine gründlichere Suche müssten vor allem die oberen Stockwerke erst gesichert werden.

Bei dem Großbrand im Grenfell Tower im Stadtteil Kensington kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Die Zahl der Todesopfer dürfte sich nach Einschätzung von Scotland Yard weiter erhöhen.

Niemand wisse, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers in dem Sozialbau aufgehalten hätten, sagte Cotton. Dutzende, darunter ganze Familien, werden noch vermisst.

9.30 Uhr: Nach dem Hochhausbrand in London drängt in Deutschland die Berliner Feuerwehr auf schärfere Vorschriften beim Brandschutz auch für niedrigere Gebäude. Berlins Landesbranddirektor Wilfried Gräfling wies am Donnerstag im RBB-Inforadio darauf hin, dass bei Häusern mit einer Höhe von weniger als 22 Metern brennbares Dämmmaterial erlaubt sei. „Das bemängeln wir als Feuerwehr, weil wir da schon schlechte Erfahrungen gemacht haben - nicht hier in Berlin, aber schon in anderen Städten.“

Feuerwehr für feuersicheres Dämmmaterial

Bei Hochhäusern über 22 Metern sei ein solches Material nicht erlaubt, sagte Gräfling. Sie seien deshalb sicher. Die Berliner Feuerwehr versuche, „den Gesetzgeber dazu zu bewegen, dass er dieses brennbare Material als Dämmmaterial nicht mehr zulässt, sondern nur noch mineralisches Material, das nicht brennen kann und damit die Brandausbreitung über die Fassade nicht ermöglicht“. Die Feuerwehr finde aber nicht immer Gehör.

8.31 Uhr: Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London wird noch eine Reihe von Bewohnern des 24-stöckigen Grenfell Tower vermisst. Die Feuerwehr sucht in den Trümmern des Gebäudes nach weiteren Opfern. Bisher waren zwölf Tote bestätigt worden. Wie der Sender BBC am frühen Donnerstagmorgen meldete, loderten in einigen Wohnungen - mehr als 24 Stunden nach Ausbruch des Brandes - noch immer die Flammen. Die Feuerwehr leuchtete von einer Hebe-Plattform von außen in das Gebäude, berichtete eine Reporterin.

„Ich erwarte, dass die Zahl der Toten traurigerweise auf mehr als zwölf steigen wird“, sagte Stuart Cundy von der Londoner Polizei am Mittwochabend. Bei dem gewaltigen Brand im Zentrum Londons wurden 65 Menschen von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist unklar. In dem Gebäude mit 120 Wohnungen lebten britischen Medienberichten zufolge zwischen 400 und 600 Menschen.

7.47 Uhr: Kann so eine Katastrophe wie in London auch bei uns passieren, fragen sich viele Menschen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will jedenfalls die energetische Gebäudesanierung in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Es gibt Vermutungen, dass die Dämmung des Londoner Hochhauses zum schnellen Ausbreiten des Feuers beitrug.

6.36 Uhr: Die Ursache des Brandes im Grenfell Tower ist noch unbekannt. Aber Kritik an den Brandschutzmaßnahmen wird lauter. Bewohner des Hauses berichteten in britischen Medien, es habe in dem Haus keinen Feueralarm gegeben. Einige Mieter wurden demnach erst durch Rauchmelder in den Wohnungen wach. Das Gebäude wurde erst vor Kurzem modernisiert.

Die britische Feuerschutzvereinigung (FPA) schrieb in einer Stellungnahme, dass grundsätzlich einige Dämmmaterialien zu leicht entflammbar seien. Dadurch könne ein Brand vom Erdgeschoss eines Hochhauses bis zum Dach übergreifen. Ob das auch für den Grenfell Tower gelte, sei nicht klar.

6.33 Uhr: Wie viele Menschen nach der Brandkatastrophe in London noch vermisst ist, ist weiterhin unklar. Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, in der Nacht loderten immer noch Flammen in dem Gebäude.

6.30 Uhr: Nach der Brandkatastrophe in dem Londoner Hochhaus hat die britische Premierministerin Theresa May eine „sorgfältige Untersuchung“ angekündigt. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May am Mittwochabend.

