Mädchen (5) getötet: Urteil ohne Leiche

London - Es ist ein grausames Verbrechen, für das ein Mann in Großbritannien nun lebenslang hinter Gitter muss. Er hatte ein kleines Mädchen entführt und getötet - doch eine Leiche gab es nie.

Ein ehemaliger Schlachthofangestellter in Wales ist für die Entführung und die Ermordung einer Fünfjährigen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Leiche der kleinen April war trotz einer groß angelegten Suche der Polizei nie gefunden worden. Die Geschworenen am Gericht in Mold Crown im Norden von Wales sprachen den Angeklagten Mark B. am Donnerstag dennoch schuldig.

B. hatte stets darauf beharrt, dass das Mädchen durch einen Unfall ums Leben gekommen war. In seinem Haus waren Blut des Mädchens und Knochen-Überreste in der Asche in einem Holzofen entdeckt worden. Der Richter bezeichnete ihn als „Pädophilen, der sexuelle und krankhafte Fantasien über junge Mädchen hegt“.

April war zuletzt im Oktober gesehen worden, als sie in dem Ort Machynlleth in Wales in einen Lieferwagen stieg. B. wurde am Tag darauf festgenommen. Tagelang durchsuchten Hunderte Freiwillige die Wälder der Gegend erfolglos nach ihrer Leiche.

Richter Griffith Williams verhängte die lebenslängliche Haftstrafe ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung - ein Urteil, das so in Großbritannien erst fünfmal gefällt wurde.

AP/dpa

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