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29 Menschen verloren bei dem Busunglück auf Madeira ihr Leben.

Grausame Wendung

Unglück auf Madeira: Söhne bangen tagelang um fremde Frau - Details zur unfassbaren Verwechslung 

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  • Maximilian Kettenbach
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Auf Madeira ist ein Touristenbus verunglückt. Es gab 29 Tote, sie stammen alle aus Deutschland. Bei der Rückholung der Unfallopfer gab es eine tragische Verwechslung.

  • Auf Madeira ist am Mittwochabend ein Bus schwer verunglückt.
  • Es gab 29 Tote, 17 Männer und 12 Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren.
  • Nach Angaben portugiesischer Behörden stammen alle Toten aus Deutschland.
  • Besorgte Angehörige können sich an diese Nummer des Auswärtigen Amtes wenden: Tel. 030 5000 2000
  • Ein Defekt am Gaspedal oder an den Bremsen könnte die Unfallursache gewesen sein.
  • Eine Bundeswehrmaschine brachte am Samstag die Verletzten zurück nach Deutschland.

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Update vom 2. Mai: Es ist eine schier unvorstellbare Situation, nun scheint sie tragische Realität geworden zu sein. Die Verwechslung eines Unfallopfers nach dem dramatischen Unfall auf Madeira schockierte vor wenigen Tagen ganz Deutschland, nun kommen weitere unfassbare Details ans Licht. Im Gespräch mit Bild äußerten sich erstmals die beiden betroffenen Söhne, die zunächst nur vom Tod ihres Vaters erfuhren. Klaus und Heidemarie U. wollten ihren Urlaub auf der Insel verbringen, da stürzte der Bus mit ihnen und dutzenden anderen deutschen Urlaubern ab. Für die beiden Söhne Jörn und Stefan gestaltete sich die Suche nach ihrem Vater und ihrer Stiefmutter dramatisch: „Wir versuchten beim Reiseveranstalter etwas zu erfahren. Das war nicht leicht.“

Dann erfuhren die beiden vom Tod ihres Vaters, er konnte unter den Unfalltoten identifiziert werden. Von ihrer Stiefmutter fehlte da noch jede Spur. Dann die Erleichterung: Heidemarie U. schien mit einem Flugzeug der Bundeswehr nach Deutschland transportiert worden zu sein. Die schwer verletzte Frau wurde anhand einer Buchstabentafel identifiziert, dies stellt sich später jedoch als Irrtum heraus. „Eine Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes fragte anhand einer Buchstabentafel nach dem Namen. Die Frau drückte zweimal auf das U“, erklärt Sohn Stefan. Für die Behörden ein sicherer Hinweis auf den Nachnamen der Frau. Dann wurden die Brüder informiert, bangten am Krankenbett der eigentlich fremden Frau. 

Später ereignete sich ein weiteres Missverständnis durch die Behörden: Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes legten Habseligkeiten der echten Stiefmutter neben das Krankenbett der Frau aus Hannover. Geldbeutel, Ausweispapiere und der Führerschein bestätigten das Bild für die beiden Söhne. Die im Bett stark bandagierte Frau lag währenddessen im künstlichen Koma. Als die schwer verletzte Frau dann aus dem Koma erwachte, fiel den Söhnen ein Unterschied zu ihrer Stiefmutter auf. Anhand der Zähne waren sich die beiden sicher: „Die sahen anders aus“. Weitere zwei Tage später dann endlich die Gewissheit: die Frau im Krankenbett ist nicht Heidemarie U. Zu diesem Zeitpunkt konnte die echte Heidemarie U. unter den Toten ausfindig gemacht werden. 

Obwohl sich das Auswärtige Amt zu der verhängnisvollen Verwechslung nicht äußern wollte, beschwichtigt Jörn U.: „Da ist viel schief gelaufen. Doch nun haben wir das mit dem Auswärtigen Amt geklärt. Die anfängliche Fassungslosigkeit haben wir überwunden.“

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Update vom 29. April: Nach dem Busunglück Mitte April auf Madeira mit 29 Toten hat es offenbar eine Verwechslung bei der Rückholung verletzter Opfer gegeben. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung und der Holsteinische Courier berichteten, bangten zwei Männer aus dem schleswig-holsteinischen Neumünster fünf Tage lang am Krankenbett einer Frau, die sie für ihre Stiefmutter hielten. Diese war den Berichten zufolge jedoch bei dem Unglück ums Leben gekommen.

Erst am vergangenen Freitag stellte sich demnach nach einem Zahnabgleich an den Todesopfern heraus, dass nicht nur der 80-jährige Vater der beiden Männer bei dem Unfall starb, sondern auch ihre 67-jährige Stiefmutter. Die in einem Kölner Krankenhaus liegende schwer verletzte Frau stammt demnach aus Hannover. Sie sei nach dem Unglück ins künstliche Koma versetzt worden. Die Frau hat demnach eine ähnliche Statur wie die Stiefmutter, ihr Gesicht sei durch schwere Verletzungen stark entstellt.

Eine offizielle Bestätigung des Bundeskriminalamts (BKA) für die Verwechslung gab es den Zeitungen zufolge zunächst nicht. Diese beriefen sich auf Angaben der beiden Männer, die von der Polizei über die Verwechslung informiert worden seien. Das Auswärtige Amt wollte sich demnach ebenfalls nicht zu einzelnen Betroffenen äußern.

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Unglück auf Madeira: Schwere Vorwürfe gegen Fahrer - mehr Details über Opfer

Update vom 26. April: Nun ist auch bestätigt, um wen es sich bei den Verstorbenen aus Minden handelt, wie Bild berichtet. Wie der Evangelische Kirchenkreis Minden aus Familienkreisen erfahren haben will, handelt es sich um einen ehemaligen Pfarrer (66) der Mindener Gemeinde und seine Frau (60). Wie come-on.de* berichtet, hatten die beiden eine enge Bindung zu Lüdenscheid. Außerdem ist bislang bekannt, dass es sich bei zwei Unfallopfern Kita-Mitarbeiterinnen aus Köln sind. 