Die Regierungschefin würdigte den Einsatz der Rettungskräfte und sprach den Betroffenen ihre Anteilnahme aus. „Heute Abend haben viele Menschen keinen Ort, wo sie hingehen können, sie haben absolut alles verloren. Ihnen zu helfen, muss für uns im Mittelpunkt stehen.“

Die Ereignisse vom Mittwoch

21.54 Uhr: Noch gibt es immer noch keine genauen Antworten auf die Frage, wie das Feuer ausgebrochen ist.  Ebenso gibt es immer noch keine eindeutige Zahl der Todesopfer - da muss man die offiziellen Meldungen von der Londoner Polizei abwarten.

21.13 Uhr: Im Inneren des Hochhaus müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben. Immer mehr Details von Einzelschicksalen kommen an die Öffentlichkeit. So soll sich offenbar eine Mutter, die offenbar vom Feuer eingeschlossen wurde, von ihren Kindern per Snapchat-Nachricht verabschiedet haben.

20.05 Uhr: Das abgebrannte Hochhaus ist nach Angaben der Feuerwehr nicht einsturzgefährdet. Spezialisten hätten den Sozialbau untersucht und für sicher befunden, sagten die Brandschützer in der britischen Hauptstadt am Mittwoch. Es bestehe keine Gefahr für die Feuerwehrleute, die noch am Abend mit

Löscharbeiten beschäftigt waren. Ein Sprecher hatte zuvor mitgeteilt, dass die Feuerwehr auch über Nacht im Einsatz bleibe. 

18.39 Uhr: „Leider erwarte ich nicht, dass es noch mehr Überlebende geben wird“, sagte Stuart Cundy von Scotland Yard Reportern am Mittwoch. Einige Menschen würden noch immer vermisst, so Cundy. Eine genaue Zahl nannte er nicht. Die Polizei rechnet nicht mehr damit, weitere Überlebende in dem Gebäude zu finden. Medienberichten zufolge sollen sich bis zu 600 Menschen in dem Sozialbau befunden haben, als das Feuer ausbrach.

18.25 Uhr:  Insgesamt 65 Menschen hat die Londoner Feuerwehr nach eigenen Angaben aus den Flammen gerettet. Inzwischen hätten die Brandschützer alle 24 Stockwerke des Gebäudes erreicht, so ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber Reportern.

18.09 Uhr: Die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. Nach jüngsten Angaben sindmindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die Opferzahl könne sich aber weiter erhöhen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.  

17.23 Uhr: 79 Verletze werden in Krankenhäusern behandelt, 18 von ihnen sind nach Angaben der Londoner Rettungskräfte in einem kritischem Zustand. Mindestens sechs Menschen sind bei dem Brand ums Leben gekommen.

Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers in dem Grenfell Tower aufgehalten haben, ist bislang unklar.

16.07 Uhr: Ein Zeichen der Trauer: Die Flagge des Vereinigten Königreiches - der Union Jack- weht vor dem Kensington Rathaus auf Halbmast, heißt es in einer Mitteilung des Stadtbezirks. 

Für Bewohner wurden, nach Angaben des Stadtbezirks Kensington und Chelsea mehrere Notfallzentren eingerichtet und die wichtigsten Infos auf einer Webseite zusammengestellt. Auch Fußballverein Fulham rief dazu auf, Kleidung und Spielzeug zu organisieren.

Teams der Feuerwehr suchen in dem abgebrannten Hochhaus immer noch nach Vermissten, wie ein Twitter-Video der London Fire Brigade demonstriert. 

15.54 Uhr: EinReporter des Fernsehsenders Sky News wird von Twitter-Nutzern heftig kritisiert, wie Merkur.de berichtet. In einem Interview mit einem geretteten Jungen machte er demnach einen sehr unbedachten Scherz. 

14.47 Uhr: Die britische Premierministerin Theresa May ist nach eigenen Worten „tief betroffen von den tragischen Todesfällen“ bei einem Hochhausbrand in London. Das teilte sie am Mittwoch in der britischen Hauptstadt mit.

Der Brand des Grenfell Tower im Video:

14.39 Uhr: Bei dem Hochhausbrand in London sind auch mehrere Feuerwehrleute verletzt worden. Es handle sich aber um kleinere Verletzungen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton Reportern am Mittwoch. Ihr großer Einsatz bei den Lösch- und Rettungsarbeiten ehre die Männer und Frauen des Brandschutzes.

