Forscher und Wissenschaftler arbeiten an neuen Therapien gegen das Coronavirus
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Forscher und Wissenschaftler arbeiten an neuen Therapien gegen das Coronavirus

Langzeitfolgen nach Erkrankung

Coronavirus: Studie schürt Medikamenten-Hoffnung - Doch „Long Covid“-Phänomen bereitet Experten Sorgen

Für das Coronavirus gibt es bereits wirksame Behandlungen, die in Krankenhäusern weltweit eingesetzt werden. Nun machen Forscher weitere Hoffnungen.

  • Die Chancen auf weitere effektive Behandlungen und Therapien gegen Covid-19 stehen gut.
  • Sorge bei Patienten mit „Long Covid“-Symptomen.
  • Mit bestimmten Arzneimitteln sollen Erkrankte schneller behandelt werden können.

München - 2021 soll für viele Menschen das Jahr des Aufatmens sein, nachdem 2020 die Corona-Pandemie ausgebrochen ist. Doch auch in diesem Jahr ist das Coronavirus noch vorhanden - Medien berichten täglich über den aktuellen Stand in Deutschland und auf der Welt. Mittlerweile gibt es bereits viele wirksame und erfolgreiche Behandlungen, die stationär in den Krankenhäusern weltweit eingesetzt werden. Die Chancen, dass es auch in diesem Jahr neue und weitere Behandlungen und Fakten über den Verlauf des Coronavirus gibt, stehen derzeit gut. Einen Impfstoff, der vor einer Infizierung mit dem SARS-CoV-2-Erreger schützt, gibt es schließlich schon.

Coronavirus: Überlebenschancen von Dexamethason an Covid-19-Patienten

Klinische Studien zeigten zwei klare Gewinner, nur wenige Monate nach dem Auftreten der Pandemie. Dexamethason, ein einfaches Steroid verbessert die Überlebenschancen schwerstkranker Covid-19-Patienten. Remdesivir, ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, kann die Dauer der Symptome von Covid-19 verkürzen, wie rki.de berichtet. Unter anderem werden auch bei Grippe, Tollwut und anderen Krankheiten ähnliche Mittel zur Bekämpfung der Bakterien und Viren eingesetzt. Das Arzneimittel könnte Patienten in einem frühen Infektionsstadium oder als Prophylaxe für Personen mit hohem Infektionsrisiko verabreicht werden.

Im November 2020 führte die Europäische Arzneimittelagentur als Arzneimittelzulassungsbehörde der EU bereits Gespräche mit Entwicklern von 26 Covid-19-Medikamenten, die Teil klinischer Studien sind. Sowie von 16 Medikamenten, die sich im präklinischen Stadium befinden. Zudem werden Forscher und Wissenschaftler sich weiterhin der Herausforderung stellen, langfristige Folgen des SARS-CoV-2-Erreger zu untersuchen. Eine systematische Beobachtung dieses Ergebnisses und der wohl mögliche frühe Einsatz dieser Therapien und Behandlungen, würden die langfristigen Folgen einer Corona-Erkrankung verbessern und mildern. Studien hierzu laufen seit Mitte 2020.

Forschungen für neue Medikamente und Behandlungen werden täglich in den Laboren untersucht

Coronavirus in Deutschland: Große Sorge wegen „Long Covid“ -Prognose

Unter der Prognose „Long Covid“ zu leiden, bedeutet, dass Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, noch bis zu drei Monaten danach unter den Symptomen der Ansteckung leben müssen. „Long Covid“ bei den Menschen zu verhindern, die bereites infiziert und erkrankt sind, wird leider nicht möglich sein. Das liegt zum Teil daran, dass frühere Symptome nicht spezifisch genug sind, um eine Gefährdung direkt zu erkennen. Prof. Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena, hat eine Post-COVID-Ambulanz eingerichtet, um den Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten, berichtet aerzteblatt.de. Der Arzt schätzt insbesondere die mit COVID-19 einhergehende Endotheliitis als eine Komplikation ein, die später jenseits einer Lungenaffektion für bedeutsame Folgeerkrankungen verantwortlich sein kann, so das Portal. „Aktuelle Beispiele bei uns sind Infizierte mit Apoplexie und Beinvenenthrombose nach Überwinden einer COVID-19-Erkrankung“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Stallmach.

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