Vor einigen Küsten Mallorcas ist derzeit ein unübliches Wetterphänomen zu beobachten
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Vor einigen Küsten Mallorcas ist derzeit ein unübliches Wetterphänomen zu beobachten.

Folgeerscheinung nach Unwetter

Meerwasser verfärbt sich: Natur-Phänomen trifft Mittelmeer-Insel Mallorca

  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
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Nach schweren Unwettern auf Mallorca gibt es außergewöhnliche Bilder von Küstenabschnitten der spanischen Urlaubsinsel. Es handelt sich um das Resultat einer Kettenreaktion.

Mallorca - Nach den heftigen Unwettern auf den Balearen gibt es unter anderem auf Mallorca ein außergewöhnliches Naturphänomen zu sehen. Aufnahmen von Küstenabschnitten der bei Deutschen beliebten Urlaubsinsel kursieren auf sozialen Netzwerken.

Dabei handelt es sich um das Resultat einer Kettenreaktion: Durch Starkregen entstandene Überschwemmungen haben zu massiven Bodenabtragungen geführt, die mancherorts durch Flüsse ins Meer gelangten. Hierzu schildert die Mallorca Zeitung, dass es auf den Balearen-Inseln eigentlich keine Flüsse gibt, sondern stattdessen „torrentes“ genannte Sturzbäche. Diese würden sich lediglich bei Niederschlägen füllen, was bei extremen Wassermengen „schnell und heftig“ geschehen könne.

Mallorca: Auf Unwetter mit Überschwemmungen folgt eine Kettenreaktion

In der Folge verfärbte sich das Meerwasser an Mallorcas Küsten und denen benachbarter Inseln bräunlich, weil Schlick vom Land ins Meer gelangte. Was den Anschein macht, als handele es sich um einen Abwasserteppich, ist somit fruchtbarer Boden, der ins Mittelmeer gelangt sei, so das Blatt weiter.

Bei Aufnahmen aus südlichen Regionen der Insel ist zu sehen, dass die Bedingungen für Badeausflüge dort nicht allzu gut erscheinen. Besonders eindrücklich ist das verfärbte braune Wasser vor den Buchten des Naturschutzgebiets Mondragó zu bestaunen. Erstaunliche Luftaufnahmen hat das Forstschutznetzwerk Xarxa Forestal veröffentlicht:

Balearen-Unwetter: Mallorca und Co. mit braunem Wasser vor den Küsten

Das faszinierende Phänomen ist auf mehreren Baleareninseln zu beobachten, auch von Mallorcas Nachbarinsel Menorca wurden Bilder veröffentlicht, die eine Bucht im Vorher- und Nachher-Zustand vergleicht:

Naturschützer sind angesichts der verschwemmten Bodensätze jedoch nicht begeistert, vielmehr sehen sie eine der schwerwiegendsten Folgen nach dem Unwetter in der Balearen-Region. Derweil gab es für feierfreudige Mallorca-Touristen kürzlich eine positive Nachricht.

2019 hatten sich auf Mallorca zwei Tornados gebildet, die auf die Küste der Urlaubsinsel zusteuerten, starke Unwetter waren die Folge - und dramatische Videos im Netz. (PF)

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