Urteil in spektakulärem Prozess

Mädchen getötet und angezündet: Lebenslange Haft

Korneuburg - Urteil in einem der spektakulärsten Prozesse der heimischen Justizgeschichte: Ein Mann (51) soll eine 16-Jährige getötet, angezündet und deren Leiche auf seinem Grundstück versteckt haben.

Über den Fall rätselte Österreich jahrelang: Ein Mädchen verschwindet 2006 in Niederösterreich nach der Schule spurlos. Erst fünf Jahre später werden in einem Keller nahe ihres Wohnhauses Knochenteile der 16-Jährigen entdeckt. Der 51 Jahre alte Besitzer des Hauses ist nun am Dienstagabend in einem Indizienprozess wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe schuldig gesprochen worden. Das Urteil des Landesgerichts Korneuburg ist nicht rechtskräftig.

Der ehemalige Besitzer einer Videothek, laut Staatsanwalt ein „hochgradig sexualisiertes Muskelpaket“, hatte stets seine Unschuld beteuert. Er sagte, Unbekannte hätten die Tote auf seinem Grundstück abgelegt.

Großangelegte Suchaktionen und Ermittlungen führten zu keinen Ergebnissen bis 2011 auf dem Grundstück des Mannes die Leiche des Mädchens gefunden wurde. Laut Anklage starb das Mädchen entweder durch einen Faustschlag oder durch Erwürgen in der Videothek des 51-Jährigen. Danach habe der Mann ihre Leiche auf seinem Grundstück in einem Keller im niederösterreichischen Bezirk Hollabrunn abgelegt. Dort soll das Mädchen in eine Decke gewickelt angezündet worden sein. Auf der Decke wurden DNA-Spuren des Mannes gefunden.

Der Verurteilte wurde bereits 2011 verhaftet. Der Richter hatte allerdings keinen dringenden Tatverdacht gesehen und hatte ihn wieder freigelassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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