Mehrstöckiges Gebäude völlig zerstört

Explosion in Madrid fordert Tote: Dramatische Details - „Ich dachte, es wäre eine Bombe“

  • Marcus Giebel
    vonMarcus Giebel
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Bei einer Explosion im Zentrum von Madrid ist ein mehrstöckiges Hochhaus weitgehend zerstört worden. Die Ursache ist offenbar klar. Drei Leichen wurden geborgen.

  • Mitten im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid ist es am Mittwoch, 20. Januar, zu einer gewaltigen Explosion gekommen.
  • Ein mehrstöckiges Gebäude wurde dabei weitgehend zerstört. Drei Menschen starben, zahlreiche wurde verletzt.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 21. Januar, 6.35 Uhr: Einen Tag nach der Explosion von Madrid befindet sich die spanische Landeshauptstadt noch immer in einer Schockstarre. „Es war wie ein Erdbeben, ich dachte, es wäre eine Bombe“, sagte ein Zeuge gegenüber der Tageszeitung El País. Aktuell ist die Rede von drei Toten und elf Verletzten.

„Es war ein Drama“, erklärte der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez Almeida. Nun dringen weitere Details ans Licht. Starker Gasgeruch soll am frühen Mittwochnachmittag das Gemeindezentrum der Iglesia de la Virgen de la Paloma erfüllt haben. Einer der Priester, der sich in einer der darüberliegenden Wohnungen befand, beschloss nach Angaben des Erzbistums, schließlich einen Elektriker zu rufen. David Santos Muñoz kam sofort - und ging dem Gasgeruch auf den Grund. Nur Minuten später, so berichtet El País weiter, kam es zu der Explosion. Gegen 19 Uhr bestätigten die Madrider Behörden den Tod des vierfachen Familienvaters Muñoz.

Explosion in Madrid fordert Tote: Schnee verhinderte wohl größere Katastrophe - vierfacher Familienvater unter Opfern

Update vom 20. Januar, 21.31 Uhr: Der verstorbene Techniker soll 35 Jahre alt gewesen sein. Seine vier Kinder müssen nun ohne Vater aufwachsen. Der explodierte Gaskessel soll bereits seit Tagen defekt gewesen sein, wegen des Schneesturms sei eine frühere Reparatur aber nicht möglich gewesen.

Update vom 20. Januar, 20.10 Uhr: Mittlerweile ist klar, dass der als vermisst angesehene Techniker, der an der Gasleitung hantierte und womöglich die Explosion auslöste, unter den drei Verstorbenen ist. Das berichtete der Regierungsdelegierte José Manuel Franco im Radiosender Cadena Ser.

Update vom 20. Januar, 20.05 Uhr: Am frühen Donnerstagmorgen sollen die Abrissarbeiten für die oberen Stockwerke des explodierten Gebäudes beginnen. Der Delegierte für Stadtentwicklung, Mariano Fuentes, erklärte laut El País, Kräne würden um 8 Uhr ihre Arbeit aufnehmen. Es müsse jedoch sehr, sehr vorsichtig vorgegangen werden.

Explosion in Madrid: Ein Verletzter soll sich in kritischem Zustand befinden

Update vom 20. Januar, 18.20 Uhr: Nach Informationen von El País befindet sich nach der Explosion in Madrid ein 36-Jähriger mit multiplem Trauma in einem kritischen Zustand. Ein 53-Jähriger habe ein Kopftrauma erlitten, sei jedoch stabil. Zudem habe sich ein 29-Jähriger das Wadenbein gebrochen, ein 27-Jähriger erlitt eine Knöchelverletzung.

Update vom 20. Januar, 18.00 Uhr: Offenbar war der Wintereinbruch rund um Madrid eine glückliche Fügung. Wie Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida erklärte, hatten sich wegen der Schneereste keine Kinder auf einem Schulhof befunden, auf dem mehrere Trümmerteile des Gebäudes niedergingen.

Update vom 20. Januar, 17.50 Uhr: In spanischen Medien wie dem TV-Sender RTVE wird berichtet, dass die beiden noch nicht näher identifizierten Todesopfer männlich seien.

Update vom 20. Januar, 17.40 Uhr: Mittlerweile heißt es, dass es sich bei dem 85-jährigen Todesopfer nicht um eine Bewohnerin des Gebäudes, sondern eine Passantin gehandelt habe. Über die weiteren Verstorbenen ist noch nichts bekannt. Unter den Verletzten sei auch einer der Pfarrer, zwei Polizisten seien leicht verletzt worden und befänden sich ebenfalls im Krankenhaus.

Explosion in Madrid: Unglück geschah wohl bei Überprüfung der Gasleitungen

Update vom 20. Januar, 17.35 Uhr: Unter Bezug auf Polizeiquellen berichtet El País davon, dass sich die Explosion ereignet habe, als Mitarbeiter des Gasbetreibers die Leitungen im hinteren Teil des Gebäudes überprüften. Laut dem Regierungsdelegierten José Manuel Franco werde einer der Mitarbeiter vermisst. Sobald dies möglich ist, sollen Polizeihunde unter den Trümmern nach der Person suchen.

