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Viele träumen davon, im Lotto zu gewinnen. Doch Geld allein macht auch nicht glücklich, wie die Schicksale vieler Lotto-Gewinner zeigen.

Glück im Spiel, Streit in der Familie

Frau gewinnt 51 Millionen im Lotto - doch der Sohn gibt das Geld aus

Anwaltskosten statt Lotto-Millionen: Eine Amerikanerin zog gegen ihren eigenen Sohn vor Gericht, da der sie um ihren gesamten Glücksspiel-Gewinn gebracht haben soll.

Kalifornien - Was macht man, wenn man im Lotto gewinnt und plötzlich zum Millionär wird? Erstmal einen Freudentanz, das ist klar. Aber danach gibt es viele Wege, das Geld auszugeben - von der Weltreise bis hin zu ausgedehnten Einkaufstouren.

Was allerdings aber niemand anstreben dürfte, ist, seinen Gewinn ausgerechnet für Anwaltskosten auszugeben. Doch genau das war das Schicksal von Etta May Urquhart, die nach ihrem Lotterie-Glück ausgerechnet gegen ihren eigenen Sohn vor Gericht zog, da der sich ihren gesamten Gewinn unter den Nagel gerissen haben soll. Was war geschehen?

Passionierte Lotto-Spielerin gewinnt nach Jahren

Das Jahr 2011 dürfte einen tiefen Einschnitt in das Leben von Etta May Urquhart markieren. Zuvor war die 76-Jährige stolze Mutter und passionierte Lotto-Spielerin. Zweimal die Woche habe sie ihr Glück versucht, so berichtet es die Huffingon Post, und ihre Rente für die Tippscheine ausgegeben.

Dieser Einsatz sollte nach 18 Jahren auch tatsächlich belohnt werden. Denn als Urquhart im Mai 2011 die Zeitung aufschlägt und die Lottozahlen sieht, dürfte sie ihren Augen kaum getraut haben: Schließlich scheint sie tatsächlich 51 Millionen Dollar gewonnen zu haben.

Um sicherzugehen, ruft sie ihren Sohn an, damit der die Gewinnzahlen überprüft. Als Ronnie Lee Orender die aber bestätigt, fährt seine Mutter ihren Angaben zufolge mit ihrer Familie zu der Tankstelle, in der sie ihren Lotto-Schein gekauft haben will. Doch genau dort, wo eigentlich der Geldsegen begann, sollte gewissermaßen auch der Familienfluch seinen Anfang nehmen.

Lotto: Etta May Urquhart lässt ihren Sohn den Tippschein unterschreiben

An der Tankstelle angekommen, werden Urquhart, ihr Ehemann und ihr Sohn schon von Lotto-Mitarbeitern erwartet. „Ich war die ganze Zeit sehr emotional“, erinnert sich später in einer offiziellen Erklärung vor Gericht. „Die Lotto-Offiziellen verlangten, dass der Tippschein unterschrieben werden müsse, aber ich konnte nicht mal einen Stift halten“, so die aufgeregte Gewinnerin.

Nachdem man ihr gesagt hat, es mache keinen Unterschied, wer den Schein unterschreibt, soll das ihr Sohn Ronnie für sie übernommen haben. Außerdem soll er ihr gesagt haben, er würde sich um das Geld kümmern. „Ich habe ihm gesagt, ich wollte mich um unsere Familie kümmern und er hat mir gesagt, er würde das für mich tun“, erinnert sich Urquhart.

Sohn von Lotto-Millionärin als offizieller Gewinner angesehen

Dann kommt es aber, wie es wohl kommen musste: Wie sie in ihrer Klage schreibt, wurde nicht Etta May Urquhart am 5. Mai 2011 als Gewinnerin des Jackpots verkündet, sondern ihr Sohn. Der war dann auch recht schnell damit, den Gewinn zu veräußern. So soll er von dem Geld beispielsweise vier Häuser und zehn Autos gekauft haben. 

„Ronnie Orender ist mein Sohn und ich habe mehr als 18 Jahre lang mit ihm zusammengelebt“, mit diesen Worten erklärt sie, warum sie sich sicher sei, dass der außer dem Lottogewinn keine anderen Mittel gehabt hätte, sich all jene Anschaffungen leisten zu können.

Um den Gewinn gebracht: Etta May Urquhart verklagt ihren Sohn

So steht für Urquhart fest: Ihr Sohn hat sie um ihren Gewinn gebracht. Schließlich verklagt die enttäuschte Mutter ihren eigenen Sohn. Ein dramatischer oder nervenaufreibender Prozess scheint aber trotzdem ausgeblieben zu sein, denn verschiedene Medien, unter anderem die CNN, melden, die beiden hätten sich letzten Endes außergerichtlich geeinigt. Ob sie gleichzeitig aber auch eine dauerhafte Familienfehde abwenden konnten, ist offen. Denn Blut scheint zwar dicker zu sein als Wasser, aber Geld saugt scheinbar beides auf.

Trotzdem ist Etta May Urquhart mit ihrem Schicksal nicht alleine. Denn ihr Lottogewinn bedeutete auch für eine britische Familie mehr Fluch als Segen.

Ebenfalls beim Lotto: Vom Gewinner zum Einbrecher

mmtz

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Kommentare

Treueaktion
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Auch in de gilt wer den Schein unterschreibt ist der Besitzer. Ich hab es erlebt, Kumpel hat in lotto Läden gearbeitet dann hätten die eine Aushilfe. Viele kamen mit nicht unterschriebenen Schein montags vorbei und wollten wissen hab ich was gewonnen. Weil eben viele nichtmal selbst die Zahlen vergleichen. Nach 4 Monaten hatte die Aushilfe neues Auto... Dann haben wir es mitbekommen weil Anfrage von der Lotto Gesellschaft kam ob für eine Doku zu lotto und Glück wollten die jemanden der bei uns Dauer gewonnen hat fragen ob er mitmacht.... Der Name die Aushilfe. Da haben wir es mitbekommen bei gewinnen bis ca 10 000€ wo keiner wusste hab ich gewonnen und keine Unterschrift drauf war hat er nein gesagt. Unterschrieben Kohle kassiert. Vor Gericht 2 Jahre Bewährung 300€ Strafe. Wir haben damals mal durchgerechnet also ne halbe Mille hat der verdient. Im zivil Prozess haben nur die mit karte gezahlt haben und nachweisen konnten das es ihr Schein war den Gewinn zugesprochen bekommen das war 10/20 hanseln alle die bar gezahlt hatten haben nix gesehen, antwort des Richters, da kann ja jeder kommen wer seinen Schein nicht unterschreibt und die zahlen self abgleichen tut ist selber schuld bumm.

frantonis
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"Wegen eines Fehlers" klingt doch besser als der dumpfe Dativ. Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod

der-5-minuten-blog.de
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Nein!? Wie übel ist das denn?! Ach, herrje, Lottospieler müssen gleich durch 2 enge Nadelöhren. Erst gewinnen, dann glücklich werden