+
Eine Thailänderin wird wegen eines Facebook-Kommentars angeklagt - ihr droht eine lange Haftstrafe.

Ihr drohen 15 Jahre Haft

Majestätsbeleidigung: Thailänderin nach Facebook-Kommentar angeklagt

Bangkok - Weil sie auf Facebook die Meinungsäußerung eines anderen mit "Ja" kommentierte, drohen einer Thailänderin jetzt eine lange Gefängnisstrafe.

Die 40-Jährige, Mutter eines kritischen Studentenführers, wurde am Montag formell wegen Majestätsbeleidigung angeklagt, teilte das Militärgericht in Bangkok mit. Sie ist gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von fast 14 000 Euro auf freiem Fuß.

Seit das Militär die gewählten Regierung vor gut zwei Jahren gestürzt hat, verfolgt die Junta Kritiker mit einer scharfen Gesetzauslegung.  Der Sohn der Frau, Sirawith Seritiwat, leitet eine Studentengruppe, die die Rückkehr zur Demokratie fordert. „Es ist ein neuer Tiefpunkt für die Junta, die Mutter eines Aktivisten mit dem Gesetz gegen Majestätsbeleidigung zu verfolgen, das systematisch angewandt wird, um Kritiker zum Schweigen zu bringen“, sagte der Direktor der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Brad Adams.

Ein Bekannter des Studentenführers hatte sich auf Facebook abfällig über die Rolle der Monarchie in Thailand geäußert. Die Frau hatte darunter „Ja“ geschrieben. Der Bekannte ist auch wegen Majestätsbeleidigung angeklagt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Studie: Jeder fünfte Deutsche ist tätowiert
Leipzig (dpa) - Tattoos werden einer Studie der Uni Leipzig zufolge immer beliebter. Jeder fünfte Deutsche ist demnach tätowiert.
Studie: Jeder fünfte Deutsche ist tätowiert
Frau auf offener Straße attackiert und lebensgefährlich verletzt
Ohne erkennbaren Grund wurde eine 45-jährige Frau in Düsseldorf auf offener Straße attackiert. Sie schwebt in Lebensgefahr.
Frau auf offener Straße attackiert und lebensgefährlich verletzt
Tattoos: Jeder fünfte Deutsche hat eins
Vor einigen Jahren waren Tattoos noch vergleichsweise rar gesät. Mittlerweile haben sie aber deutlich an Beliebtheit gewonnen, wie eine Studie der Uni Leipzig zeigt.
Tattoos: Jeder fünfte Deutsche hat eins
Tragödie in Tübingen: Junger Mann stürzt von Schornstein in den Tod 
Ein junger Kletterer ist im baden-württembergischen Tübingen vom Schornstein eines Kraftwerks in den Tod gestürzt.
Tragödie in Tübingen: Junger Mann stürzt von Schornstein in den Tod 

Kommentare