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Thomas de Maizière rechnet mit einem Einsatz deutscher Soldaten in Libyen.

Keine Deutschen Soldaten nach Libyen

Berlin- Nach Einschätzung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) wird es vermutlich kein militärisches Engagement Deutschlands in Libyen geben. Bei der Waffenlieferung sieht er keine deutschen Fehler.

Bei den in Libyen aufgetauchten G36-Sturmgewehren sieht Verteidigungsminister Thomas de Maizière keine Anhaltspunkte für Fehler in Deutschland. Auf die Frage, ob sich Deutschland in Sachen Waffenlieferungen an Libyen etwas vorzuwerfen habe, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im “Morgenmagazin“ der ARD: “Nach allem, was ich weiß, nein.“

Libysche Rebellen haben nach Medienberichten G36-Sturmgewehre aus Deutschland erbeutet. Diese Waffen werden vom Rüstungsunternehmen Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar (Baden-Württemberg) hergestellt. Die Gewehre seien nach Augenzeugenberichten den Rebellen beim Sturm auf die Residenz des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi vergangene Woche in Tripolis in großer Anzahl in die Hände gefallen. Laut Bundeswirtschaftsministerium gibt es “noch keine gesicherten Erkenntnisse“ darüber, auf welchem Weg die Waffen nach Libyen gelangt sein könnten.

Rebellen in Libyen: Sie kämpfen gegen Gaddafi

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De Maizière bekräftigte seine Auffassung, dass ein Einsatz deutscher Soldaten in Libyen nach der Niederlage des Gaddafi-Regimes derzeit kein Thema sei. “Nach allem, was wir hören, will der Nationale Übergangsrat, der ja sehr selbstbewusst ist, gerade Sicherheitskräfte - und erst recht aus dem Westen - gar nicht im Land haben. Deswegen stellt sich die Frage wahrscheinlich nicht.“ Der Verteidigungsminister forderte den Nationalen Übergangsrat auf, sich bei der internationalen Libyen-Konferenz an diesem Donnerstag in Paris in dieser Frage klar zu äußern.

dpa

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