Auch in Bayern ereignete sich ein schwerer Unfall, der einen Familienvater das Leben kostete. Der Mann überschlug sich mit seinem Porsche vor den Augen seiner Frau und Tochter und starb noch an der Unfallstelle.

Unglück auf Madeira: Neue Details zu den Opfern

Update vom 24. April: Nach dem Bus-Unglück von Madeira muss das Land Nordrhein-Westfalen mit rund einem Dutzend Todesopfer aus seinen Städten und Gemeinden rechnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Polizeikreisen erfuhr, stammt die größte Gruppe der insgesamt 29 Todesopfer aus NRW. Betroffen sind demnach viele Landesteile, darunter Köln, Langenfeld, Euskirchen, Paderborn, Elsdorf, Pulheim und Minden.

Unter den Todesopfern ist ein Ehepaar aus Euskirchen. Wie die Kreispolizeibehörde bestätigte, handelt es sich um einen 74-jährigen Mann und eine 62-jährige Frau, die viele Jahre an einer Schule im Rhein-Sieg-Kreis beschäftigt war. Nach dpa-Informationen waren die meisten Todesopfer mittleren bis höheren Alters, von Kindern wurde zunächst nichts bekannt.

Die News vom 23. April: Unglück auf Madeira: Schwere Vorwürfe gegen Busunternehmen

Update vom 23. April, 16.20 Uhr: Die einzige deutsche Überlebende des Busunglücks von Madeira, die wegen ihrer schweren Verletzungen bisher nicht in die Heimat zurückdurfte, ist auf dem Wege der Besserung. Der Zustand der Frau entwickele sich weiterhin positiv, sagte ein Sprecher des Gesundheitsdienstes der portugiesischen Urlaubsinsel am Dienstag auf Anfrage. 15 deutsche Überlebende waren bereits am Samstag - drei Tage nach dem Unfall - mit einer Sondermaschine der Bundeswehr nach Deutschland geflogen.

Unglück auf Madeira: Schwere Vorwürfe gegen Busunternehmen - wegen des Fahrers

18.05 Uhr: Der Fahrer des Unglücksbusses führte den Unfall mit 29 Toten nach Informationen einer örtlichen Zeitung auf „technisches Versagen“ seines Fahrzeugs zurück. Die Zeitung „Jornal da Madeira“ berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-Jährigen demnach im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Die Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Die portugiesische Kraftfahrergewerkschaft SNM erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Betreiberfirma des Unglücksbusses. Gewerkschaftskoordinator Manuel Oliveira versicherte, der Fahrer habe am Mittwoch zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 18.30 Uhr bereits mehr als 13 Stunden hinter dem Steuer seines Fahrzeugs gesessen. Das seien fünf Stunden länger als vom Gesetz erlaubt. „Wir wurden informiert, dass er um 22 Uhr (des Dienstags) Feierabend gemacht hat, und dass er (am Mittwoch) morgens zwischen fünf und halb sechs den Dienst wieder aufgenommen hat“, sagte Oliveira am Sonntagabend im Gespräch mit dem Fernsehsender SIC.

Auch wenn der Gewerkschaftsvertreter keinen direkten Zusammenhang zwischen den Beschuldigungen und dem Unfall herstellte, wies der Arbeitgeber des Fahrers, die Transportfirma SAM, die Vorwürfe schnell und energisch zurück. Das Unternehmen habe eine Arbeitszeitaufzeichnung vorgelegt, aus der hervorgehe, dass der Fahrer sowohl am Tag vor der Katastrophe als auch am Unfalltag die zulässige tägliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht überschritten habe, schreibt die Zeitung „Diario de Noticias“.

Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen noch versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte.

Update vom 22. April, 12.16 Uhr: Es sollte ein entspannter Urlaub werden - doch stattdessen erlebte ein Rentner-Ehepaar aus Celle einen wahren Albtraum. Es war an Bord des Todesbusses, der am Mittwochabend auf Madeira verunglückte. 29 Menschen verloren ihr Leben - doch die beiden Senioren hatten großes Glück. Sie gehören zu den Überlebenden. Im Gespräch mit der Bild erzählt das Paar von der Tragödie.

Die beiden seien direkt hinter dem Busfahrer gesessen, als die dramatischen Sekunden begannen. „Ich kann mich noch erinnern, wie der Bus überall angeeckt ist und dachte nur: ‚Oh Gott – da geht‘s runter‘“, erzählt der 85-Jährige. Eine Sache rettete den Rentnern wahrscheinlich das Leben: Sie waren mit einem Drei-Punkt-Gurt angeschnallt. „Andere Gäste waren nur an der Hüfte angegurtet, wir hatten jedoch noch einen vor der Brust“, erzählt die Frau. Als der Bus zum Liegen kam, saßen die beiden noch immer auf ihren Sitzen. Der Mann wurde durch den Unfall schwer verletzt, erlitt zwei Rippenbrüche und eine große Platzwunde am Kopf. „Die Wunde an der Stirn hat geblutet, das können Sie sich nicht vorstellen“, erzählt seine Frau.

Das Paar war nach Madeira gereist, um dort unter anderem den 81. Geburtstag der Frau zu feiern, der am Dienstag ansteht. Doch jetzt will das Paar so bald wie möglich zurück nach Deutschland. Die Frau zur Bild: „Ich bin noch einmal wiedergeboren.“

Busunglück auf Madeira: Fahrer spricht über mögliche Unfallursache - Die News vom 21. April

15.24 Uhr: Der Fahrer des Unglücksbusses von Madeira hat den Unfall mit 29 Toten nach Informationen einer örtlichen Zeitung auf „technisches Versagen“ seines Fahrzeugs zurückgeführt. Die Regionalzeitung Jornal da Madeira berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-Jährigen im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Die zuständigen Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte.

