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Marine soll Teil einer multinationalen Task Force werden

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- Berlin/New York - Die deutsche Marine soll bei der Ausgestaltung des UN-Mandats zur Friedenssicherung in Nahost Teil einer multinationalen Task Force zur Überwachung der libanesischen Küste werden.

Verteidigungspolitiker in Berlin wiesen am Freitag darauf hin, dass dazu die etwa 200 Kilometer lange Küste Libanons in so genannte Boxen mit einer Ausdehnung von 50 mal 50 Kilometer aufgeteilt werden soll.

Die deutsche Marine könnte - die notwendige Zustimmung des Bundestags vorausgesetzt - eine oder zwei dieser «Boxen» überwachen. Denkbar sei, dass sich an dieser Überwachung auch Aufklärungs- Tornados der Luftwaffe beteiligen. Der gesamte Seeraum vor der Küste Libanons werde durch multinationale Marine-Einheiten überwacht, hieß es.

Das Lazarett-Schiff «Frankfurt am Main» wird Teil der deutschen humanitären Hilfe für den Nahen Osten und soll in spätestens drei Wochen vor der Küste Libanons sein. Eingesetzt wird es wahrscheinlich in der Zwölf-Meilen-Zone vor der Südküste Libanons.

In der Nacht zum Freitag hatte der deutsche UN-Botschafter Thomas Matussek bei der Truppenstellerkonferenz in New York den deutschen Vorschlag erläutert. Mit dem Angebot, Deutschland könne mit Marine- Einheiten «allein die libanesische Küste patrouillieren und kontrollieren» umschrieb er die theoretischen Möglichkeiten, hieß es in Berlin. Die Marine-Einheiten sollen verhindern, dass von der Seeseite Waffen für die radikal-islamische Hisbollah in den Libanon geschmuggelt werden.

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