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Bei dem Technofest in der Ruhrgebietsstadt waren am 24. Juli 2010 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt.

Verantwortliche haben versagt

Loveparade-Gutachter erhebt schwere Vorwürfe

Duisburg - Der britische Panik-Forscher Keith Still fällt nach Medienberichten in einem Gutachten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg ein vernichtendes Urteil.

Mit dem von der Stadt genehmigten Konzept sei es nicht einmal theoretisch möglich gewesen, den Umzug gefahrlos durchzuführen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag. Der „SZ“ zufolge schreibt der Professor für Massendynamik und Massenmanagement an der Buckinghamshire New University in seinem fast 90-seitigen Gutachten, die Verantwortlichen hätten vorher noch nicht einmal die erwarteten Besucherströme addiert. Schon mit einfachen Berechnungen hätte man feststellen können, dass die Rampe auf dem Veranstaltungsgelände für die erwartete Besucherzahl viel zu klein gewesen sei.

Still ist von der Staatsanwaltschaft mit der Untersuchung der Katastrophe beauftragt. Ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bei dem Technofest in der Ruhrgebietsstadt waren am 24. Juli 2010 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 15 Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Stadt Duisburg. Anklage hat die Behörde bisher nicht erhoben. Sie machte bislang keine Angaben dazu, wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen zu rechnen ist.

dpa

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