12.25 Uhr: Die von der Bundeswehr nach Deutschland zurückgeholten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben die Heimreise gut überstanden. „Den 15 Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Noch am Osterwochenende werden die ersten Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt“, berichtete der Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim, Bertil Bouillon, am Ostersonntag.

Die Unfallopfer waren am Samstagabend im Krankenhaus Merheim der Kliniken Köln aufgenommen worden, nachdem sie mit einer Sondermaschine der Bundeswehr von Madeira nach Deutschland zurückgeholt worden waren. Als große Unfallklinik ist das Krankenhaus Merheim für solche Fälle besonders geeignet. Die Verletzten seien von den Ärzten auf Madeira sehr gut versorgt worden, betonten die Kölner Mediziner.

Ein schreckliches Unglück ereignete sich auch in Australien. Dort sind Vater und Sohn bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen.

Update vom 21. April, 9.45 Uhr: Während 15 deutsche Urlauber mittlerweile wohlbehalten in Deutschland angekommen sind, befindet sich eine deutsche Urlauberin laut Angaben der Bild noch immer im Krankenhaus, ihr Zustand ließ einen Transport nach Deutschland nicht zu. Wie die Tageszeitung jedoch berichtet, sei die Frau mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Über die Identität der auf der Insel verstorbenen 29 Deutschen ist noch nichts bekannt. Wie die Bild erfahren haben will, kommen jedoch zwei der Todesopfer aus Hamburg, weitere aus Brandenburg. 

Die Leichen befinden sich noch immer auf der Insel. Zur Identifizierung wurden demnach nun Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten aus Deutschland angefordert. 

Währenddessen ereignete sich auf Sri Lanka eine Serie tödlicher Anschläge. Am Ostersonntag treffen Explosionen in verschiedenen Teilen Sri Lankas drei Kirchen und drei Hotels. Die Hintergründe sind zunächst unklar.

Busunglück auf Madeira: Aus diesen Bundesländern kommen die Überlebenden

Update vom 20. April, 20.16 Uhr:

Die Überlebenden an Bord der Maschine stammen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Rettungsdienst der Domstadt stehe mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit. Die Identität der 29 Getöteten war am Samstag auch nach der Autopsie weiterhin nicht abschließend geklärt. Ebenso gab es noch keine endgültigen Aussagen zur Unfallursache.

Mehrere Krankenwagen waren vor der Landung der Maschine im Konvoi zum Flughafen gefahren. Das Flugzeug erreichte Köln nach Angaben der Luftwaffe um kurz nach 17 Uhr. Laschet dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensiv-Station des Airbus „MedEvac“.

Eine Deutsche sei noch nicht transportfähig und müsse vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben, zitierten portugiesische Medien die Behörden. Aus „medizinischen Gründen“ habe sie noch keine Erlaubnis für die Heimreise. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen demnach noch im Krankenhaus.

Update vom 20. April, 18.08 Uhr: Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind wieder zurück in Deutschland. Drei Tage nach dem Unglück mit 29 Toten wurden die 15 Verletzten am Karsamstag mit einer Sondermaschine der Bundeswehr von der portugiesischen Ferieninsel nach Köln gebracht. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn.

Nach dem Unglück auf Madeira: Bundeswehr bringt Überlebende nach Deutschland zurück

Update vom 20. April, 14.26 Uhr:

Der aus Deutschland entsandte Luftwaffen-Airbus bringt 15 Verletzte des Busunglücks auf Madeira zurück. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Samstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. In Madeira war zunächst von zwölf Heimkehrern die Rede gewesen.

Die Maschine war am Samstagmittag gegen 13 Uhr deutscher Zeit (12 Uhr Ortszeit) in Madeira gestartet. An Bord waren auch Ärzte.

Update vom 20. April, 13.09 Uhr:

Zweieinhalb Tage nach dem schweren Busunglück in Madeira hat die Bundeswehr mit der Rückholung der verletzten deutschen Urlauber begonnen. Ein medizinisch ausgerüstetes Spezialflugzeug der Bundeswehr landete am Samstagmorgen auf dem Cristiano-Ronaldo-Flughafen der portugiesischen Ferieninsel, wie ein AFP-Reporter berichtete. Kurz nach der Landung wurden bereits die ersten Verletzten an Bord des Airbus gebracht.

Mitarbeiter des behandelnden Krankenhauses in der Inselhauptstadt Funchal sagten, noch am Samstag sollten zwölf deutsche Urlauber in ihre Heimat ausgeflogen werden. Ein deutscher Verletzter sei noch nicht reisefähig. Ein weiterer Deutscher sei bereits am Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt

Update vom 20. April, 11.43 Uhr:

Rechtsmediziner auf Madeira haben die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.

Update vom 20. April, 7.45 Uhr: Eine Bundeswehrmaschine ist am Samstag nach Madeira gestartet, um die bei dem schweren Busunglück verletzten deutschen Urlauber nach Deutschland zurückzubringen. Der MedEvac-Airbus startete am Morgen vom Flughafen Köln-Wahn, wie die Luftwaffe mitteilte. Er soll nach der Landung in der Inselhauptstadt Funchal Verletzte des Busunglücks aufnehmen und dann zurück nach Deutschland fliegen. Auf Madeira wurden am Freitag noch 16 Verletzte im Krankenhaus behandelt, darunter 14 Deutsche.

