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In einem Tunnel kam es vor zwei Jahren unter tausenden Ravern zu einer Massenpanik.

"Uns fällt ein Stein vom Herzen"

Einigung über Loveparade-Gedenkstätte

Duisburg - Lange tat sich Duisburg mit dem Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe schwer. Jetzt ist zumindest der Streit um die Erinnerungsstätte beigelegt. Die Angehörigen sind erleichtert.

Kurz vor dem zweiten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 ist der Streit um eine Gedenkstätte für das Unglück beigelegt. “Uns fällt ein Stein vom Herzen“, sagte das Vorstandsmitglied des Betroffenen-Vereins “Loveparade Selbsthilfe“, Jürgen Hagemann, am Donnerstag.

Der Duisburger Stadtrat hatte am Mittwochabend einen Bebauungsplan für ein großes Möbelhaus auf dem Unglücksgelände beschlossen. Der Plan hält rund 660 Quadratmeter für die Gedenkstätte frei. Die Gestaltung ist dabei noch völlig offen. “Bis zum dritten Jahrestag ist alles hoffentlich fertig“, sagte Hagemann.

Rückblick: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Das ehemalige Duisburger Güterbahnhofsgelände war noch vor der Loveparade von einem Investor gekauft worden, um ein Möbelhaus zu errichten. Nach der Katastrophe auf dem Gelände begann eine lange Diskussion um eine würdige Gedenkstätte. Der Eigentümer wollte zunächst nur rund 100 Quadratmeter seines Geländes zur Verfügung stellen.

Vor der Sitzung vom Mittwoch gab es intensive Verhandlungen. Schließlich stellte der Investor mehr als sechsmal soviel Raum bereit wie ursprünglich geplant. Auch die Stadt zeigte sich erleichtert. “Jetzt wird bald gebaut. Dann hat die Stadt endlich Frieden gefunden“, sagte Stadtsprecher Frank Kopatschek.

Zwischen einem Straßentunnel und dem Güterbahnhofsgelände waren am 24. Juli 2010 in einem dichten Gedränge 21 junge Leute erdrückt oder niedergetrampelt und Hunderte verletzt worden.

dpa

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