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Tauben werden in letzter Zeit immer öfter Zielscheibe von Anschlägen. Nach den Brandattacken vor ein paar Monaten wurden jetzt Giftköder ausgelegt.

Angezündet und Vergiftet

Brutale Angriffe: Seit Monaten reibt ein Taubenhasser in Mainz sein Unwesen

Angezündet, getreten, vergiftet: Taubenhasser treibt in Mainz sein Unwesen - jetzt haben Kinder vergiftete Tiere an der Rheingoldhalle entdeckt.

Mainz - Es ist gar nicht so lange her, dass fürchterliche Bilder von absichtlich angezündeten Tauben Mainz erschütterten. Unbekannte hatten die Tiere ohne ersichtlichen Grund in Brand gesetzt, beide überlebten schwer verletzt. 

Jetzt erreichen Taubenfreunde erneut erschütternde Nachrichten aus Mainz: Am letzten Sonntag entdeckten Kinder mehrere sterbende und teilweise schon tote Tauben auf Höhe der Rheingoldhalle.

Stadttaubenhilfe veröffentlicht Facebook-Post

Sie alarmierten umgehend die Stadttaubenhilfe Mainz, die einen berührenden Post auf Facebook veröffentlichte.

Sie berichteten, dass die Tiere entweder schrecklich krampften, zitterten oder schon tot waren. Eine Helferin spricht von blauen Zungen, die aus den Mündern ragten, sowie Blut, das aus Mündern und Augen lief. 

Klassische Symptome einer Vergiftung. Die Taubenhilfe reagierte sofort, packte Gegengift, Infusionen und eine Wärmeplatte ein, doch für viele Tiere kam die Hilfe bereits zu spät. 

Unbekannter verteilt präparierte Weizen

Am selben Abend schafften es die Helfer, noch zwei weitere Tauben von der Straße zu retten, diese lagen dort wahrscheinlich schon seit bis zu fünf Stunden - hilflos zurückgelassen zum Sterben. 

Eines der Tiere probierte nach Angaben der Helfer immer wieder, ihren Kopf noch aufrecht zu halten, doch ihre Kräfte schwanden von Minute zu Minute. Der oder die Unbekannte lief am Sonntag anscheinend mit einem Päckchen voller präparierter Weizenstücke durch die Stadt und warf sie den Tauben zum Fraß vor.

Vermehrt Anschläge gegen Tauben 

Mittlerweile haben sich das Ordnungsamt und die Polizei Mainz dem Fall angenommen. Wie der merkurist.de berichtet, betonte Polizeisprecher Ronaldo Roberto eine Häufung der Anschläge gegen Tauben in der letzten Zeit.

Sechs Tauben starben insgesamt am Fundort, eine überlebte die erste Nacht nicht, zwei sind mittlerweile in einem stabilen Gesundheitszustand und fressen eigenständig. Eine Taube kämpft sich noch immer tapfer ins Leben zurück, allerdings ist ihr Zustand kritisch.

(aba)

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