Verzweifelte Eltern haben ihre Kinder aus dem Hochhaus geworfen 

14.30 Uhr: Eine Augenzeugin berichtet von dramatischen Szenen, wie in der ZeitungEvening Standard zu lesen ist. Eine verzweifelte Mutter soll demach ihr Baby aus dem neunten oder zehnten Stockwerk fallen gelassen haben. Ein Passant habe das Baby tatsächlich aufgefangen. Was später aus der Familie wurde, war zunächst nicht bekannt.

14.10 Uhr: Der britische Fernsehkoch Jamie Oliver hat den Opfern des Hochhausbrandes in London Gratisessen in seinem nahe gelegenen Restaurant angeboten. „Essen und Trinken gibt es umsonst. Sprechen Sie einfach meinen Manager Juan an und wir werden Sie umsorgen“, sagte der 42-Jährige am Mittwoch bei Instagram.

13.50 Uhr: Die Baufirma Rydon hat schockiert auf den Hochhausbrand in London reagiert. Sie war für die Sanierung des 24-stöckigen Grenfell Towers zuständig. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma am Mittwoch mit. Das Gebäude wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden. Bewohner und Nachbarn des Hauses hatten unzureichende Sicherheitsmaßnahmen im Grenfell Tower kritisiert.

13.49 Uhr: Die Bundesregierung hat "mit großer Bestürzung" auf den Hochhausbrand mit mindestens sechs Toten in London reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei in Gedanken "in tiefer Anteilnahme" bei den Opfern und ihren Familien, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Die Feuerwehrleute würden "heroisch" gegen die Flammen kämpfen. Der Brand war in der Nacht zum Mittwoch in dem 24-stöckigen Grenfell Tower im Westen Londons ausgebrochen. Nach Behördenangaben starben mindestens sechs Menschen, Dutzende wurden verletzt. Über die Brandursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

13:31 Uhr: Die Zahl der Verletzten ist weiter gestiegen. Mindestens 74 Patienten würden in Kliniken behandelt, 20 von ihnen seien in einem kritischen Zustand, teilten die Rettungskräfte am Mittwochmittag über Twitter mit. „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen.“

Ein Feuerwehrmann inspiziert in London eine Etage des ausgebrannten Hochhauses. Teams suchen in dem 24-stöckigen Gebäude nach Opfern.

13.23 Uhr: 64 Verletzte müssen in Krankenhäuser behandelt werden, berichtet die Londoner Polizei. 20 davon in einem „kritischen Zustand“.

12.31 Uhr: Mindestens sechs Menschen sollen bei dem Großbrand getötet worden sein. Die Zahl der Opfer könne aber im Verlauf der stundenlangen Lösch- und Bergungsarbeiten noch steigen, befürchtet ein Polizeisprecher. Die Opfer seien jedoch noch nicht identifiziert.

12.14 Uhr: Die Feuerwehr versucht den Brand unter Kontrolle zu bringen. Dramatische Szenen spielen sich nach Augenzeugenberichten in der Nähe des Gebäudes ab. 

Der katastrophale Hochhausbrand ist nach Angaben von Scotland Yard kein Terroranschlag. Das teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch auf Anfrage mit.

Händler und Besucher des Borough Markets, einer der ältesten Lebensmittelmärkte Londons halten, bevor der Markt eröffnet wird, eine Schweigeminute für die Opfer des Hochhausbrandes ab.

11.16 Uhr: Droht das Hochhaus einzustürzen? Trotz der Feuerkatastrophe in dem Londoner Hochhaus halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen

Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte die Londoner Feuerwehrchefin Dany Cotton am Mittwoch in der Nähe des Gebäudes, aus dem immer noch Rauchschwaden emporstiegen. Einsatzkräfte seien bislang bis zum 19., 20. Stockwerk gelangt.

Diese Bilder vom Großbrand in London sind schrecklich: Bewohner versuchen auf sich aufmerksam zu machen. 200 Feuerwehrleute versuchen die Flammen zu bekämpfen.