Die genaue Unglücksursache ist bislang ungeklärt. Der portugiesische Fernsehsender TV RTP berichtete am Freitag, möglicherweise habe das Gaspedal blockiert und der Fahrer habe versucht, den immer schneller werdenden Bus zum Halten zu bringen, indem er gegen eine Mauer fuhr. Ein deutscher Überlebender des Unglücks hatte zuvor Bremsversagen vermutet.

29 Tote in Madeira - Gedenkgottesdienst mit deutscher Pfarrerin nach Busunglück 

Update vom 19. April, 23.04 Uhr: Immer noch ist unklar, wie der Reisebus verunglücken konnte. War es ein technischer Defekt? Haben die Bremsen versagt? Augenzeugen berichten, dass der Bus auf der abschüssigen Straße immer schneller wurde. Der Busfahrer (55) liegt noch in der Klinik. Er kann wohl wichtige Hinweise zu dem Unglück geben. Ein Kollege kann sich kaum vorstellen, wie alles abgelaufen sein könnte, berichtet die Bild. Demnach soll der Busfahrer sehr erfahren gewesen sein und 25 Jahre lang für das Unternehmen gearbeitet haben.    

Update vom 19. April, 21.43 Uhr: Überlebende des Busunglücks und ihre Angehörigen nahmen am Karfreitag an einem Gedenkgottesdienst in Funchal teil. Die Pfarrerin der deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo hatte eingeladen.

Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, so berichtet es die Zeitung „Correio da Manhã“. „Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen“, sagt Ilse Everlien Berardo. „Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte.“

Busunglück auf Madeira: Termin für Rücktransport der Überlebenden steht fest

Update vom 19. April, 17.40 Uhr: Ein Flugzeug der Bundeswehr stehe für die Rückkehr der Verletzen bereit, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. 

Doch erst am Samstag sollen die meisten der bei dem Busunglück in Madeira verletzten Deutschen in ihre Heimat gebracht werden. Das bestätigte Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa nach einem Besuch im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça in der Inselhauptstadt Funchal. 

Update vom 19. April, 16.12 Uhr: Nach dem schweren Busunglück auf Madeira werden noch 16 Verletze in der Kinik behandelt, doch alle sind  außer Lebensgefahr. Zwei Patienten lägen aber weiter auf der Intensivstation, zitierte die Online-Zeitung „Observador“ die Direktion der Klinik Dr. Nélio Mendonça.

Der Busfahrer hatte das Unglück am Mittwochabend schwer verletzt überlebt. Portugiesischen Medienberichten zufolge konnte er zunächst nicht vernommen werden.

Update vom 19. April, 12.40 Uhr: Es werden neue Details zu dem verheerenden Busunfall auf Madeira bekannt, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen. Die Gruppe wollte zu einem typisch madeirischen Abendessen in Funchal und hatte gerade erst das Hotel verlassen, als der Unfall geschah.

Die Behörden ermittelten am Freitag weiter zur Unfallursache und versuchten, die Opfer zu identifizieren. Augenzeugen zufolge könnte das Unglück auf ein Bremsversagen zurückgehen. Der Bus sei immer schneller geworden, während der Fahrer verzweifelt versucht habe, das Fahrzeug zum Halten zu bringen. Das berichteten Augenzeugen im portugiesischen Fernsehen. Dabei prallte der Bus auch gegen eine Betonwand, an der schwarze Streifspuren zurückblieben.

Fast alle Passagiere seien bei dem Unfall aus dem Bus herausgeschleudert worden, zitierten Medien den Koordinator der medizinischen Notfalldienste, António Coelho. „Nur fünf Menschen, darunter der Fahrer, waren beim Eintreffen der Rettungsteams im Bus. Alle anderen befanden sich außerhalb.“ Wahrscheinlich hätten sie keine Sicherheitsgurte angelegt, meinte Coelho.

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa gedenkt am Freitag an der Unglücksstelle, der verstorbenen 29 Deutschen Urlauber.

Nach verheerendem Busunglück auf Maderia: Chefarzt äußert sich

Update vom 19. April, 12.26 Uhr: Nach dem verheerenden Busunglück auf der portugiesischen Insel Madeira, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen, meldete sich jetzt der Chefarzt der Klinik auf Madeira zu Wort, in der die Opfer des Busunglücks aufgenommen wurden. Dr. Miguel Reis vom „Dr. Nélio Mendonça“-Krankenhaus war laut Bild über 24 Stunden lang im Einsatz und behandelte die Verletzten als erstes. „Es war ein absoluter Ausnahmezustand. Das war kein Routineeinsatz. Es trat ein Notfallplan in Kraft. Chirurgen, Ärzte, Krankenschwestern aus ganz Madeira wurden zu uns gebracht, damit wir die Situation kontrollieren konnten“, sagte der Arzt dem Blatt.

Derzeit seien noch 15 Opfer des Busunglücks in der Klinik. Dr. Reis erklärte: „Zwei sind auf der Intensivstation. Drei auf der Intensivüberwachungspflege. Der Rest teilt sich auf die Stationen Kardiologie und Orthopädie auf.“

Die Behandlung würde dadurch erschwert werden, dass die Patienten an Polytraumata leiden. „Das heißt, sie haben am ganzen Körper mehrere Verletzungen erlitten“, erklärt der Arzt. Doch die Verletzten seien außer Lebensgefahr: „Sie sind alle momentan stabil. Kein Zustand verschlechtert sich. Wir sind sehr froh darüber.“

Die „Dr. Nélio Mendonça“-Klinik befindet sich in der Insel-Hauptstadt Funchal und liegt rund zwölf Kilometer vom Unglücksort entfernt.

29 Tote bei Busunglück auf Madeira - Zeugen-Aussage zu Unfallursache - Maas besucht Unglücksstelle

Update vom 19. April, 10.46 Uhr: Zwei Tage nach dem tödlichen Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira wurden am Karfreitag noch 16 Verletzte im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça in Funchal behandelt. Zwei von ihnen lägen weiter auf der Intensivstation, zitierte die Online-Zeitung „Observador“ die Klinikdirektion. In Lebensgefahr befinde sich aber niemand mehr.

