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Polizisten suchen in einer Gartenlaube auf einem Grundstück in Haar bei München nach der Leiche eines Mannes, der beim Sexspiel von seiner Partnerin grausam umgebracht worden sein soll. 

Pädagogin steht vor Gericht

Mann beim Sexspiel mit Kreissäge geköpft

München - Beim Sexspiel soll eine Pädagogin ihrem Freund mit einer Handkreissäge den Kopf abgeschnitten haben. Seine Leiche wird erst Jahre später gefunden. Nun beginnt der Prozess.

Der Prozess um einen Mord mit einer Handkreissäge beginnt am Montag (9.30 Uhr) vor dem Münchner Landgericht. Eine heute 32 Jahre alte Pädagogin ist angeklagt, weil sie ihren Freund beim Sexspiel in einer Studenten-WG getötet haben soll. Mit der Kreissäge soll sie ihren ans Bett gefesselten Lebensgefährten attackiert haben. Laut Anklagebehörde trennte sie ihm - wohl als er nach den heftigen Schnitten in den Oberkörper schon tot war - den Kopf ab.

Die Anklagebehörde geht von heimtückischem Mord aus und vermutet als Motiv eine unglückliche Beziehung. Die Frau habe sich oft mit ihrem Lebensgefährten gestritten und sei von ihm gedemütigt worden.

Noch monatelang soll der Tote im Dachgeschoss der Wohngemeinschaft gelegen haben - bis die Angeklagte im Sommer 2009 in den Urlaub fuhr und ihr nächster Freund im Haus blieb, um auf ihre Katze aufzupassen. Er fand die grausam zugerichtete Leiche - und verscharrte sie später gemeinsam mit seiner Freundin und einem weiteren Bekannten im Garten.

Die Tat soll sich schon im Dezember 2008 abgespielt haben - doch erst Jahre später, Anfang 2016, kam sie ans Tageslicht. Eine Bekannte der Angeklagten hatte von der Tat gehört und sich an die Polizei gewandt. Die Ermittler fanden die Leiche im Garten der Wohngemeinschaft in Haar bei München.

Nach Angaben ihrer Anwältin Birgit Schwerdt bestreitet die Angeklagte nicht, ihren Freund umgebracht zu haben. „Es geht insbesondere darum, die Hintergründe herauszuarbeiten und das Motiv herauszufiltern.“ Auch vor Gericht werde die Angeklagte sich selbst zu den Vorwürfen äußern. Schwerdt kündigte allerdings an, für die Aussage ihrer Mandantin den Ausschluss der Öffentlichkeit zu beantragen, „weil es da um ihre Privat- und Intimsphäre geht“.

dpa

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