Update vom 20. Januar, 17.15 Uhr: Mittlerweile berichtet El País von drei Todesopfern, die oberen vier Stockwerke des Gebäudes seien explodiert. Eine Person werde vermisst. Während sechs Verletzte vor Ort behandelt werden können, wurden drei Männer in Kliniken gebracht. Ein 26-Jähriger befinde sich in einem mittelschweren Zustand, ein 53-Jähriger in einem milden Zustand, zudem habe sich ein Mann ein Bein gebrochen.

Explosion in Madrid: 85-Jährige und Mann tot - Verletzte werden in Kliniken behandelt

Update 20. Januar, 17.09 Uhr: Die Explosion sei nach Auskunft der Kirchengemeinde, die in dem Gebäude mehrere Räume nutzt, in einer der Pfarrerwohnungen entstanden. Rettungskräfte würden die Pfarrer behandeln, diese seien außer Lebensgefahr.

Update vom 20. Januar, 16.58 Uhr: Mittlerweile gibt es die Bestätigung der Madrider Notfallzentrale, dass es sich bei einer der beiden Toten um eine 85-jährige Frau handle. Zudem sei ein Mann ums Leben gekommen, weitere Daten sind nicht bekannt. Mehrere Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Update vom 20. Januar, 16.55 Uhr: Laut der Zeitung El País schließt Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida nicht aus, dass das Gebäude nach den Bergungsarbeiten kontrolliert zum Einsturz gebracht werde. Weiter sagte der Christdemokrat: „Die Feuerwehrleute werden überprüfen, ob die angrenzende Mauer zwischen dem eingestürzten Gebäude und dem Pflegeheim beschädigt wurde. Es sind auch Trümmer auf den angrenzenden Schulhof gefallen.“ Die älteren Personen wurden derweil in einem Hotel auf dern anderen Straßenseite untergebracht.

Mehrere Opfer: Neben Toten gibt es auch einige Verletzte, die teilweise in Kliniken behandelt werden.

Explosion in Madrid: Zwei Leichen geborgen - Fassade des Gebäudes völlig eingestürzt

Update vom 20. Januar, 16.45 Uhr: Der spanische TV-Sender RTVE und andere Medien berichten unter Berufung auf Sprecher des Innenministeriums und der Feuerwehr, dass die Leichen einer 85 Jahre alten Frau und eines noch nicht identifizierten Mannes
geborgen worden seien. Nach bisherigen Erkenntnissen seien außerdem acht Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer, hieß es.

Das betroffene Gebäude mit der Hausnummer 98 in der Straße Calle de Toledo - etwa 700 Meter südlich der Plaza Mayor - soll sechs Stöcke gehabt haben, die Fassade sei jedoch völlig eingestürzt. Offenbar handelt es sich um ein Residenz- und Bürogebäude für Priester, hieß es. „Es war eine schreckliche Explosion, Trümmerteile flogen durch die Luft“, erzählte eine sichtlich mitgenommene Nachbarin im Fernsehen.

Die Feuerwehr, die Polizei und die Notfalldienste waren mit rund zwei Dutzend Fahrzeugen im Einsatz. Bewohner von Nachbargebäuden, darunter eines Seniorenheimes, wurden nach Medienberichten umgehend in Sicherheit gebracht. Die Unglücksstelle wurde wegen Einsturzgefahr weiträumig abgeriegelt.

Eine Explosion im Zentrum von Madrid hat ein mehrstöckiges Hochhaus zerstört.

Update vom 20. Januar, 16.30 Uhr: Ersten Meldungen zufolge wird von mindestens zwei Todesopfern ausgegangen, manche Medien berichten auch von vier Toten. Über den Vorfall berichtet auch costanachrichten.com* direkt aus Spanien.

Update vom 20. Januar, 16.20 Uhr: Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida erklärte, aktuell werde davon ausgegangen, dass es sich um eine Gasexplosion handele. Das Gebäude stehe von innen in Flammen, weshalb es nicht angeraten sei, einzugreifen. Entsprechend scheinen die Rettungskräfte zum Zuschauen verdammt zu sein.

Explosion in Madrid: Ursache bisher unklar - Videos zeigen Ausmaß der Zerstörung

Erstmeldung vom 20. Januar:

Madrid - Zu einer gewaltigen Explosion ist es im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid gekommen. Ein mehrstöckiges Gebäude dabei weitgehend zerstört worden. Noch gebe es keine Angaben über mögliche Opfer, berichteten der spanische Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die Behörden. Bisher gibt es kaum Augenzeugenberichte. Auf Twitter kursieren jedoch Videos des Unglücks.

Zur Explosion soll den Angaben zufolge am Mittwoch, 20. Januar, gegen 15 Uhr gekommen sein. Die Ursache war vorerst unbekannt. Der spanische Sender La Sexta TV spricht unter Berufung auf Regierungskreise von einem Gasleck. Offizielle ist das jedoch noch nicht bestätigt. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Spanische Medien berichteten, die Bewohner von Nachbargebäuden, darunter eines Seniorenheimes, würden in Sicherheit gebracht. (nai) *costanachrichten.com ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Oscar del Pozo/afp

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