Bei den 16 Patienten im Krankenhaus handele es sich um 14 Deutsche und zwei Portugiesen, hieß es weiter. Bei dem Unfall waren auch der Fahrer und der Reiseleiter verletzt worden, beides Einheimische. Der Fahrer konnte Berichten zufolge bisher nicht befragt werden.

Ursprünglich waren 28 Verletzte in das Krankenhaus gebracht worden, „26 mit deutscher Nationalität“, erklärte die Klinik. Ein Patient starb später. Zahlreiche andere wurden mittlerweile entlassen.

Update vom 19. April, 8.07 Uhr: Auch am zweiten Tag nach dem schweren Busunfall auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ermitteln die Behörden weiter zur Unfallursache und versuchen, die hauptsächlich deutschen Opfer zu identifizieren. Augenzeugen zufolge könnte das Unglück mit 29 Toten auf ein Bremsversagen zurückgehen. Der verletzte Busfahrer konnte bislang nicht befragt werden.

Der verunglückte Bus war erst fünf bis sechs Jahre alt. Der Mann am Steuer galt als erfahrener Fahrer. Die Behörden warnten vor vorschnellen Festlegungen auf eine Unfallursache, bevor eindeutige Ermittlungsergebnisse vorliegen.

Noch bis Samstag gilt in ganz Portugal eine dreitägige Staatstrauer.

29 Tote bei Busunglück auf Madeira - Zeugen-Aussage zu Unfallursache - Maas besucht Unglücksstelle

Update vom 18. April 2019, 22.25 Uhr: Nach dem tragischen Busunglück mit zahlreichen deutschen Todesopfern hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Unglücksstelle auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira besucht. Maas legte am Donnerstagabend zusammen mit seinem portugiesischen Kollegen Augusto Santos Silva und dem Vizepräsidenten der Regionalregierung von Madeira, Pedro Calado, einen Kranz nieder.

Maas bedankte sich bei den portugiesischen Behörden für die "großartige Zusammenarbeit in einer ganz schwierigen Zeit". Die Bundesregierung arbeite "mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen, diejenigen, die ums Leben gekommen sind, zu identifizieren, und die Angehörigen zu informieren", sagte Maas.

Das sei eine "sehr schwierige Arbeit, bei der keine Fehler gemacht werden dürfen, bei der alles sehr sicher sein muss". Deshalb seien mittlerweile auch Beamte des Bundeskriminalamtes auf dem Weg nach Madeira.

Update vom 18. April 2019, 18.30 Uhr: Überlebende des schweren Busunglücks von Madeira haben ein Bremsversagen als wahrscheinliche Unfallursache bezeichnet. „Ich kann mir keine andere Ursache vorstellen. Der Bus fuhr von der Quinta Splendida los, nach einige Sekunden wurde er immer schneller. Er schlug gegen die Mauer, wir glaubten sofort, dass er außer Kontrolle geraten war. Er wurde immer schneller, und dann überschlug er sich“, erzählte ein leicht verletzter Mann nach einem Bericht der Online-Zeitung „Observador“.

Der Mann hatte sich demzufolge bei dem Unfall eine Rippe gebrochen, seine Frau wurde am Nacken leicht verletzt. Alter und Herkunft des Ehepaars nannte „Observador“ nicht. Die Frau erzählte, dass ein Tipp auf dem Hinflug wohl dafür gesorgt habe, dass sie glimpflich davon kamen. „Im Flugzeug erklärten sie uns, was zu tun war. Wir kauerten uns zusammen wie die Babys. Und das war unser Glück“, sagte sie.

Bei dem Unfall in dem Ort Caniço kamen nach portugiesischen Angaben 29 Menschen ums Leben, 27 wurden verletzt. Vom Hotel Quinta Splendida bis zur Unfallstelle sind es nur etwa 250 Meter.

Update vom 18. April 2019, 16.27 Uhr: Die meisten Opfer des Busunglücks auf Madeira hatten ihre Reise bei dem hessischen Unternehmen Trendtours Touristik aus Frankfurt am Main gebucht. 51 Feriengäste in dem Bus waren Kunden des Unternehmens, wie der Reiseveranstalter am Donnerstag mitteilte. In einer Stellungnahme kündigte das Unternehmen Unterstützung für die Opfer und ihre Angehörigen an. Zwei weitere Betroffene waren Kunden des Anbieters Schauinsland-Reisen.

Die Reisegruppe sei mit einem gecharterten Bus auf dem Weg zu einer Abendveranstaltung in Funchal gewesen, "als der Bus aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und eine Böschung hinab stürzte", erklärte Trendtours. Das Unternehmen habe bereits ein Unterstützungsteam nach Madeira geschickt.

Der Reiseveranstalter sei "zutiefst erschüttert" über den Unfall und spreche allen Opfern und Angehörigen sein Beileid aus. "Wir werden den Betroffenen im Rahmen des uns Möglichen jede Unterstützung in diesen schweren Stunden leisten", kündigte das Unternehmen an.

Trendtours Touristik gehört nach eigenen Angaben zu den führenden deutschen Direktreiseveranstaltern. Bei dem Busunglück auf der Ferieninsel Madeira kamen am Mittwochabend 29 Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt. Die meisten Opfer waren deutsche Touristen.

Laschet nach Busunglück in Madeira: Wohl Menschen aus NRW zu Schaden gekommen

Update vom 18. April 2019, 15.55 Uhr: Unter den Opfern des schweren Busunglücks auf Madeira vermutet die nordrhein-westfälische Landesregierung auch Menschen aus NRW. „Wir müssen davon ausgehen, dass bei diesem schweren Unglück auch Menschen aus Nordrhein-Westfalen zu Schaden gekommen sind“, teilte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag mit. Die Landesregierung machte zunächst keine Angaben, ob auch Tote unter den Opfern aus NRW sind.

