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Verwirrung wegen eines 20-Jährigen, der ein Messer dabei hatte: Ein Zollbeamter gibt Reisenden auf dem Gard du Nord Anweisungen. 

Reisende rannten ohne Gepäck weg

Mann mit Messer sorgt an Pariser Bahnhof für Panik

Paris - Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich hat ein mit einem Messer bewaffneter Mann für Panik am Pariser Bahnhof Gare du Nord gesorgt. 

Die Polizei nahm den jungen Mann fest, der keine Gegenwehr leistete. Laut den Beamten betrat der 20-jährige Malier mit einem Messer den Bahnhof, ohne jemanden zu bedrohen.

Reisende rennen ohne Gepäck davon

Reisende hätten den jungen Mann bemerkt und einer Polizeipatrouille gemeldet, hieß es weiter. Dessen sofortige Festnahme löste eine Panik im Bereich der Fernzüge aus - einige Zugreisende ließen ihr Gepäck mitten im Bahnhof stehen und rannten weg. Verletzt wurde niemand. Der Vorplatz der Gare du Nord wurde vorübergehend abgeriegelt und gegen 16.00 Uhr wieder freigegeben. Der Einstieg in die Eurostar-Züge nach Großbritannien wurde zwischenzeitlich gestoppt. Am Nachmittag war die Lage dann wieder ruhig.

Der Vorfall ereignete sich zwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf dem Champs-Elysées. Der Attentäter, ein vorbestrafter 39-jähriger Franzose, hatte am Donnerstagabend einen Polizisten getötet. Er verletzte zwei weitere Beamte sowie eine deutsche Passantin, bevor die Polizei ihn erschoss.

Die erste Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag findet unter extremen Sicherheitsvorkehrungen statt. Mehr als 50.000 Polizisten und Gendarmen sowie 7000 Soldaten sichern die Wahl in Frankreich ab. Es ist das erste Mal, dass eine Präsidentschaftswahl im Ausnahmezustand stattfindet. Dieser war nach den Attentaten vom 13. November 2015 in Paris mit 130 Todesopfern verhängt und immer wieder verlängert worden.

Lesen Sie auch: Wahl in Frankreich: Ab wann gibt es ein Ergebnis?

AFP

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