Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Unternehmen nimmt Produkt vom Markt

Krebserregendes Benzol im Multivitaminsaft?

Bielefeld - Das TV-Magazin "markt" hat aufgedeckt, dass in verschiedenen Erfrischungsgetränken zu viel krebserregendes Benzol enthalten ist. Ein Multivitaminsaft wurde daraufhin sofort vom Markt genommen.

Das Getränkeunternehmen Christinen Brunnen nimmt einen Saft vorsorglich vom Markt. Betroffen sei das Getränk „Multivitamin Diät“ in der 1,5-Liter-PET-Flasche, teilte das Unternehmen aus Bielefeld in Nordrhein-Westfalen am Montag in einer Pressemitteilung mit. Damit reagierte der Anbieter auf eine Mitteilung des Norddeutschen Rundfunks, der darin für Montagabend einen Beitrag im Magazin „Markt“ über krebserregendes Benzol in verschiedenen Erfrischungsgetränken angekündigt ist. Insgesamt sind nach Senderangaben 2 bis 6,8 Mikrogramm Benzol pro Liter gemessen worden. Der zulässige Grenzwert für Trinkwasser liegt bei einem Mikrogramm pro Liter. Er gilt aber nicht für Erfrischungsgetränke.

Nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind die entdeckten Benzol-Mengen in den Getränken gering im Vergleich zu dem, was beim Atmen in den Körper gelange. „Die Benzolmenge, die über die Atemluft aufgenommen wird, kann variieren, liegt aber bei Nichtrauchern etwa in der Größenordnung von 50 bis 100 Mikrogramm pro Tag“, teilte das Institut auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa schriftlich mit. Der Benzolgehalt der Luft sei in verkehrsreichen urbanen Gebieten höher als in verkehrsarmen ländlichen Gebieten. Da Benzol krebserregend ist, sei es in Getränken aber grundsätzlich unerwünscht.

Um einer Verunsicherung der Verbraucher vorzugreifen, kündigte das Unternehmen Christinen Brunnen an, das Getränk vorsorglich vom Markt zu nehmen und es zukünftig ausschließlich mit natürlichem Zucker und dem pflanzlichen Süßstoff Stevia anzubieten. Nach Angaben von Christinen Brunnen bildet sich Benzol bei der Getränkeproduktion, wenn künstliche Süßstoffe im Spiel sind.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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