Überlebende des Unglücks berichten: Menschen flogen überall im Bus herum

Update vom 18. April 2019, 15.15 Uhr: Erstmals berichten Überlebende von den schrecklichen Minuten während des Unglücks. „Der Bus fuhr schneller und schneller und krachte gegen eine Mauer. Es gab Schreie. Wir beide waren angeschnallt, die anderen offenbar nicht, wir wissen es nicht. Die Menschen flogen um uns herum. Wir konnten herausklettern. (...) Wir sind gekrabbelt wie Babys. Der Rettungswagen waren sehr schnell da. Wir hatten riesiges Glück,“ sagen Überlebende gegenüber n-tv.

Eine Augenzeugin erzählte außerdem der portugiesischen Nachrichtenseite CMJournal, dass sie gesehen habe, wie der Fahrer „den fahrenden Bus an Wänden und Mauern stoppen wollte“. Weiter sagte sie: „Ich kann mir vorstellen, wie der Fahrer gelitten hat.“ Möglicherweise klemmte das Bremspedal. 

Busunglück auf Madeira: Reisegruppe war auf achttägigem Trip

Update vom 18. April 2019, 14.46 Uhr: Wie die Bild berichtet, hatte die Madeira-Reise für die verunglückten deutschen Urlauber gerade erst begonnen. Nur einen Tag vorher waren sie aus unterschiedlichen deutschen Städten angereist, um acht unbeschwerte Tage mit sieben Übernachtungen auf der Blumeninsel zu verbringen.

Am Unglückstages sei der Bus am Mittwoch gegen 18.30 Uhr losgefahren, um die Gruppe nach Berichten lokaler Medien zum Abendessen nach Funchal zu bringen.

Augenzeugin berichtet: Busfahrer hätte noch versucht, den Unfall zu verhindern

Update vom 18. April 2019, 13.08 Uhr: Der Fahrer des auf Madeira verunglückten Reisebusses hat nach Angaben einer Augenzeugin mit allen Mitteln versucht, den Unfall zu verhindern. Jedoch sei es ihm nicht gelungen, das Fahrzeug noch zum Stoppen zu bringen, sagte Rita Castro, die das Geschehen nach eigenen Angaben aus der Nähe beobachtet hatte, dem Nachrichtensender TVI24. Danach sei zunächst eine „ohrenbetäubende Stille“ eingetreten. „Ein Schrei aus Stille, wie in einem Schockzustand“, sagte die Portugiesin. Sie selbst habe zunächst auch keinen Laut hervorgebracht.

Neun Verletzte konnten nach Klinikangaben inzwischen entlassen werden, vier befinden sich weiterhin auf der Intensivstation.

Busunglück auf Madeira passierte nur 200 Meter vom Hotel der verunglückten Touristen

Update vom 18. April 2019, 12.53 Uhr: Wie die Bild berichtet, ist der Horror-Unfall nur 200 Meter vom Hotel der verunglückten Touristen passiert. Die Reisegruppe wollte gerade zum Abendessen in ein Restaurant fahren. Insgesamt waren 57 Menschen an Bord, 29 davon starben, als sich der Bus überschlug und eine Böschung hinab raste. Die genaue Unglücksursache ist bislang noch unklar. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass vermutlich ein mechanisches Problem der Grund gewesen sei – entweder seien die Bremsen ausgefallen oder das Gaspedal eingeklemmt gewesen. 18 Verletze werden derzeit noch in einer Klinik behandelt. Es befanden sich keine Kinder im Bus.

Update vom 18. April 2019, 12.21 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) begibt sich nach dem schweren Busunglück auf Madeira noch am Donnerstag auf die portugiesische Ferieninsel. Er werde mit einem Team von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten des Auswärtigen Amts nach Madeira fliegen, erklärte Maas in Berlin. Dort werde er mit Betroffenen sprechen, zudem wolle er den "portugiesischen Freunden unseren Dank für ihre Hilfe aussprechen".

Der Außenminister betonte, es gebe "noch keine Gewissheit" über die Zahl der deutschen Opfer des Unglücks von Mittwochabend. Die deutsche Botschaft in Lissabon arbeite "mit Hochdruck" gemeinsam mit den örtlichen Behörden an der Aufklärung.

Der deutsche Botschafter "ist soeben mit einem Team auf Madeira gelandet", fügte Maas hinzu. Sowohl in Berlin als auch vor Ort sei ein Krisenstab eingerichtet worden.

Portugal ordnet nach Busunglück auf Madeira drei Tage Staatstrauer an

Update vom 18. April 2019, 12.06 Uhr: Die portugiesische Regierung hat nach dem schweren Busunglück auf der Urlaubsinsel Madeira mit 29 Toten eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag angeordnet. Portugiesische Medien zitierten am Donnerstag aus einer Mitteilung des Ministerrats, dass Trauer und Solidarität aller Portugiesen mit den Opfern und ihren Angehörigen Ausdruck verliehen werden soll.

Nach dem Busunglück mit 29 Toten auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sollen die Leichen voraussichtlich bis Samstag identifiziert werden. Das sagte eine Vertreterin des Krankenhauses „Dr. Nélio Mendonça“ in der Hauptstadt Funchal bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Man hoffe, am Samstag mehr über die Identität der Todesopfer sagen und dann die Leichen übergeben zu können.

Busunglück bei Madeira - Bus war relativ neu

Update vom 18. April 2019, 11.00 Uhr: Der auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira verunglückte Reisebus war offenbar relativ neu. Das Fahrzeug sei im Februar 2013 zugelassen worden und damit nur rund sechs Jahre alt gewesen, berichtete die Zeitung „Diário de Notícias“ am Donnerstag ohne Nennung von Quellen.

