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Das Fluchtfahrzeug eines 25 Jahre alten Mannes steht am Donnerstag (10.05.2012) nach seinem Unfall unweit eines Tatorts in der Nähe einer Schule in Bad Zwischenahn.

Mann schießt Ex-Freundin nieder und flüchtet

Oldenburg - Großfahndung in Niedersachsen und NRW: Vor den Augen von Schülern schießt ein Mann seine Ex-Freundin nieder und verletzt sie lebensgefährlich. Auf der Flucht überfällt der Bewaffnete eine Autofahrerin und raubt ihr den Wagen.

Blutige Beziehungstat vor den Augen vieler Schüler: Ein 26-Jähriger hat seine Ex-Freundin vor einer Schule im niedersächsischen Bad Zwischenahn in die Brust geschossen und schwer verletzt. Anschließend raubte der Mann einer Autofahrerin den Wagen und flüchtete, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Bis zum Abend hatte die Polizei keinen Hinweis auf den Bewaffneten. Die Fahndung erstreckt sich auch auf das benachbarte Nordrhein-Westfalen. Die angeschossene 24-Jährige war am Nachmittag außer Lebensgefahr.

Die Frau hatte am Morgen ein Mädchen zur Schule gebracht. Gegen 8.00 Uhr fielen an der Bushaltestelle vor der Schule Schüsse. Zwei trafen die Frau in die Brust. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus in Oldenburg. Als Grund für die Tat nehmen die Ermittler an, dass der Mann die Trennung nicht verkraftet hat.

Der Täter habe zunächst versucht, mit seinem Auto zu flüchten, berichtete Polizeisprecher Mattias Piszczan. Als er in unmittelbarer Nähe des Tatorts einen Unfall verursachte, zwang er die Fahrerin eines anderen Autos mit seiner Schusswaffe zum Aussteigen und raste davon.

Zum Fluchtweg machten die Beamten keine genauen Angaben. Die Fahndung wurde aber auf die Region um Osnabrück und auf Nordrhein-Westfalen ausgedehnt. Ob der Mann auch Stunden nach der Tat noch mit dem geraubten Wagen fuhr, konnte die Polizei am Nachmittag nicht sagen.

Der Unterricht an der Schule lief am Vormittag zunächst normal weiter. Später holten jedoch laut Polizei zahlreiche Eltern ihre Kinder ab. Mehrere Schüler hatten die Schüsse und den Einsatz von Polizei und Rettungskräften miterlebt.

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dpa

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