11.03 Uhr: „Ich bin zu tiefst erschüttert von den schrecklichen Szenen bei dem Großbrand Grenfell Tower“, schreibt Londons Bürgermeister Sadiq Khan via Twitter und verweist auf sein Statement auf Facebook

10.08 Uhr: Die Londoner Feuerwehr war nach eigenen Angaben nach wenigen Minuten bei dem brennenden Hochhaus. Der erste Notruf sei am Mittwoch um 00.54 Uhr eingegangen, teilte die Feuerwehr in einem Statement bei Facebook mit. In weniger als sechs Minuten seien die ersten Löschtrupps seien vor Ort gewesen. Die Crews arbeiteten „unter extrem schwierigen Bedingungen, um Menschen zu retten und den Großbrand unter Kontrolle zu bekommen“.

09.54 Uhr: Große Trümmerstücke sind von dem Hochhaus gestürzt. Die Polizei räumt Gebäude in der Nähe. Die U-Bahn-Linie wurde bei der Station Latimer Road gesperrt, ebenso wie ein Abschnitt der Autobahn A40, die nördlich an dem Komplex vorbeiführt.

09.35 Uhr: „Wir konnten nichts tun. Ich habe viele Leute gesehen, die mit Laken am Fenster standen. Meine Freunde haben beobachtet, wie Menschen weit oben aus den Fenstern gesprungen sind.“
Nach Angaben einer Augenzeugin war es unmöglich, den um Hilfe schreienden Menschen im brennenden Hochhaus zu helfen. Das ganz Gebäude habe in relativ kurzer Zeit in Flammen gestanden, sagte die Frau am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in London. 

50 Menschen mussten in die Klinik, teilt London Ambulance via Twitter mit. Eine Notfallnummer für Angehörige und Freunde wurde eingerichtet.

Ein Hochhaus im Zentrum Londons steht in Flammen. Das Feuer war in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen.

09.05 Uhr: In dem Hochhaus soll es bereits Beschwerden über unzureichenden Feuerschutz gegeben haben. Das berichteten mehrere Anwohner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Augenzeugen sagten zudem, das Feuer sei im unteren Teil des Gebäudes mit mehr als 20 Stockwerken ausgebrochen und habe sich dann nach oben durchgefressen.

09.03 Uhr: Nach Angaben eines Augenzeugen sind in der Nacht Menschen aus dem brennenden Hochhaus gesprungen. Andere hätten versucht, sich mit Bettlaken abzuseilen, sagte ein Mann dem britischen Nachrichtensender BBC am Mittwochmorgen. Ein anderer Augenzeuge berichtete, er habe eine Familie lange Zeit an einem Fenster mit einem Handtuch am Fenster winken gesehen.

Feuerwehr bestätigt mehrere Tote

09.00 Uhr: Bei dem Brand sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Feuerwehr am Mittwochmorgen in London, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

08.25 Uhr: Ein Elfjähriger hat mit seinem Vater am Mittwochmorgen verängstigt vor den Absperrungen beim brennenden Hochhaus in der britischen Hauptstadt gestanden. „So etwas habe ich in London noch nicht gesehen“, sagte der 44-jährige Vater der Deutschen Presse-Agentur. Ein Schulfreund seines Sohnes lebe in dem 27-stöckigen Gebäude. Sie hätten von dem Jungen noch nichts gehört.

08.15 Uhr: Eine Schule in der Nähe des brennenden Hochhauses in London bleibt am Mittwoch geschlossen. Man müsse erst die weitere Entwicklung abwarten, hieß es in einem Aushang vor dem Schulgebäude. In dem Hochhaus sollen viele Familien mit Kindern gelebt haben.

Bewohner versuchten mit Taschenlampen auf sich aufmerksam zu machen

07.57 Uhr: Nach Zeugenberichten haben viele Menschen verzweifelt an den Fenstern gestanden und um ihr Leben geschrien. Manche hätten in der Nacht zum Mittwoch auch versucht, per Handy Hilfe zu holen oder mit Taschenlampen auf sich aufmerksam zu machen, wie Nachbarn britischen Medien berichteten. Hunderte Menschen sollen in Sicherheit gebracht worden sein.

07.45 Uhr: Angesichts des massiven Feuers in London gibt es laut BBC Befürchtungen, das 27-stöckige Hochhaus könnte möglicherweise einstürzen. Das berichtete der Sender am Mittwochmorgen. Trümmerteile flogen aus dem Gebäude, wie ein dpa-Reporter berichtete. Hin und wieder knallte es in dem 27-stöckigen Gebäude. Die Polizei hat alle Wege zum Gebäude hermetisch und weiträumig abgeriegelt.