Bei dem Fahrer, der bei dem Unfall verletzt wurde, handele es sich um einen 55-Jährigen mit viel Berufserfahrung, hieß es weiter. Er habe einen von insgesamt drei Bussen gefahren, die die Urlauber vom Hotel „Quinta Splendida“ in der Gemeinde Caniço zu einem Abendessen in der Hauptstadt Funchal bringen sollten.

Busunglück auf Madeira: Steinmeier dankt den Helfern

Update vom 18. April 2019, 10.43 Uhr: Nach dem Busunglück mit 29 Toten auf Madeira hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Rettungs- und Einsatzkräften auf der portugiesischen Atlantikinsel gedankt. Sie hätten schnell am Unglücksort Hilfe geleistet, teilte Steinmeier am Donnerstag in Berlin mit. „Dem portugiesischen Präsidenten Sousa danke ich für seine Anteilnahme in diesen schweren Stunden.“

„Ich bin tief erschüttert über den tragischen Unfall auf Madeira, durch den so viele Menschen aus dem Leben gerissen wurden“, so Steinmeier. „In Gedanken bin ich bei den Familien und Freunden der Opfer, wie viele Menschen hier in Deutschland. Wir trauern und fühlen alle mit ihnen. Den Verletzten wünsche ich gute und baldige Genesung.“

Madeira: Von Reisebus getroffenes Haus war zum Unfallzeitpunkt leer

Update vom 18. April 2019, 10.37 Uhr: Das Haus, auf das der verunglückte Reisebus auf Madeira gestürzt ist, war zum Unfallzeitpunkt leer. Das bestätigte der Bürgermeister des Ortes Caniço, Filipe Sousa, der portugiesischen Onlinezeitung „Observador“. Bewohnt werde es normalerweise von einem Mann, der sich zum Zeitpunkt des Unglück bei Verwandten aufgehalten habe. Er sei über die Tragödie informiert worden. Am Donnerstag sollten Experten die Schäden an dem Haus überprüfen.

Busunglück auf Madeira: Merkel äußert "Trauer und Bestürzung"

Update vom 18. April 2019, 10.13 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat mit Entsetzen auf das Busunglück mit vielen deutschen Toten auf der portugiesischen Insel Madeira reagiert. „Mit Trauer und Bestürzung denke ich an unsere Landsleute und alle anderen Menschen, die von dem fürchterlichen Busunglück auf Madeira betroffen sind“, erklärte Merkel am Donnerstag. „Meine aufrichtige Anteilnahme gilt vor allem all den Familien, die in diesem Unglück ihre Liebsten verloren haben.“ Sie hoffe mit den Verletzten und ihren Angehörigen, die um sie bangten, dass sie die körperlichen wie seelischen Folgen überwinden könnten.

Eine konkrete Zahl von Opfern nannte die Kanzlerin nicht. „Ich danke allen auf Madeira, den Rettern, Sanitätern und Ärzten, die unter schwierigen Umständen an der Unglücksstelle im Einsatz waren“, schrieb Merkel weiter. Das Auswärtige Amt und seine Mitarbeiter in Portugal seien in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden bemüht, „den Angehörigen soweit als möglich in diesen schmerzhaften Stunden und Tagen zur Seite zu stehen“. Merkel selbst hatte an diesem Mittag ebenfalls einen schweren Gang vor sich: In Templin im Norden Brandenburgs wird am Nachmittag ihre am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorbene Mutter Herlind Kasner beigesetzt.

Auf Madeira verunglückte Urlauber hatten offenbar bei demselben Veranstalter gebucht

Update vom 18. April 2019, 09.17 Uhr: Bei den Opfern der Reisebus-Tragödie auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira handelt es sich nach Angaben des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik. Es habe sich nicht um eine gemeinsame Gruppe gehandelt, sondern um Reisende, die zu verschiedenen Zeitpunkten auf Madeira angekommen seien und über einen deutschen Reiseveranstalter und dessen portugiesischen Partner Ausflüge gebucht hätten, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels „Quinta Splendida“ in dem Ort Caniço am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gäste des Veranstalters reisten normalerweise immer donnerstags und dienstags an, hieß es weiter. Der Bus war am Mittwochabend auf dem Weg vom Hotel zu einem Abendessen in Funchal von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. 29 Menschen starben nach bisherigen Erkenntnissen.

Einsatz am Unfallort in Madeira beendet

Update vom 18. April 2019, 08.58 Uhr: Nach dem schweren Busunglück auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira mit mindestens 29 Toten haben die Rettungskräfte laut Medienberichten ihren Einsatz am Unfallort beendet. Das Wrack des Reisebusses sei kurz nach 5.00 Uhr (6.00 MESZ) am Donnerstag vom Unglücksort geräumt worden, berichteten der Sender SIC Notícias und die Zeitung „Observador“.

Unter den Opfern sind nach bisherigen Erkenntnissen viele deutsche Touristen. Der Reisebus war bei dem Unglück am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço östlich von Funchal, in der die Urlauber im Hotel „Quinta Splendida“ die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus.

Busunglück auf Madeira: Regierung erklärt Trauerzeit

Update vom 18. April 2019, 06.27 Uhr: Nach dem schweren Busunglück auf Madeira hat die Regionalregierung eine dreitägige Trauerzeit für die portugiesische Insel angeordnet. Diese gelte von Donnerstag bis Samstag, hieß es in einer Erklärung des Regierungsrats der Autonomen Region Madeira. Demnach werden die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf Madeira während der drei Tage auf halbmast gesetzt.

