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Die Pressemeldung lädt definitiv zum Schmunzeln ein.

Liebespuppe "hat nie Migräne"

Die lustigste Polizeimeldung des Jahres?

München/Leipzig - Eine Polizeimeldung sorgt derzeit deutschlandweit für Schmunzeln. Es geht um eine Liebespuppe, die "nie Migräne" habe.

Pressemeldungen der Polizei sind selten vergnügungssteuerpflichtig. Sachlich-nüchtern berichten die Verfasser, was vorgefallen ist, teils mit den nicht gerade naheliegendsten Begriffen. Da wird die Ampel mal schnell zur Lichtzeichenanlage. Doch immer mehr Mitarbeiter in den Polizei-Pressestellen bemühen sich um eine modernere Schreibe. Und manche sind sogar wahre Poeten, wie Hannes Schneider aus Altötting.

Jetzt macht eine Meldung aus anderer feiner Feder die Runde. Geschrieben hat sie Andreas Loepki, Leiter des Direktionsbüros der Polizeidirektion Leipzig. Nachdem die Nachricht von vergangener Woche erst nur in lokalen Medien Platz fand, wurde sie durch die beliebte Facebook-Gruppe "Perlen des Lokaljournalismus" (mehr als 110.000 Fans) deutschlandweit bekannt. Hier lesen Sie die Meldung im Wortlaut, wie sie auch auf der Homepage der Polizei Sachsen veröffentlicht wurde:

Rücknahme nur originalverpackt

Ort: Leipzig (OT Zentrum-West) Zeit: 02.09.2014, gegen 19:30 Uhr Um dem Anliegen des Jugendschutzes gerecht zu werden, sprach die Angestellte (55) eines Erotikgeschäftes zwei noch sehr jung aussehende Männchen an. Die Nachfrage war zudem mit dem Hinweis verbunden, den Laden verlassen zu müssen, sofern das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Daraufhin war zwar einer der Angesprochenen ehrlich genug, seine 17 Lenze nicht zu verhehlen, aber mit leeren Händen wollte er dann auch nicht gehen. So griff er noch schnell in ein unteres Warenregal, entnahm diesem eine aufblasbare Erotikpuppe und rannte mit seinem Kumpel (etwa 16 bis 20 Jahre) davon. Die Vermisste „Love-Doll“ trägt den Beinamen Kimmi, kostet einmalig 250 Euro, macht bei Luftmangel einen zerknirschten Eindruck, wird nicht größer als 147 cm, ist überwiegend unbekleidet und hat nie Migräne. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. (Loe)

Dass die Meldung nun für größere Aufmerksamkeit sorgt, ist auch Uwe Voigt, Pressesprecher der Leipziger Polizeidirektion, nicht verborgen geblieben. "Wir haben positives Feedback bekommen, aber auch negatives, das hält sich etwa die Waage", sagt er gegenüber unserer Onlineredaktion. "Es hieß teils, dass die Polizei nicht ins Poetische abdriften soll."

Die Leipziger Beamten stehen aber zu ihren teils ungewöhnlichen Formulierungen. "Wir sind ab und zu bereit, mal von unserem Beamtendeutsch wegzukommen", so Voigt. Er schränkt aber ein: "Das kommt aber auf den Inhalt und die Schwere der Straftat an. Wir wollen damit also nicht die Opfer verhöhnen, sondern in unserem Alltag ein bisschen lockerer werden bei Meldungen, die nicht verletzend auf die Opfer hinwirken können."

lin

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