SEK-Einsatz

Axt-Mann dringt in Marburger Gericht ein

Marburg - Ein mit Axt und Messer bewaffneter Mann ist am Dienstag in das Marburger Amtsgericht eingedrungen. Ein Fall für das Spezialeinsatzkommando.

Der Mann war am Mittag durch den Haupteingang in das Amtsgericht gekommen und hatte mit der Axt um sich geschlagen. Der Pförtner löste Alarm aus. Die Türen wurden danach verschlossen, so dass der Mann in dem Vorraum eingesperrt war. Die etwa 80 Mitarbeiter verließen das Gebäude. Der aggressive Mann schlug laut Polizei weiter mit der Axt auf Gegenstände ein. Dabei zerstörte er eine Gegensprechanlage, eine Scheibe aus Spezialglas hielt dem Schlag stand.

Er hat gesagt, dass er in der Psychiatrie gewesen und dort mit Medikamenten kaputt gemacht worden sei“, berichtete der Amtsgerichtsdirektor Cai Boesken von seinem Gespräch mit dem Täter. Der Mann habe erklärt, er wolle im Gericht einen Sitzungssaal zertrümmern, weil er „irgendwo damit anfangen müsse“. Sein Fall habe aber anscheinend nichts mit dem Marburger Gericht zu tun. Die Polizei versuchte auch mit Hilfe eines Psychologen, den Täter zur Aufgabe zu bewegen, jedoch vergeblich.

Etwa zwei Stunden nach seinem Eindringen in das Gericht überwältigte das SEK der Polizei den anscheinend psychisch gestörten Mann, dessen Identität zunächst nicht sicher geklärt ist. Es sei niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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