07.40 Uhr: Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP sind bei dem Brand mindestens 30 Menschen verletzt worden. Die Verletzten seien in fünf verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, teilten die Rettungskräfte am Mittwochmorgen mit.

07.35 Uhr: Fotos aus London zeigen das gigantische Ausmaß der Zerstörung.

Erschreckende Bilder: Londoner Hochhaus in Flammen

Offenbar noch Menschen im Gebäude

07.30 Uhr: In dem brennenden Hochhaus nach BBC-Informationen immer noch Menschen. Das meldete der britische Sender am Mittwochmorgen. Auch auf Bildern vom Unglücksort war unter anderem ein Mensch am Fenster zu sehen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass die Feuerwehr große Probleme habe, das Flammenmeer des 27-stöckigen Hauses zu löschen. Dort sollen auch viele Familien mit Kindern leben.

07.25 Uhr: Londons Bürgermeister Sadiq Khan steht angesichts des Hochhaus-Feuers in engem Kontakt mit den Behörden. Das schrieb das Stadtoberhaupt am Mittwochmorgen auf Twitter.

07.10 Uhr: Das brennende Hochhaus in London soll auch einen Kindergarten und einen Boxclub beherbergen. Das berichteten Nachbarn aus der Umgebung am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

07.05 Uhr: Das Areal rund um das brennende Hochhaus ist weiträumig abgesperrt worden. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort. „Wir müssen die Leute in Sicherheit bringen und sie so schnell wie möglich medizinisch versorgen“, sagte der Leiter der Rettungskräfte, Stuart Crighton.

07.00 Uhr: Weiterhin schlagen an vielen Stellen Flammen aus dem Hochhaus in London. Das berichtet ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur von vor Ort. Eine riesige Rauchsäule war weithin im Westen der britischen Hauptstadt sichtbar.

Was in der Nacht geschah: Hochhaus brennt - 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Zentrum Londons steht ein 27-stöckiges Hochhaus in Flammen. Der Wohnkomplex brennt seit dem frühen Mittwochmorgen lichterloh. Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz. Das Haus im Westen der britischen Hauptstadt brenne vom zweiten bis zum 27. Stock. Die Ursache sei noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass sich noch Menschen in dem Gebäude befanden.

Die Polizei erklärte, es würden mehrere Menschen wegen Rauchvergiftung behandelt. Die Evakuierungsmaßnahmen liefen weiter. Wegen des Brandes wurde am frühen Morgen die A4 in beide Richtungen gesperrt - die Straße verbindet das Stadtzentrum von London mit dem Flughaften Heathrow.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem bedeutendem Vorfall. Die britischen Behörden bezeichnen ein Ereignis so, wenn die Lage die Umsetzung besonderer Vorkehrungen durch einen oder mehrere Rettungsdienste erfordert.

Schreie zu hören

Augenzeugen berichteten auf Twitter ebenfalls von einem großen Brand im Grenfell Hochhaus. Es seien Schreie zu hören. Menschen seien aus dem brennenden Gebäude gesprungen.

Fernsehmoderator George Clark, der in der Nähe wohnt, sagte dem Sender BBC Radio 5, er könne Menschen ganz oben auf dem Hochhaus sehen. Er habe zunächst gedacht, dass eine Alarmanlage in einem Auto angegangen sei und habe dann die Glut durch die Fenster gesehen. „Ich wurde mit Asche bedeckt, so schlimm ist es. Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt.“

Noch im Morgengrauen brannte das Gebäude lichterloh, wie die von der Feuerwehr geposteten dramatischen Bilder zeigten. Aus den Fenstern schlugen immer noch Flammen. Schwarze Rauchwolken stiegen auf und zogen über die britische Hauptstadt.

