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Mann adoptiert Hunde, die keiner will – und ermöglicht ihnen einen paradiesischen Lebensabend

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Von: Sven Barthel

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Mann mit Hunden auf einem Sofa
Der Amerikaner Steve Greig umringt von alten und kranken Hunden, die keiner mehr haben wollte. © Steve Greig / screenshot: Instagram / wolfgang2242

Steve Greig teilt sein Haus in Denver mit einem wahren Zoo. Als 2013 sein geliebter Hund starb, startete er ein ungewöhnliches Projekt zur Trauerbewältigung.

Denver - Er singt und schauspielert nicht, er ist weder Model noch Maler und auch kein Politiker und trotzdem zählt Steve Greigs Instagram-Account über 1 Million Follower. Der 57-jährige Amerikaner ist Buchhalter und bezeichnet sich selbst lediglich als Tierfreund, was in seinem Falle jedoch eine sympathische Untertreibung ist.

Vielmehr ist er ein Patron der verstoßenen Fellnasen, denn Steve Greig bewahrt alte und kranke Hunde, die niemand mehr haben will, vor der Todesspritze - und ermöglicht ihnen unter dem Dach seines Hauses ein Denver einen würdevollen Lebensabend.

Sein Leben mit den Vierbeinern dokumentiert Steve Greig seit nunmehr fünf Jahren auf Instagram. Mehr als 1.250 Fotos hat er dort schon hochgeladen - Bilder puren Lebensglücks, die Dankbarkeit zeigen und Nächstenliebe versprühen. Eine wohltuende Abwechslung für Auge und Geist, in einem Umfeld, in dem weitestgehend Narzissten mit Banalitäten um Aufmerksamkeit heischen.

Mehr als eine Million Menschen begeistern sich für Greigs Tierhaushalt, zu dem nicht nur Hunde zählen, sondern auch ein Hausschwein, ein Huhn, ein Truthahn und zwei Kaninchen.

Tod seines Hundes bringt Steve Greig auf eine Idee

Das Greig seit 8 Jahren eine Art eigene Arche Noah unterhält hat mit dem Verlust seines geliebten Hundes* Wolfgang zu tun. Zwölf Jahre lang tollten er und der Zwergpinscher Seite an Seite durchs leben, bis sein „bester Freund“ im Jahr 2013 von einem Auto angefahren wurde und die Verletzungen nicht überlebte.

Steve Greig fühlte sich als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggerissen, doch nach einer mehrmonatigen Zeit der Trauer entschied er sich, wieder nach vorne zu blicken und Wolfgangs Tod „einen Sinn zu geben“.

Schließlich beschloss Greig Hunde zu adoptieren, die niemand mehr haben wollte. Ältere, gebrechliche Hunde, kranke Hunde, „Hunde, die immer übersehen werden, die aber noch so viel Leben zu geben haben“, schreibt Greig auf seinem Instagram-Account „wolfgang2242“ , den er nach seinem verstorbenen Zwergpinscher benannt hat.

Als Erstes zog Eeyore bei ihm ein. Ein 12 Jahre alter Chihuahua mit vier kranken Knien und einen Herzfehler. „Er war der älteste und kränkste Hund im Tierheim“, so Greig gegenbüber today.com.

Wer alten Hunde ein liebevolles Zuhause gibt, wird belohnt

Unter Greigs Obhut verbrachte der Chihuahua noch sieben schöne Jahre bevor er 2020 altersbedingt für immer die Augen schloss. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Greigs Haus schon längst zu einer Tiersenioren-Residenz* entwickelt. Zehn bedürftige Hunde genießen aktuell seine Fürsorge.

Mit seinem Engagement möchte der Tierfreund vor allem darauf aufmerksam machen, dass sich auch ältere Tiere bestens als Haustier eignen.  „Diese Hunde werden in Tierheimen übersehen und sie haben so viel Licht und Liebe in sich“, weiß Greig aus Erfahrung zu berichten.  „Es ist einfach unglaublich lohnend.“

Natürlich machen viele Tiere auch viel Arbeit. Greigs Tag beginnt für gewöhnlich schon um 5 Uhr morgens. „Bevor ich zur Arbeit fahre, bereite ich für die Hunde das Futter und ihre notwendige Medizin zu“, erzählt er today.com. „Zweimal in der Woche widme ich den Hunden sogar meine Mittagspause und komme für eine Stunde extra heim.“

In der restlichen Zeit, kümmert sich Hundesitterin Michele um die Vierbeiner. „Ohne sie ginge es nicht“, so Greg über seiner Helferin, die Tiere genauso liebt wie er. Hut ab, für diesen Einsatz. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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