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In Kolumbien starben bereits 45 Menschen durch Erdrutsche und Überschwemmungen, so wie hier in Medellin.

Mann erlebt am Telefon Tod seiner Freundin

Bogotá - Ein Kolumbianer hat während eines Telefongesprächs den Tod seiner Freundin an Bord eines Busses, der von einer Schlammlawine in einen Fluss gerissenen wurde, mitverfolgen müssen.

Die 18-jährige Studentin Lizeth Hernández Ortiz saß zusammen mit 19 anderen Passagieren in dem Bus, der am Mittwoch auf dem Weg aus der Hauptstadt Bogotá in die 280 Kilometer weiter westlich gelegene Hauptstadt der Provinz Caldas, Manizales, unterwegs war. Kurz vor dem Ziel verunglückt er.

“Sie sagte mir, dass die Wassermassen immer höher kämen und den Bus mitreißen würden. Sie schrie noch: “Mein Geliebter, ich liebe Dich““, dann sei die Telefonverbindung abgerissen, zitierte die Zeitung “El Tiempo“ am Freitag den jungen Polizisten José Gómez Pinzón (19).

16 Tote konnten zunächst geborgen werden, nach den anderen suchten etwa 100 Helfer. Heftige Regenfälle, die den Erdrutsch ausgelöst hatten, behinderten die Sucharbeiten. Retter schlossen aus, dass die Vermissten das Unglück überlebt haben könnten. Augenzeugen berichteten, sie hätten den Bus noch in den Wassermassen schwimmen gesehen, die Passagiere hätten ihre Arme in Panik aus den Fenstern gestreckt.

Die Regenzeit in Kolumbien hat Anfang April begonnen. Dennoch starben landesweit bereits 45 Menschen durch Erdrutsche und Überschwemmungen. Die Behörden befürchten eine Wiederholung der Unwetter des vergangenen Jahres, als das südamerikanische Land von den schlimmsten Regenfällen seit Jahrzehnten heimgesucht worden war. Es gab mehr als 300 Tote und 2,2 Millionen Menschen wurden zeitweise obdachlos oder verloren ihr Hab und Gut.

dpa

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