Außerdem stieg die Zahl der Toten von 28 auf 29 Menschen an. Eine Frau sei ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte ein Arzt des Krankenhauses der Stadt Funchal am späten Mittwochabend mit. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sagte, seinen Informationen zufolge stammen alle Todesopfer aus Deutschland.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat nun einen Krisenstab errichtet. Aus technischen Gründen musste nun die Hotline geändert werden. Sie lautet nun wie folgt: 030-500 030 00.

Busunglück auf Madeira: An diese Nummer können sich besorgte Angehörige wenden

22.53 Uhr: Die Bundesregierung hat bestürzt auf das Busunglück in Madeira reagiert, bei dem vermutlich auch deutsche Touristen ums Leben gekommen sind. Sprecher der Bundesregierung und Chef des Bundespresseamtes (BPA) Steffen Seibert twittert über das tragische Unglück: „Unsere tiefe Trauer gilt all denen, die in dem verunglückten Bus ihr Leben verloren haben, unsere Gedanken sind bei den Verletzten.“ Er veröffentlicht eine Nummer des Auswärtigen Amtes, an die sich besorgte Angehörige wenden können: Tel. 030 5000 2000

22.44 Uhr: Nach dem schweren Busunglück auf Madeira hat ein Vertreter der portugiesischen Regierung dem deutschen Botschafter in Portugal kondoliert. Damit verdichten sich die Hinweise, wonach es sich bei den 28 Opfern um Deutsche handelt. Der Vertreter Portugals für die Autonome Region Madeira, Ireneu Cabral Barreto, bedauere „den schweren Verkehrsunfall zutiefst“ und spreche den Angehörigen der Opfer „aufrichtiges Beileid“ aus, zitierte ihn die Zeitung „Observador“.

Feuerwehrmänner helfen den überlebenden Opfern.

Busunglück auf Madeira: Staatspräsident spricht von „Moment des Schmerzes“

22.30: Uhr: Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa wollte zunächst noch am Abend nach Madeira reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Jedoch würden die Militärflugzeuge möglicherweise gebraucht, um Verletzte auf das Festland zu bringen, hieß es. Sousa habe die Reise deshalb zunächst wieder abgesagt, wie Medien berichteten. „Dies ist ein Moment des Schmerzes, aber auch der Solidarität“, sagte der Präsident dem Nachrichtensender SIC Noticias.

22.28 Uhr: Die Nachrichtenagentur Lusa berichtete von insgesamt 51 Passagieren an Bord. 22 von ihnen seien unterschiedlich schwer verletzt worden und entweder vor Ort behandelt oder in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Funchal gebracht worden.

„Mein Gott, ich bin sprachlos“, sagte Bürgermeister Sousa. Der Fahrer hatte offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin einen Abhang hinunter in ein Wohnviertel stürzte. Auf Bildern war zu sehen, wie der weiße Reisebus völlig zerstört auf der Seite und teilweise auf einem roten Ziegeldach lag. Der Busfahrer und der Reiseleiter - beides Portugiesen - hätten verletzt überlebt, so der Bürgermeister.

22.04 Uhr: Nach Angaben des Auswärtigen Amtes „möglicherweise“ auch Deutsche unter den Opfern. Nähere Angaben lagen zunächst nicht vor. „Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Lissabon stehen mit den örtlichen Behörden in Kontakt“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Mittwochabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Video: Madeira - 29 Urlauber bei Busunfall getötet

Busunglück auf Madeira: 28 Tote - Die Erstmeldung

Funchal - Bei einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind am frühen Mittwochabend mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern - 17 Männern und 12 Frauen - soll es sich um deutsche Touristen handeln. Das sagte der zuständige Bürgermeister Filipe Sousa dem portugiesischen Sender RTP3. Dazu gab es von deutscher Seite noch keine offizielle Bestätigung.

Der Fahrer und der Reiseleiter sollen verletzt überlebt haben. Mehrere weitere Urlauber seien in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Funchal gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa.

Das Unglück ereignete sich dem örtlichen Zivilschutz zufolge gegen 18.30 Uhr in der östlich von Funchal gelegenen Gemeinde Caniço. Der Fahrer hatte offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin eine Böschung hinunter auf ein Haus stürzte. Zahlreiche Rettungswagen waren im Einsatz. Wie viele Menschen sich in dem Touristenbus befanden, war noch unklar.

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Busunglück auf Madeira: Hintergrund zur Insel - hauptsächlich auch deutsche Touristen

Die „Blumeninsel“ Madeira liegt etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantik und ist vor allem auch bei Deutschen sehr beliebt. Wanderer, Taucher und Golfer schätzen die atemberaubende Natur und das milde subtropische Klima. Madeira hat etwa 260 000 Einwohner, die Insel gehört zu Portugal.

Für diejenigen, die Steuern sparen wollen, ist die Heimatinsel von Fußballstar Cristiano Ronaldo vor der Nordwestküste Afrikas aus anderen Gründen eine bekannte Adresse: In der „Região Autónoma“ zahlen Unternehmen eine Körperschaftssteuer von nur fünf Prozent. Zum Vergleich: Auf dem portugiesischen Festland sind 21 Prozent fällig.

Seit der Eröffnung des Santa Catarina Flughafens 1963 kommen die meisten Urlauber mit dem Flugzeug, und die Touristenzahlen steigen jedes Jahr. Den Hauptanteil bilden heute Briten und Deutsche.

Auch in Deutschland gab es ein schlimmesBusunglück mit einem Flixbus - bisher gibt es einen Toten.

Lesen Sie auch: Dieser Berg in den Alpen droht zu explodieren - Gefahr für die Bevölkerung

Bei einem Bahn-Unfall nahe Rendsburg (Schleswig-Holstein) sind am Mittwochmorgen mindestens 20 Menschen verletzt worden.

Zu einem schrecklichen Familiendrama kam es am Donnerstagabend in Dresden. Ein Vater hat seine zwei Kinder getötet

dpa, afp

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