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Gedenkstele nahe der Absturzstelle in den französischen Alpen.

Elf Wochen nach Unglück

Lufthansa fliegt Särge von Germanwings-Opfern nach Düsseldorf

Düsseldorf/Haltern - Zweieinhalb Monate nach dem Germanwings-Absturz in Frankreich fliegt die Lufthansa die sterblichen Überreste von 30 Opfern nach Deutschland.

Am Abend soll ein Sonderflug von Marseille 30 Särge nach Düsseldorf bringen. Unter den Toten sind auch 16 Schüler und zwei Lehrer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern. Sie waren auf einem Austausch in Spanien gewesen. Ihre Särge sollen am Mittwoch in einem Konvoi mit einer Polizeieskorte nach Haltern gebracht werden. Viele Angehörige wollen dabei sein. Gegen Ende der Woche werden die ersten Opfer beigesetzt.

Die sterblichen Überreste der Opfer aus anderen Ländern sollen in weiteren Maschinen von Frankreich aus überführt werden. Der Germanwings-Flug 4U9525 von Barcelona nach Düsseldorf war am 24. März mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen zerschellt. Die meisten Opfer stammten aus Deutschland.

In Düsseldorf sollen die sterblichen Überreste der Opfer am Mittwoch in einer Zeremonie an die Angehörigen übergeben werden. Die Särge mit den Schülern sollen dann in einem Konvoi mit Polizeieskorte nach Haltern gefahren werden und die Schule passieren. Es werden viele Menschen am Straßenrand erwartet.

Auf dem Friedhof entsteht derzeit eine Gedenkstätte für die Absturzopfer des Joseph-König-Gymnasiums. In der Schule hängen zum Gedenken bereits die Bilder der Schüler und Lehrerinnen. Vor dem Gebäude sind 18 Bäume zur Erinnerung gepflanzt.

Am Donnerstag sollen Angehörige der Opfer in Paris den leitenden französischen Ermittler Brice Robin treffen. Der Staatsanwalt von Marseille will sie unter anderem über den Stand der Ermittlungen informieren. Wie sein Büro am Dienstag mitteilte, ist für den Abend (17.45 Uhr) eine Pressekonferenz geplant, an der auch Vertreter der Gendarmerie teilnehmen. Die meisten Opfer kamen aus Deutschland und Spanien. Aber auch Menschen aus den USA, aus Argentinien und der Elfenbeinküste waren darunter.

dpa

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