Der Schauspieler Tim Downie, der 600 Meter vom Ort entfernt wohnt, sagte der britischen Nachrichtenagentur Press Association, er befürchte, das Hochhaus könne zusammenbrechen. „Es ist entsetzlich. Das ganze Gebäude ist in Flammen gehüllt. Es ist verloren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor dieses Gebäude zusammenbricht.“

Feuer in North Kensington: Grenfell Tower

„Sehr schwerwiegender Vorfall“

Die Polizei twitterte, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden. Dan Daly von der Feuerwehr sagte, die Feuerwehrleute würden Atemmasken tragen, die Arbeit sei extrem hart und die Bedingungen sehr schwierig. „Das ist ein großer und sehr schwerwiegender Vorfall.“ Man habe zahlreiche Helfer und Spezialisten entsandt.

Die Polizei wurde eigenen Angaben zufolge kurz nach 01.00 Uhr (Ortszeit) alarmiert. Die Evakuierungsarbeiten seien im Gange.

Nach Angaben des Stadtbezirks Royal Borough of Kensington and Chelsea sind in dem Hochhaus 120 Wohnungen. Er wurde 1974 errichtet und umfassend modernisiert.

Der Grenfell Tower in London

Der Grenfell Tower ist, nach Angaben der Londoner Feuerwehr, ein 24-stöckiges Hochhaus mit 120 Wohnungen und liegt in einem hochpreisigen Bezirk Londons, dem Royal Borough of Kensington and Chelsea. 

Das Gebäude wurde 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 für 8,6 Millionen Pfund (knapp 10 Millionen Euro) renoviert. Dabei wurden neue Wohneinheiten geschaffen, eine neue Heizungsanlage eingebaut und die Außenwand mit einer gedämmten Vorhangfassade versehen. Die nicht von den Sanierungsarbeiten betroffenen Mieter blieben in dieser Zeit im Haus wohnen. Neben Sozialwohnungen und Büroräumen finden sich auch ein Boxclub und ein Kindergarten in dem Gebäude. Es wird im Auftrag des Bezirks verwaltet.

Wenn Hochhäuser zur tödlichen Falle werden

  • Karlsruhe, 2017: 2 Tote. Der Brand bricht in der siebten Etage aus, die Ursache ist zunächst ungeklärt.
  • Dubai, 2015: 14 Verletzte. Kurz vor Beginn der Silvesterparty steht die 20. Etage eines Luxushotels in Flammen. Ursache war ein Kurzschluss.
  • Seoul, 2015: Mindestens 4 Tote. Berichten zufolge ging das Feuer von einem vor dem Haus abgestellten Motorrad aus.
  • Shanghai, 2010: 58 Tote. Bei Schweißarbeiten setzen Bauarbeiter das Gebäude in Brand. Die Feuerwehr kann 100 Bewohner retten.
  • London, 2009: 6 Tote. Das Feuer bricht im Treppenschacht des zwölfstöckigen Wohnblocks aus. Kritik gibt es an den Fluchtwegen.
  • Paris, 2005: 18 Tote. Der Brand bricht im Eingangsbereich des 18-stöckigen Gebäudes in einem Vorort aus. Teenager hatten gezündelt.
  • Taichung, 2005: 4 Tote. In einem Restaurant des 178 Meter hohen Gebäudes in Taiwan setzt austretendes Gas den 18. Stock in Flammen. Hunderte entkommen, einige werden mit Hubschraubern gerettet.

dpa/AfP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sexy Model spielt mit Baby-Löwen - und bereut es sofort
Eine schöne Frau spielt mit einem Baby-Löwen und muss schnell feststellen, dass das vielleicht keine gute Idee war. 
Sexy Model spielt mit Baby-Löwen - und bereut es sofort
Lotto am Samstag 24.06.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen
Lotto am Samstag vom 24.06.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen.
Lotto am Samstag 24.06.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen
Eltern geschockt: Modekette verkauft Badeanzug mit barbusiger Arielle
Eine Modekette produzierte Badeanzüge für Kinder mit der beliebten Meerjungfrau Arielle als Motiv. Doch auf den Kinderklamotten waren die blanken Brüste von Arielle zu …
Eltern geschockt: Modekette verkauft Badeanzug mit barbusiger Arielle
Monster-Schnecke gefilmt: Sind diese Aufnahmen echt?
Gerade läuft es vielen Menschen kalt den Rücken herunter: Im Netz sorgt ein Video einer riesigen Schnecke für Gänsehaut und Angstzustände. 
Monster-Schnecke gefilmt: Sind diese Aufnahmen echt?

Kommentare