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Bei der Loveparade in Duisburg waren 21 Menschen getötet und hunderte verletzt worden.

Loveparade: Schon 2500 Zeugen vernommen

Duisburg - Knapp ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg hat die Staatsanwaltschaft bereits 2500 Zeugen vernommen, manche von ihnen tage- oder wochenlang.

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Zeitung: Gravierende Polizeifehler bei Loveparade-Drama

Die Ermittler seien fast 500 Anzeigen nachgegangen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Rolf Haferkamp, am Montag. Als Beschuldigte gelten seit Jahresbeginn 16 Menschen. An dieser Zahl habe sich nichts geändert. Über Anklageerhebungen oder Verfahrenseinstellungen in einzelnen Fällen werde erst entschieden, wenn das gesamte Ermittlungsverfahren abgeschlossen ist, erklärte der Sprecher. Ermittelt wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung oder der fahrlässigen Körperverletzung. Bei der Loveparade in Duisburg waren 21 Menschen getötet und hunderte verletzt worden.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Am Wochenende hatte das Magazin “Der Spiegel“ gemeldet, die Staatsanwaltschaft habe der Polizei in einem Bericht vom Januar gravierende Fehler in der Einsatzplanung vorgeworfen. Der Schichtwechsel sei mitten in der “heißen Phase“ der Veranstaltung erfolgt. Haferkamp wollte den Bericht nicht kommentieren. Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Nordrhein-Westfalen, Erich Rettinghaus, wies die Vorwürfe zurück. Auch die Polizei müsse sich an das Arbeitsrecht halten und ihre Kräfte austauschen. Der Austausch finde aber “fließend und unter Wahrung der übertragenen Aufgaben statt“.

dpa

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